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Schattenmänner Thriller von Ditfurth, Christian von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.06.2018
  • Verlag: C. Bertelsmann
eBook (ePUB)

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Schattenmänner

Brisant, hart, explosiv - Kommissar de Bodts gefährlichster Fall
Eine Reihe ungelöster Mordfälle stellt Kommissar Eugen de Bodt vor ein Rätsel. Scheinbar haben die Opfer nur eine Gemeinsamkeit: Sie alle waren Mitglieder einer Facebook-Gruppe über Katzen. Doch de Bodt ist sich sicher, dass das nicht der einzige Zusammenhang sein kann. Seine Ermittlungen führen ihn zu einem interessanten Detail: Alle Ermordeten arbeiteten auch für Rüstungskonzerne. War die Katzengruppe nur eine Tarnung für Rüstungsspionage? Und wenn ja, wer war der Auftraggeber? Als auch auf de Bodt ein Anschlag verübt wird, ist klar, dass die Drahtzieher vor nichts zurückschrecken. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt ...

Christian v. Ditfurth, geboren 1953, ist Historiker und lebt als freier Autor in Berlin und in der Bretagne. Neben Sachbüchern und Thrillern wie "Der 21. Juli" und "Das Moskau-Spiel" hat er Kriminalromane um den Historiker Josef Maria Stachelmann veröffentlicht. Seit 2014 ermittelt Eugen de Bodt erfolgreich - sein zweiter Fall "Zwei Sekunden" wurde mit dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet, zuletzt erschien "Ultimatum".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 29.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641212223
    Verlag: C. Bertelsmann
    Serie: Penguin Taschenbuch 10506
    Größe: 3183 kBytes
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Schattenmänner

44.

Lérmier zippte am Revers seines Anzugs. Wirklich sehr schick. Die neue Mode. Macronisch. Lébranc mochte den neuen Präsidenten nicht. Ein Parvenü, zu schnell zu hoch. Ein Jüngelchen. Aber dass er die alten Säcke weggeräumt hatte, gefiel ihm doch. Nun saß so ein Jüngelchen vor ihm und kriegte kein vernünftiges Wort heraus.

Die Tür öffnete sich, Floire. Setzte sich an seinen Tisch.

»Die Kopien?«, fragte Lebranc.

»Wird erledigt.«

»Ich hatte gesagt, dass Sie die Akte kopieren sollen.«

»Ist doch egal, wer es macht. Nicht wahr, Herr Kommissar?«

»Das sind vertrauliche Unterlagen. Ich will nicht, dass die irgendwer in die Hände bekommt, nur weil Sie zu faul sind. Verstanden!«

Floire lief dunkelrot an. Zum ersten Mal. Allein dafür durfte Lebranc sich beglückwünschen. War dem Schnösel ein Zacken aus der Krone gebrochen. »Los! Los!«, befahl Lebranc.

Floire quälte sich hoch und verließ das Büro.

»Geht Ihnen das auch so? Diese jungen Leute wissen alles, können alles. Und das, ohne was gelernt zu haben.« Lebranc schüttelte den Kopf.

»Ich muss sagen, meine Erfahrungen sind ...«

»Annemarie Schenker, Sie haben sie gemocht?«

»Eigentlich schon. Ich kann mich nicht beschweren. Sie hat uns geholfen, wo andere vielleicht schikaniert hätten.«

»Woher dann die Einschränkung?«

»Sie war ... luftig.«

»Luftig, was heißt das?«

»Sie war eine ... Träumerin.«

»Das verrät mir nicht mehr.« Lebranc beugte sich vor. Stützte das Kinn auf seine verschränkten Hände. »Sie wollten mir doch helfen ...«

»Sie hatte diese Seite. Empörte sich über irgendwas ... in ... Afrika. Oder sonst wo.«

»Was empörte sie?« Lebranc mühte sich, freundlich zu bleiben. Immerhin hatte er Floire eine verpassen können.

»Der Hunger, Armut, Krieg und so was.«

»So was«, sagte Lebranc. Lehnte sich zurück, fixierte sein Gegenüber. »So was. Sie regt das nicht auf?«

»Doch, doch. Aber ich muss das nicht so ... zeigen.«

»Sie hat sie genervt.«

»Manchmal«, flüsterte Lérmier. »Nicht nur mich.« Blickte Lebranc an. Hob die Hände. Tut mir leid.

»Hat sie jemanden so genervt, dass er sie umbringen wollte?«

Lérmier blickte ihn erschreckt an. Schüttelte den Kopf. »Um Himmels willen! Sie haben mich völlig falsch verstanden.«

»Ich hab Sie schon richtig verstanden«, sagte Lebranc kalt. »Sie reden und reden. Die Frau ist tot, und Sie werden mir helfen, ihren Mörder zu finden. Kommen Sie her!« Winkte mit dem Zeigefinger wie einem Bengel.

Lérmier zögerte, dann kam er. »Kommen Sie näher. Betrachten Sie den Bildschirm.« Klickte mit der Maus.

Lérmier betrachtete das Video aus der Métro. »O Gott!« Hand vor dem Mund.

»Kennen Sie den Täter?«

»Nein, natürlich nicht!«

»Was ist daran natürlich?«

Ein verwirrter Blick. »Ich kenne ihn nicht.«

»Glauben Sie, Frau Schenker hat diesen Mann« - deutete auf den Bildschirm - »so genervt, dass er sie vor den Zug stieß?«

Lérmier hob die Hände. »Nein, nein, nein. Ich kenne den Mann da nicht.« Deutete auf den Monitor. »Mein Gott ...«

»Wir glauben, es handelt sich um einen Auftragsmord.« Das hielt er zwar nur für eine Möglichkeit. Aber einen Versuch war es wert.

Lérmier begann zu schwitzen.

»Sie kannten Frau Schenker. Erklären Sie mir, was jemanden dazu bringen konnte, diese Frau ermorden zu lassen. Dann können Sie gehen.«

Lérmier schloss die Augen. Furchte die Stirn. Fand in der Hosentasche ein Papiertaschentuch, wischte sich die Stirn. Schluckte. Blickte Lebranc an, blickte zum Fenster. »Sie war so ... moralisch.«

45.

»Sie waren sein Chef, und mehr wissen Sie nicht?«, fragte Kern.

Sie saßen eine gute halbe Stunde im Konferenzraum. Der Chef war aus der Zentrale angereist. Um Chaos zu verhindern, wie er sagte. Der Wicht ihr gegenüber hatte Kern längst zu Fragen gereizt

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