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Schuld Kay Scarpettas siebter Fall von Cornwell, Patricia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.11.2011
  • Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
eBook (ePUB)
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Schuld

Silvester in Virginia. Chief Medical Examiner Dr. Kay Scarpetta wird zum Schiffsfriedhof der Navy gerufen, wo im eiskalten, brackigen Wasser eine Leiche treibt. Die Gerichtsmedizinerin kannte den Toten, einen jungen investigativen Reporter, gut. Was suchte er an diesem verlassenen, öden Ort? Scarpetta ahnt noch nichts von der Gefahr, die ganz Amerika bedroht. Patricia Cornwell, 1956 in Miami, Florida, geboren, arbeitete als Polizeireporterin und in der Rechtsmedizin, bevor sie vor mehr als zwanzig Jahren mit ihren bahnbrechenden Thrillern um die Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta begann. Ihre Bücher wurden mit allen renommierten Preisen ausgezeichnet und sind weltweit Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 10.11.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783455810165
    Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
    Serie: Kay Scarpetta Bd.7
    Originaltitel: Cause of Death
    Größe: 682 kBytes
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Schuld

1

Noch vor Anbruch des letzten Tages im blutigsten Jahr, das Virginia seit dem Bürgerkrieg erlebt hatte, machte ich Feuer und setzte mich an das dunkle Fenster, das mir nach Sonnenaufgang das Meer zeigen würde. Ich saß im Morgenmantel im Schein der Lampe und sah die Jahresstatistik meiner Behörde über die Verkehrsunfälle, Prügeleien, Schießereien und Messerstechereien durch, als um Viertel nach fünf das Telefon klingelte.

"Verdammt", brummte ich, denn meine Bereitschaft, an Dr. Philip Mants Telefon zu gehen, ließ spürbar nach. "Schon gut, schon gut."

Sein verwittertes Cottage in der kleinen Gemeinde Sandbridge direkt an der Küste Virginias zwischen dem Marinestützpunkt und dem Naturschutzgebiet Back Bay lag versteckt hinter einer Düne. Mant war mein Leichenbeschauer für den Bezirk Tidewater. Seine Mutter war bedauerlicherweise an Heiligabend gestorben. Unter normalen Umständen hätte Mants Reise nach London, wo er die Familienangelegenheiten regeln musste, keine Notlage in der Gerichtsmedizin Virginias geschaffen, aber seine stellvertretende Forensikerin war im Mutterschaftsurlaub, und der Leichenschauhaus-Aufseher hatte gerade gekündigt.

"Bei Dr. Mant", meldete ich mich. Vor den Fensterscheiben zauste der Wind die dunklen Umrisse der Kiefern.

"Hier ist Officer Young von der Polizei Chesapeake", sagte jemand, der wie ein im Süden geborener und aufgewachsener Weißer klang. "Könnte ich bitte Dr. Mant sprechen?"

"Er ist verreist", entgegnete ich. "Kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein?"

"Sind Sie Mrs. Mant?"

"Ich bin Dr. Kay Scarpetta, Chief Medical Examiner. Ich vertrete Dr. Mant."

Der Anrufer zögerte und fuhr dann fort: "Wir haben einen Hinweis auf einen Todesfall bekommen. Einen anonymen Anruf."

"Wissen Sie, wo es sich ereignet haben soll?" Ich hatte mir schon Stift und Papier bereitgelegt.

"Auf dem Schiffsfriedhof der Navy."

"Wie bitte?" Ich blickte auf.

Er wiederholte seine Worte.

"Um wen handelt es sich, einen Navy- SEAL ?" Ich war verblüfft, denn meines Wissens hatten nur die Mitglieder dieser Spezialeinheit im Manöver Zugang zu den in der Werft vertäuten, ausrangierten Schiffen.

"Wir wissen nicht, wer es ist, aber er könnte nach Überbleibseln aus dem Bürgerkrieg gesucht haben."

"Im Dunkeln?"

"Ma'am, das Gelände ist militärischer Sicherheitsbereich. Aber das hat die Leute schon früher nicht davon abgehalten, sich da herumzutreiben. Sie kommen heimlich in Booten, und das geht immer nur im Dunkeln."

"So etwas hat der anonyme Anrufer angedeutet?"

"So ziemlich."

"Klingt ja interessant."

"Das dachte ich auch."

"Und die Leiche ist noch nicht gefunden worden", sagte ich, denn ich wunderte mich immer noch, warum dieser Officer es für nötig gehalten hatte, zu so früher Stunde einen Gerichtsmediziner zu verständigen, wenn nicht einmal eindeutig feststand, dass es eine Leiche gab oder überhaupt jemand vermisst wurde.

"Wir sind auf der Suche danach, und die Navy schickt ein paar Taucher, da kriegen wir die Sache in den Griff, wenn alles gutgeht. Ich wollte Sie lediglich darauf aufmerksam machen. Und richten Sie Dr. Mant mein Beileid aus."

"Ihr Beileid?", rätselte ich, denn wenn er von Dr. Mants Situation wusste, warum hatte er dann nach ihm gefragt.

"Ich habe gehört, seine Mutter ist gestorben.&laqu

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