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Schwarze Klippen Jennifer Dorey 2 - Kriminalroman von Dearman, Lara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.07.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Schwarze Klippen

Menschliche Gebeine in einer Höhle, ein Mord und eine verschworene Inselgemeinschaft ... Die kleine Insel Sark liegt mitten im kalten Wasser des Ärmelkanals. Nachts hüllen absolute Stille und Finsternis die wenigen Häuser ein, denn hier gibt es weder Autos noch Straßenbeleuchtung. Die bedrohliche Seite dieser dunklen Idylle zeigt sich, als man in einer Höhle der zerklüfteten Küste menschliche Gebeine entdeckt und kurz darauf ein alter Mann brutal ermordet wird. Wurde er ein Opfer von Mythen und Aberglaube, die hier immer noch lebendig sind? Welches Geheimnis hütet die verschworene Inselgemeinschaft - womöglich bereits seit Jahrzehnten? Die Journalistin Jennifer Dorey und DCI Michael Gilbert von der Nachbarinsel Guernsey folgen den Spuren des Blutes ... Lara Dearman ist auf der Insel Guernsey geboren und aufgewachsen. Bereits in ihrem Debüt, "Das tote Mädchen vom Strand", kombinierte sie ihre Liebe zu den Mythen und der Historie von Guernsey mit ihrem Faible für Krimis. Das Buch war der erste Band einer Serie um die Journalistin Jennifer Dorey. Lara Dearman lebt mit ihrer Familie in Westchester, New York.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 15.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641209506
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Dark Sky Island
    Größe: 1340 kBytes
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Schwarze Klippen

2. Kapitel

Jenny
Drei Tage zuvor ...

Jenny hob ihre Jeans und das zerknüllte T-Shirt vom Boden auf und zog sich an.

"Wie spät ist es?", kam es mit gedämpfter Stimme von Elliot, der halb unter der Bettdecke verborgen lag.

"Viertel nach sechs. Ich muss vor der Arbeit noch nach Hause und mich umziehen." Sie legte ihre Armbanduhr um und griff nach ihrem Handy.

"Sehen wir uns in der Redaktion?" Er hob den Kopf, kniff im Sonnenlicht, das durch die dünnen Vorhänge strömte, ein Auge zu.

Sie nickte. Er sah sie die ganze Zeit an, und sie hatte das Gefühl, als erwartete er noch irgendetwas. Dass sie ihm einen Kaffee bringen und ihm einen langen Abschiedskuss geben sollte, oder was auch immer richtige Paare eben taten, wenn einer von ihnen das Bett verließ, in dem sie beide die Nacht verbracht hatten. Stattdessen lächelte sie ein "Bis nachher!" und ging aus dem Zimmer.

Ein Immobilienmakler hätte Elliots Wohnung vielleicht als "bijou" bezeichnet. Ein Wohnzimmer mit Kochecke, ein Schlafzimmer und ein Bad. Doch sie war aufgeräumt und gemütlich, und von der Küchenzeile aus konnte man über die Dächer von Saint Peter Port bis zum Meer sehen, das in der Ferne glitzerte. Sie drehte den Wasserhahn auf. Die Leitungen quietschten und vibrierten, und nach ein paar Sekunden kam stotternd lauwarmes Wasser. Sie wartete, bis es gleichmäßig floss, spülte eine Tasse aus dem Spülbecken ab und füllte sie mit kaltem Wasser. Die Weingläser von gestern Abend trockneten neben dem Becken, daneben stand eine halb ausgetrunkene Weinflasche. Eine zweite, das wusste sie, lag leer im Recyclingeimer unter dem Spülbecken.

Sie hatten sich ein Muster angewöhnt. Ein paar Drinks nach der Arbeit, noch ein paar mehr bei ihm zu Hause. Bett. Der erste "Morgen danach" war ein bisschen peinlich gewesen, sie hatten beide so getan, als habe sich überhaupt nichts geändert, hatten das Ganze mit einem Lachen abgetan. Keiner von ihnen hatte Bedauern geäußert, keiner hatte angedeutet, dass es mehr sei als Spaß. Inzwischen, dachte sie bei sich, hatten sie eine Linie überschritten. Es war zur Routine geworden. Sie hatten bisher nicht weiter darüber gesprochen. Sie traf sich nicht mit anderen, doch er hatte sie nicht darum gebeten. Er flirtete noch immer regelmäßig mit anderen Frauen. Sie hatte ihn nicht gebeten, das zu lassen.

Jenny lehnte sich an den Frühstückstresen. Sie sollte sich eine eigene Wohnung suchen. Ihre Mum, Margaret, hatte angeboten, ihr Geld zu leihen, für eine Anzahlung. Selbst dann würde sie Mühe haben, den Kredit für eine Wohnung wie diese hier von ihrem Reportergehalt zu bezahlen. Sie brauchte eine Gehaltserhöhung. Oder einen neuen Job.

Elliots Wecker piepste hinter der Schlafzimmertür, und sie hörte das Bett knarren, als er aufstand. Sie spülte die Tasse noch einmal aus, stellte sie auf das Abtropfgestell und ging.

Die Wohnung befand sich im obersten Stock eines Reihenhauses auf halber Höhe der Mount Durant, einer steilen Hügelstraße. Nebenan kündeten ein eingeschlagenes Fenster und leere Bierflaschen noch immer von der Party am Samstag, die laut Elliot gestern in den frühen Morgenstunden von der Polizei beendet worden war. Am unteren Ende der Straße ging der Asphalt in Kopfsteinpflaster über. Links und rechts führten winzige Gässchen hinter die Häuser, zu Treppen mit ungleichmäßigen Stufen und verborgenen Häuserreihen; Wäscheleinen waren zwischen den Mauern gespannt, und Müllcontainer versperrten den Weg.

Ein paar Schleierwolken zeigten sich an einem ansonsten wolkenlosen Himmel. Der Juni war warm und trocken gewesen, und nichts deutete darauf hin, dass sich daran im Juli etwas ändern würde. Die erste Woche hatte Rekordtemperaturen gebracht, gestern zweiunddreißig Grad. Die Channel News hatten ihr Programm mit einem Clip beendet, in dem der Meteorologe des Senders versucht hatte, auf dem Gehsteig vor dem Studio ein S

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