text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Schwarze Wut Thriller von Slaughter, Karin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.05.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Schwarze Wut

Sara Linton und Will Trent sind wieder im Einsatz - aber diesmal auf gegnerischen Seiten ... Als krimineller Biker getarnt kommt Will Trent nach Macon, Georgia, um die Drahtzieher im dortigen Drogengeschäft zu entlarven. Sollte er erkannt werden, ist er ein toter Mann. Doch die Sache wird noch komplizierter, als klar wird, dass Detective Lena Adams in den Fall verwickelt ist. Nach einer Razzia auf einen Fixertreff wurde sie in ihrem Haus überfallen. Dabei wurde ihr Mann Jared schwer verletzt und liegt seitdem im Koma. Sollte Sara Linton erfahren, dass ihr Stiefsohn Jared zwischen Leben und Tod schwebt, wird sie nicht nur nach Macon kommen und Lena zur Rede stellen - sondern sie könnte auch Wills Tarnung auffliegen lassen. Will muss um jeden Preis verhindern, dass sie sich in die Ermittlungen einmischt - andernfalls würde es bedeuten, dass sie diesmal auf gegnerischen Seiten stehen ... Karin Slaughter, Jahrgang 1971, stammt aus Atlanta, Georgia. 2003 erschien ihr Debütroman Belladonna, der sie sofort an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten und auf den Thriller-Olymp katapultierte. Ihre Romane um Rechtsmedizinerin Sara Linton, Polizeichef Jeffrey Tolliver und Ermittler Will Trent sind inzwischen in 37 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 35 Millionen Mal verkauft worden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 24.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641169374
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Unseen
    Größe: 1038 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Schwarze Wut

2.

Donnerstag

Atlanta, Georgia

A ufzüge in Krankenhäusern waren notorisch unzuverlässig, aber Sara Linton hatte den Eindruck, dass es in den Aufzügen im Grady Memorial in Atlanta ganz besonders knirschte. Trotzdem drückte sie wie ein Spielsüchtiger vor einem Automaten jedes Mal wieder in der vagen Hoffnung auf die Knöpfe, dass die Türen sich so schneller öffneten.

"Na, komm schon", murmelte Sara und starrte die Nummern über der Tür an, als könnte sie sie dazu zwingen, auf sieben zu springen. Mit den Händen in den Taschen ihres weißen Laborkittels stand sie da, während die Anzeige auf zehn sprang, auf neun und dann bei acht stehen blieb.

Sara tippte mit dem Fuß auf den Boden und sah auf die Uhr. Und dann packte sie das kalte Grauen, als sie Oliver Gittings durch die Aufzugtür treten sah.

Als fest angestellte Kinderärztin in der Notaufnahme des Grady Hospital war Sara verantwortlich für eine Gruppe von Studenten, die sich - trotz gewisser Indizien, die auf das Gegenteil hindeuteten - einbildeten, eines Tages Ärzte werden zu wollen. Die Nachtschichten waren besonders mühsam. Der Mond hatte etwas an sich, was ihre kleinen Hirne in Brei zu verwandeln schien. Sara fragte sich oft, wie einige von ihnen es überhaupt schafften, sich alleine anzuziehen, geschweige denn die Aufnahmeprüfungen für die medizinische Fakultät gemeistert hatten.

Oliver Gittings war eines der besseren Beispiele. Oder der schlimmeren, wie es öfter der Fall war. In den letzten acht Stunden hatte er es geschafft, sich eine Urinprobe über den Kittel zu kippen und sich versehentlich ein steriles Tuch an den Ärmel zu nähen. Zumindest hoffte sie, dass es ein Versehen gewesen war.

"Dr. Linton ..."

"Kommen Sie mit", sagte Sara, verließ den Aufzug und ging zur Treppe.

"Wie gut, dass ich Sie gefunden habe." Oliver rannte hinter ihr her wie ein eifriges Hündchen. "Es hat sich da ein interessanter Fall ergeben ..."

Oliver fand all seine Fälle interessant.

"Geben Sie mir die Eckdaten."

"Ein sechsjähriges Mädchen", sagte er und zog zweimal an der Ausgangstür, bevor er merkte, dass sie in die andere Richtung aufging. "Mom erzählt, das Mädchen hat sie mitten in der Nacht geweckt, weil sie einen Schluck Wasser will. Sie gehen die Treppe runter. Das Mädchen stolpert. Mom packt sie am Arm. Irgendwas knackt. Das Mädchen fängt an zu schreien. Mom bringt sie hierher."

Sara ging voraus die Treppe hinunter. "Und die Röntgenaufnahme zeigte eine Torsionsfraktur", mutmaßte sie.

"Ja. Das Mädchen hatte eine Quetschung hier am Arm ..."

Sara drehte sich um, um zu sehen, wohin er deutete. "Das heißt, Sie vermuten einen Missbrauch. Haben Sie eine Gesamtuntersuchung des Skeletts angeordnet?"

"Ja, aber die Radiologie ist dicht. Meine Schicht ist fast vorbei. Ich dachte mir, stattdessen reagiere ich lieber gleich und rufe D-FACS an, damit Bewegung in die Sache kommt."

Sara blieb abrupt stehen. Die Division of Family und Children's Services, so etwas wie das Jugendamt. "Wollen Sie sich wirklich so weit aus dem Fenster hängen und das Kind dem System überantworten?"

Oliver zuckte mit den Schultern. "Das Mädchen ist zu still. Und die Mutter ist nervös, unwirsch. Sie will nur wissen, wann sie wieder gehen können."

"Wie lange sind sie schon hier?"

"Keine Ahnung. Ich glaube, die Aufnahme war gegen eins."

Sara sah erneut auf die Uhr. "Es ist jetzt 5.58 Uhr in der Früh. Sie sind schon die ganze Nacht hier. Ich würde auch gehen wollen. Sonst noch was?"

Allmählich schienen Oliver die ersten Zweifel zu beschleichen. "Na ja, der Bruch ..."

Sara ging weiter die Treppe hinunter. "Kein spezifischer Bruch weist eindeutig und ausschließlich auf Kindesmisshandlung hin. Wenn Sie D-FACS anrufen, wird das zu einer juristischen Angelegenheit. Wenn die Mutter eine Missbrauchstäterin ist, wollen Sie sie nicht damit durchkommen las

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen