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Schuld vergeht nicht Kriminalroman von Andeer, Nike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.09.2014
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Schuld vergeht nicht

Mena Reglin, Mitarbeiterin des Instituts für zeitgeschichtliche Forschungen, stößt im Zuge ihrer Recherchen über einen bekannten Politiker immer wieder auf den Namen Uwe Biskop. Das ist umso überraschender, als Mena seit Kurzem anonyme E-Mails erhält, in denen Professor Biskop als Verbrecher verleumdet und bedroht wird. Als in seinem Umfeld zudem mehrere Menschen auf brutale Weise umgebracht werden, ist klar, dass es nicht um Eitelkeiten unter Wissenschaftlern geht. Mena taucht tief in die Vergangenheit von Uwe Biskop ein - und gerät selbst in tödliche Gefahr ...

Nike Andeer wurde in Nordrhein-Westfalen geboren und lebt heute in der Nähe von München. 'Schuld vergeht nicht' ist ihr erster Roman und der Beginn einer großen Krimi-Serie um die junge Wissenschaftlerin Mena Reglin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 15.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641131630
    Verlag: Goldmann
    Größe: 647kBytes
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Schuld vergeht nicht

2.1

Antonia Philomena Mädler betrachtete ihre Zwillingsschwester eingehend und schüttelte den Kopf. "Du siehst blass aus, Mena! Vergrab dich bitte nicht nur hinter deinem Computer, sondern geh auch mal an die frische Luft! Oder such wenigstens ein Sonnenstudio auf."

"Um Himmels willen, nein! Ich will nicht mit fünfzig aussehen wie eine geschrumpelte Orange", antwortete Mena abweisend.

"Ich meine es doch nur gut mit dir!" Toni Mädler klang nun ernsthaft beleidigt.

In ihren Augen gehörte zu einem erfüllten Leben neben einem guten Job auch eine funktionierende Partnerschaft. Doch in der Hinsicht stellte ihre Schwester sich quer. Dabei war Mena mit ihrer Arbeit alles andere als zufrieden – und was Männer betraf, tat sie sogar so, als müsse der Herrgott extra für sie ein Superexemplar erschaffen.

"Jetzt komm, Toni! Ich habe doch nicht gesagt, dass du mit fünfzig wie eine verschrumpelte Orange aussiehst. Dafür pflegst du deine Haut viel zu gut. Welche Creme benützt du übrigens für dein Gesicht?"

Mit dieser Frage hebelte Mena den Zorn ihrer Schwester aus, denn wenn Toni etwas liebte, dann waren es Vorträge über Schönheitsmittel und Mode. Mena notierte sich die Marken, die ihre Schwester ihr nannte, und versprach, diese in nächster Zeit auszuprobieren.

"Du wirst sehen, sie sind exzellent!", versprach Toni und warf einen kritischen Blick auf Menas graues Kostüm. "Das Zeug hattest du doch schon letztes Jahr an! Wenn das eine meiner Kundinnen sähe, würde sie sagen, ich könnte nicht einmal meine Schwester richtig ankleiden – und dann geht sie zur Konkurrenz."

"Jetzt übertreibst du aber! Für deine Kundinnen ist dein Modegeschmack unübertroffen. Du könntest Schottenröcke mit Rüschenblusen für diese Frauen kreieren, und sie wären begeistert."

"Schottenröcke und Rüschenblusen! Bei Gott, das ist doch ein ganz alter Hut. Obwohl – wenn ich es recht bedenke, kenne ich einige Damen, die für solch einen Retro-Stil zu haben sind. Damit könnte ich mir einen neuen Kundenkreis erschließen." Toni lächelte zufrieden und machte dann eine einladende Handbewegung in Richtung Küche. "Du musst heute Abend unbedingt mit uns essen. Hans ist extra früher aus München gekommen, um meine Tortellini alla Toni nicht zu verpassen."

"Die Einladung nehme ich gerne an, denn ich habe einen Bärenhunger!" Nachdem Mena in den letzten Tagen zumeist von Kaffee und Wurstbrötchen gelebt hatte, die der freundliche Archivar der Oldenburgischen Volkszeitung in Vechta ihr besorgt hatte, freute sie sich auf die Tortellini ihrer Schwester, zumal Toni weitaus besser kochte als sie selbst.

"Dann komm!" Toni Mädler hakte sich bei Mena unter und führte sie in die Küche. In der Essecke war bereits alles für ein festliches Mahl zu dritt hergerichtet worden, und Toni stellte eben den Topf für die Tortellini auf den Herd.

"Dafür musst du aber um einiges eher aus deiner Boutique gekommen sein", sagte Mena staunend.

Toni schüttelte lächelnd den Kopf. "Gar nicht! Die Vorbereitungen hat Frau Miersch getroffen. Ist sie nicht eine Perle?"

Während Mena bejahte, erinnerte sie sich daran, wie sie Anna Miersch über den Uwe-Biskop-Artikel gebeugt vorgefunden hatte, und dachte unwillkürlich wieder an das, was sie in Vechta erfahren hatte. Sie wurde das Gefühl nicht los, es müsse eine interessante Verbindung zwischen Jan und Jens Reppert, Julia Gschwendle und Uwe Biskop geben. Leider fehlte ihr die Zeit, dieser Sache nachzugehen, denn das

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