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Schrei nach Rache von Bürgel, Matthias (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.08.2020
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)
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Schrei nach Rache

Vier Städte, vier grauenvoll zugerichtete Leichen - an verschiedenen Flughäfen Deutschlands werden innerhalb kurzer Zeit mehrere Männer ermordet. An den Tatorten gesicherte Spuren deuten auf einen Serientäter hin, doch zwischen den Opfern gibt es keinerlei Gemeinsamkeiten. Die Ermittler beim LKA sind fassungslos, als sie schließlich herausfinden, dass die DNA-Spuren von einer Frau stammen! Das LKA bittet den knorrigen Profiler Falk Hagedorn, ein Psychogramm der Mörderin zu erstellen. Obwohl Hagedorn sich geschworen hatte, nie wieder für die Polizei zu arbeiten, lässt er sich darauf ein - doch dann beschleicht ihn der furchtbare Gedanke, dass er die Täterin kennen könnte ... eBooks von beThrilled - mörderisch gute Unterhaltung!

Matthias Bürgel, Jahrgang 1970, studierte an der Fachhochschule der Polizei Rechts- und Verwaltungswissenschaften. Als Kriminalhauptkommissar arbeitet er beim Kriminaldauerdienst des Polizeipräsidiums Konstanz. Trotz der menschlichen Abgründe, die er in seiner täglichen Arbeit erfährt, liebt er seit 28 Jahren seinen Beruf. Seine langjährigen Erfahrungen inspirierten ihn zu seinem Psychothriller Imago - Dunkler Hass, dem ersten Fall für den Fallanalytiker Falk Hagedorn. Schrei nach Rache ist der zweite Fall für den querschnittgelähmten Profiler.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 340
    Erscheinungsdatum: 28.08.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732586905
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 1494 kBytes
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Schrei nach Rache

Kapitel 1

2. Mai - Konstanz

Wutschnaubend fegte Hagedorn einen Stapel Papier vom Schreibtisch, das wie welkes Laub raschelnd zu Boden segelte und sich im gesamten Raum verteilte. Egal, wie er es drehte und wendete, es sah nicht gut aus. Dass es nicht einfach sein würde, bis er sich etabliert hatte, war ihm von Anfang an klar gewesen. Nur, dass es sich so schleppend entwickeln könnte, damit hatte er nicht gerechnet. Ein weiterer Monat, in dem er Jasmins Lohn und die Fixkosten von seinem Privatvermögen würde bestreiten müssen.

Mit dem Handballen wischte sich Hagedorn über die Stirn und stellte murmelnd eine überschlägige Berechnung an. Drei, allerhöchstens vier Monate würde er noch überbrücken können. Danach wäre auch seine eiserne Reserve aufgebraucht. Sollte er es überhaupt so weit kommen lassen? Wäre es nicht vernünftiger, gleich die Segel zu streichen?

Er hatte sich in den Kopf gesetzt, Menschen zu therapieren, die wirklich Hilfe benötigten. Opfer schwerer Gewalttaten, schwersttraumatisierte Unfallopfer, Menschen, die, so wie er selbst, einen tödlichen Angriff überlebt hatten. Genau darauf hatte er sich spezialisiert. Die Behandlung depressiver, ängstlicher Menschen, Zwangsneurotiker, Essgestörter oder psychosomatisch Erkrankter lag ihm einfach nicht, obwohl Hagedorn während seiner dreijährigen Praxisausbildung viel mit solchen Patienten gearbeitet hatte.

»Nein«, sagte er entschlossen. Er musste sich und der Praxis einfach Zeit geben.

So leicht gibst du dich nicht geschlagen. Du ziehst das jetzt durch, schwor er sich selbst.

Gleich morgen früh würde er Jasmin anweisen, die Quartalsabrechnungen für die Krankenkassen zügig abzuschließen und bei den selbst zahlenden Patienten, die säumig waren, den Druck zu erhöhen. Außerdem würde er sie bitten, Möglichkeiten und Kosten für eine sinnvolle Werbung in Erfahrung zu bringen.

Jasmin war eine quirlige, aufgeweckte junge Frau, die seine Korrespondenz und was sonst so in der Praxis anfiel, mehr als zufriedenstellend erledigte. Überdies war sie kreativ und sehr versiert, was die sozialen Medien betraf. Hagedorn war sich sicher, dass er die Werbung in Jasmins vertrauensvolle Hände geben konnte.

Wenngleich sie ihm zu Beginn mit ihrer oft überbordenden Vitalität etwas auf die Nerven gegangen war, so hatte er sich doch in den vergangenen sechs Monaten so sehr an sie gewöhnt, dass er sie nicht mehr würde missen wollen. Wenn die Praxis nicht lief, würde er es sehr bedauern, sie nach so kurzer Zeit wieder auf die Straße setzen zu müssen.

Er zog am Joystick in der Konsole seiner Armlehne und stieß sich mit dem Rollstuhl, dessen Elektromotor sich leise summend in Bewegung setzte, von der Schreibtischkante zurück. Ächzend beugte er sich nach vorn, um eines der verstreuten Blätter Papier aufzuheben, ließ es dann aber sein.

Er schüttelte seinen massigen Schädel. Jasmin würde ihm die Unordnung nachsehen, trotzdem würde sie ihn mit einem Grinsen wieder einmal für seine Unbeherrschtheit schelten.

Frustriert schnappte er sich seine Jacke und rollte aus dem Büro hinaus in die nachmittägliche milde Maisonne.

Mit spitzen Fingern zupfte er ein Stofftaschentuch aus der Brusttasche seiner Jacke und rieb damit über das glänzende Messingschild, das neben der Eingangstür mit schwarz eloxierten Schrauben angebracht war.

»F. Hagedorn - Psychotherapeut« war darauf zu lesen.

Das Schild war genauso neu wie der Titel, auf den er drei Jahre lang hingearbeitet hatte. Würde das alles bald schon bedeutungslos sein? Auf gar keinen Fall!

Hagedorn wendete den Rollstuhl um die eigene Achse und fuhr die Marktstätte Richtung Uferpromenade hinab.

»Nicht schon wieder!«, brüllte Hagedorn, begleitet von einigen unflätigen Flüchen und Verwünschungen, als er zwei Stunden später in den Hausflur rollte und das Chaos erblickte.

Er hatte sich im Café Konzil noch ein Kännchen

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