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Schneewalzer Ein Weihnachtskrimi von Ebbert, Birgit (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.10.2015
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Schneewalzer

Die elfj"hrige Hanna verschwindet spurlos aus der Hagener Innenstadt. Sie hatte versucht, ihr Taschengeld als Straáenmusikerin aufzubessern. Zwei Freundinnen des M"dchens verteilen in der Stadt Suchplakate, eines davon in der Buchhandlung von Anja Henke. Als die Krimiliebhaberin und Hobbykriminalistin von der Vermissten Hanna erf"hrt, macht sie sich auf die Suche nach der Verschwundenen. Dabei st"át sie auf mafia"hnliche Strukturen, die die Hagener Vorweihnachtszeit tr ben. Birgit Ebbert, geb. 1962 in Borken/Westfalen, studierte in Bonn und M nster Erziehungswissenschaften, Psychologie und Soziologie. 1993 promovierte sie ber Erich K"stner. Nach Stationen in Stuttgart und Bochum lebt sie heute in Hagen und ist als selbstst"ndige Unternehmerin und als freie Autorin t"tig. Sie kann auf eine Vielzahl an Ver"ffentlichungen im Bereich Jugendbuch, Ratgeber und Lernhilfen zur ckblicken. ¯Schneewalzer® ist ihr dritter Roman im Gmeiner-Verlag.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 07.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839247389
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 2771 kBytes
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Schneewalzer

Kapitel 2

Saubere, ordentliche und nicht zu moderne Kleidung ist Pflicht.

Kurz vor der Öffnung ihrer Krimibuchhandlung klebte Anja Henke das Suchplakat für Hanna in das Fenster zur Bushaltestelle hin.

"Da sehen es die meisten Leute", murmelte sie und überflog den Text, der unter der Fotografie stand. "Hanna wurde zuletzt in der Innenstadt gesehen. Sie stand mit einer Geige an der Ecke Hohenzollernstraße und Kampstraße, ganz in der Nähe der Feuerzangenbowle."

Sie setzte sich an ihren Laptop, ein stationärer Computer hätte zu viel Platz weggenommen in dem kleinen Laden. Irgendwo mussten die Fotos von ihrer Weihnachtsmarkt-Runde sein. Seit ihrem Umzug nach Hagen ging sie an jedem ersten Adventssonntag um 11 Uhr mit ihrer Kamera über den Markt. Dann war er noch nicht so überlaufen und sie konnte in Ruhe alle Stände fotografieren. Vermutlich konnte sie sich mit ihrem Archiv um einen Eintrag ins Buch der Rekorde bewerben. Sicher gab es niemanden, der außer ihr so verrückt war, ein solches Projekt durchzuziehen. Aber sie liebte nun einmal das Fotografieren und den Hagener Weihnachtsmarkt.

Als sie hierher gezogen war, hatte sie gehofft, wie in Oldenburg als selbstständige Fotografin zu arbeiten. Aber in einer neuen Stadt war das schwerer, als sie gedacht hatte. Ihr Mann Oliver besaß als Geschäftsführer einer Stiftung gute Kontakte, aber eines wollte sie ganz gewiss nicht, von den Beziehungen ihres Mannes profitieren. Stattdessen hatte sie nach der Geburt ihrer Tochter Ida, die kurz nach ihrem Umzug auf die Welt gekommen war, eine Online-Buchhandlung für Krimis gegründet.

Eher zufällig hatte sie vor einigen Monaten dieses Ladenlokal entdeckt und sich gleich in den kleinen Pavillon am Ende der Fußgängerzone in Sichtweite des Volksparks verliebt. Hier verkaufte sie nun ihre Krimis und dank der Krimireisen, die sie bereits seit Gründung des Internetshops für Kriminalistisches aller Art anbot, konnte sie mit einer kleinen Stammkundschaft beginnen. Das war hier in Hagen wichtig, wo sich viele trotz der Größe der Stadt kannten.

Ihre Krimireisen würde sie auch neben dem Buchladen weiterführen. Bisher war sie einmal im Jahr mit 15 Krimifans und ihren Kameras losgezogen, um Schauplätze von Kriminalromanen zu erkunden. So waren sie auf den Spuren von Commissario Brunetti durch Venedig gegondelt, hatten sich in London auf die Wege von Sherlock Holmes gemacht und fotografiert, wo Irene Huss in Göteborg ermittelte. Sogar eine Kreuzfahrt auf dem Nil im Gedenken an Hercule Poirot war in einem Jahr zustande gekommen.

Anja räumte die Bücher ein, die die Besucher der Ausstellung am Samstagabend betrachtet und nicht gekauft hatten.

Ihre Fotografien zu "Hagen früher und heute" lagen bereits im Keller. Für eine Dauerausstellung war kein Platz in dem Lädchen; lediglich ein Bildpaar stand im Schaufenster, umgeben von Büchern. Es zeigte das Krematorium in Delstern Mitte des letzten Jahrhunderts und heute. Anja war stolz darauf, dass sie es geschafft hatte, exakt den gleichen Bildausschnitt zu fotografieren wie ihr Kollege vor mehr als einem halben Jahrhundert.

Anja zuckte zusammen, als sie die Klänge des "Kriminaltangos" hörte, die erschollen, wenn die Ladentür geöffnet wurde. Diese Idee hatte Anja von Lena Lensing übernommen, einer Kollegin, die in der Nähe der holländischen Grenze eine Krimibuchhandlung betrieb. Anfangs war die Melodie erklungen, sobald die Tür sich bewegte. Keine gute Idee in einem stürmischen Winter bei einer Tür, die aus den 50er-Jahren stammte.

Anja legte einige Bücher beiseite, um sich der alten Dame zu widmen, die durch die Tür trat.

"Was kann ich für Sie tun?", erkundigte sich Anja bei der Frau, die so ganz anders aussah als ihre sonstigen Kundinnen. Sie trug einen dunkelgrünen Mantel, der gut und gerne so alt sein mochte wie der Reisepavillon, der 1954 erbaut worden war und unter Denkmalschutz stand. Anja erinnerte d

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