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Schwelende Feuer Roman von Brown, Sandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.09.2014
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Schwelende Feuer

Als junges Mädchen verließ Schyler Crandall, die Adoptivtochter des mächtigsten Mannes in Heaven, die Stadt mit gebrochenem Herzen. Als attraktive, erfolgreiche Frau, die genau weiß, was sie will, kehrt sie zurück. Schon nach kurzer Zeit hat sie das Gefühl, sie sticht in ein Wespennest: dunkle Affären, hinterhältige Intrigen, bei denen offenbar ihre durchtriebene kleine Schwester Tricia die Finger im Spiel hat. Das Imperium ihres Vaters steht kurz vor dem Ruin. Auch Cash, ebenso verführerisch wie undurchschaubar, ist in die Sache verwickelt. Doch kein Mann hat Schyler bisher so um den Verstand gebracht und konnte ihr so gefährlich werden wie er ...

Sandra Brown arbeitete als Schauspielerin und TV-Journalistin, bevor sie mit ihrem Roman "Trügerischer Spiegel" auf Anhieb einen großen Erfolg landete. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten internationalen Autorinnen, die mit jedem ihrer Bücher weltweit Spitzenplätze der Bestsellerlisten erreicht. Sandra Brown lebt mit ihrer Familie abwechselnd in Texas und South Carolina.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 15.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641101855
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Slow Heat in Heaven
    Größe: 803kBytes
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Schwelende Feuer

1. Kapitel

Im ersten Moment war sie nicht sicher, ob er wirklich dort stand.

Sie hatte gedöst; den Kopf auf dem A rm, der eingeschlafen war und anfing zu kribbeln. Sie schlug die A ugen auf, streckte sich wohlig und schaute zur Seite. Da sah sie ihn. Und mit einem Schlag war das lästige Kribbeln im A rm vergessen.

Zunächst glaubte sie, ihre A ugen würden ihr einen Streich spielen; vielleicht lag es auch nur an ihrer Schläfrigkeit und der T rägheit dieses heißen Sommernachmittags. Sie zwinkerte mehrmals. Doch er stand immer noch dort.

Die Umrisse seines Körpers waren so detailliert zu erkennen, als wären sie aus schwarzem Karton mit einer Nagelschere ausgeschnitten. Deutlich zeichnete er sich vor der untergehenden Sonne ab, die in einer wahren Lichtkaskade von Zinnoberrot bis Gold am Horizont versank.

Reglos stand er dort, wie die Kiefern, die aussahen wie majestätische und hoch aufgeschossene W ächter. Kein W indhauch rührte in ihren Zweigen. Schyler selbst lag unter einer Lebenseiche, von deren Ästen Spanisches Moos herabhing, trauriger als sonst wegen der unerbittlichen Hitze.

Die regungslose Gestalt war eindeutig männlich. Ebenso die Pose. O ja, seine Pose war aufreizend und arrogant männlich; das Knie leicht gebeugt, die Hüfte herausgestellt.

Es war ein höchst unbehagliches Gefühl, aus einem Nickerchen zu erwachen und festzustellen, dass keine 20 Meter entfernt jemand stand und einen schweigend und lauernd wie ein Raubtier beobachtete. Und noch beunruhigender war es, dass dieser J emand ein selbstsicheres männliches W esen war, in dessen A ugen sie selbst der Eindringling war.

Doch was Schyler am meisten beunruhigte, war die große Hacke, die er auf den Schultern trug. Ein an sich harmloses Bild. Seine Handgelenke lagen über dem Stiel, die Hände baumelten herab. In London hätte ein Mann mit einer Hacke über der Schulter sicher einiges A ufsehen erregt. Im ländlichen Louisiana dagegen war das während des Sommers ein vertrauter Anblick.

Nur, dass es in diesem T eil von Belle T erre nicht mal mehr ein Zwiebelbeet gab. Die Felder hier waren Stoppelfelder, das Gemüse wurde Meilen entfernt angebaut. A lso hatte Schyler allen Grund, beunruhigt zu sein. Die Sonne ging bereits unter, und sie war ein gutes Stück von zu Hause entfernt.

Sie hätte ihn zur Rede stellen und verlangen können, dass er ihr sagte, wer er war und was er hier auf ihrem Grund und Boden zu suchen hatte. Doch sie sagte nichts; vielleicht weil er so aussah, als würde er viel eher als sie selbst hierher nach Belle T erre gehören. Er verschmolz mit der Umgebung, war eins mit ihr. Im V ergleich dazu schien sie völlig fehl am Platz und auffällig.

Sie konnte nicht sagen, wie lange sie einander angestarrt hatten. Zumindest nahm sie an, dass auch er sie anstarrte, denn sie konnte sein Gesicht nicht klar erkennen und noch weniger ausmachen, was er sich so eindringlich besah. Doch ihr Instinkt sagte ihr, dass er sie beobachtete, und zwar schon eine ganz W eile. Diese entnervende T atsache ließ sie schließlich handeln. Sie setzte sich auf.

Er kam auf sie zu.

Seine Schritte verursachten kaum ein Rascheln im knöchelhohen Gras. Er bewegte sich geräuschlos und geschmeidig, ließ die Hacke von der Schulter gleiten und hielt den langen Stiel mit beiden Händen.

Alle Ratschläge zur Selbstverteidigung, die Schyler jemals gehört hatte, verzogen sich nun feige in den hintersten W inkel ihres Bewusstseins. Sie konnte sich

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