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Schwarze Melodie von Birkemose, Ditte (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.05.2015
  • Verlag: Saga Egmont
eBook (ePUB)
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Schwarze Melodie

Ein hervorragendes Krimidebüt von einer der anerkanntesten Autorinnen Dänemarks. Nach einer verheerenden Liebschaft beschließt die geschiedene und alleinerziehende Mutter Kit Sorél , sich als Privatdetektivin zu versuchen, um ihre desolate Finanzsituation aufzubessern. Einer ihrer ersten Kunden ist die seltsame Lykke, die von ihrem verschwundenen Zwillingsbruder Michael schreckliche Drohbriefe erhält. Kit heftet sich an seine Fersen und reist den Absenderadressen hinterher, findet jedoch immer nur einen Terminkalender mit mysteriösen Zeichnungen darin. Erst nach der zweiten Zeichnung versteht sie, dass die beiden Morde an jungen Frauen, die an verschiedenen Orten geschahen, in Zusammenhang mit ihrem Fall stehen müssen. Gleichzeitig wird sie von anonymen Anrufen terrorisiert, bei denen ihr Auszüge aus der Oper 'Tosca' vorgespielt werden. Hat sie es etwa mit einem Verrückten zu tun? 'Schwarze Melodie' ist der erste Band der Kit Sorél-Reihe. IN DIE KIT SORÉL-REIHE AUßERDEM IN SAGA BOOKS LIEFERBAR Engel der Stille Eisnächte AUTORENPORTRÄT Ditte Birkemose, studierte Theologie und arbeitete dann mehrere Jahre als Krankenpflegerin und Pädagogin, bevor sie anfing zu schreiben. 'Schwarze Melodie' ist ihr erster Krimi, davor hat sie einige Roman und Kinderbücher geschrieben, für die sie auch schon einen Literaturpreis bekommen hat. --- KURZBESCHREIBUNG Eine junge Frau erhält von ihrem seit Monaten verschollenen Bruder grausame Drohbriefe mit mysteriösen Zeichnungen. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an Kit Sorél, ihres Zeichens unkonventionelle Privatdetektivin und leicht chaotische alleinerziehende Mutter. Kit mach sich gleich auf die Suche nach dem Absender, findet vor Ort jedoch immer nur einen Terminkalender mit verschlüsselten Botschaften. Nach und nach entdeckt sie, dass ihr Fall etwas mit den Morden an zwei jungen Mädchen zu tun hat. Ist sie etwa einem gefährlichen Verrückten auf der Spur?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 232
    Erscheinungsdatum: 08.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788711451762
    Verlag: Saga Egmont
    Größe: 935 kBytes
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Schwarze Melodie

1

Mit sechs Jahren verliebte ich mich in einen Jungen, der Nils hieß. Es gab nur eins, was mir an ihm nicht gefiel: daß er mit den Pferdeäpfeln spielte, die die Pferde des Müllkutschers auf der Straße verloren. Deshalb schickte ich ihn vor dem Händchenhalten immer zuerst zum Waschen. Nils liebte zwei Dinge auf dieser Welt: die Pferde des Müllkutschers und mich.

Damals war es mein größter Ehrgeiz, tüchtig im Krabbenpulen zu werden. So tüchtig wie eine von den Großen und ihre Mutter. Schon in ihrem Treppenhaus konnte man die Krabben riechen. Jeden Nachmittag ging ich mit ihnen zum Fischhändler im Gammel Kongevej, wo sie zwei große Tüten mit gepulten Krabben ablieferten.

Ich vergaß Nils, und ich vergaß auch meinen Traum vom Krabbenpulen.

Ich bin jetzt in dem Alter, in dem eine vernünftige Frau ihre Träume in die Tat umsetzt. Ich bin fünfundvierzig und habe soeben meinen ersten großen Fall abgeschlossen.

Auf der Straße, vor meinem Büro, steht ein leuchtendroter Renault. Das ist mein Wagen, und er trägt zur Hälfte die Schuld daran, daß ich hier sitze. Ich habe ihn vor etwas über einem Jahr bei einem Waschmittelpreisausschreiben gewonnen. Das Problem war nur, daß ich keinen Führerschein besaß. Deshalb wollte ich das rote Wunder eigentlich verkaufen. Aber als ich dann in dem duftenden neuen Auto hinter dem Lenkrad saß, war ich verloren. Ich erkannte, daß ich schon längst davon geträumt hatte, fahren zu lernen, und nun bot sich mir die Gelegenheit. Nach kurzem Überlegen rief ich bei einer Fahrschule an, machte einen Termin ab und wäre angesichts der Preise fast in Ohnmacht gefallen. Aber in der Not frißt der Teufel Fliegen, und um die Fahrstunden zu finanzieren, vermietete ich den Wagen an den Wochenenden.

Als ich endlich den Führerschein hatte und den Fuß auf mein eigenes Gaspedal stellen konnte, tauchte in mir ein neuer Traum auf: Ich wollte eine Detektei aufmachen.

Als drei Jahre zuvor mein Sohn Benjamin von zu Hause ausgezogen war, hatte ich mein Reihenhaus in Galgebakken gegen eine kleine Zweizimmerwohnung im Wilkensvej in Frederiksberg eingetauscht. Ich hatte das erste Examen in Theologie abgelegt und brauchte nun eine Pause, was Griechisch und Hebräisch betraf.

Ich bin ausgebildete Krankenschwester, außerdem halbe Theologin, und aus irgendeinem Grund fand ich es nur natürlich, nun als Privatdetektivin mein Glück zu versuchen. Die Wege des Schicksals sind nun einmal unergründlich...

Meine schönen Pläne wurden dann aber durch einen Krankenhausaufenthalt durchkreuzt. Miriam, meine Ärztin, hatte in meinem Unterleib einen Knoten von der Größe einer Avocado festgestellt. Nach einer längeren Diskussion mit dem Oberarzt, der mir riet, die Gebärmutter entfernen zu lassen, ließ ich mich einweisen. Allerdings unter der Bedingung, daß sie die Finger von meiner Gebärmutter ließen, so lange das noch zu verantworten war, und so geschah es dann auch.

"Du solltest dir ein Beispiel an meiner Schwester nehmen", sagte sie. "Und Starthilfe beantragen. Sie hat ein Sonnenstudio aufgemacht, und das läuft wie geschmiert."

"Was ist denn Starthilfe?" fragte ich, und sie erklärte mir alles.

"Aber du mußt seit mindestens fünf Monaten arbeitslos sein", sagte sie schließlich und schlug meine Decke beiseite.

Das ist doch geradezu perfekt, dachte ich und spürte einen Stich im Oberschenkel. Als ich mich von der Universität beurlauben ließ, hatte ich mich bei der Studiendarlehenskasse gemeldet. Zwischendurch hatte ich zwar Konfirmationsunterricht gegeben, aber wenn ich das richtig verstand, war ich trotzdem seit mindestens fünf Monaten arbeitslos.

Hin und weg von meinen Plänen und reichlich benebelt von der Beruhigungsspritze wurde ich zum OP gefahren. Mein letzter Gedanke, ehe ich in die Narkose entschwebte, galt der Telefonnummer der Darlehenskasse.

Als ich erwachte, stand mein Bett in einem Sechs-Personen-Zimmer mit blauen Wänden und weißen

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