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Sechzig Sekunden Thriller von Hankins, James (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.10.2016
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Sechzig Sekunden

Das Gesicht oder beide Füße verlieren? Alle Zähne oder ein Ohr? Sich selbst umbringen oder zusehen, wie die eigene Frau erschossen wird? Ein perfider Killer treibt in Boston sein Unwesen. Er stellt seine Opfer vor die Wahl. Sechzig Sekunden haben sie Zeit, sich zwischen zwei Optionen zu entscheiden - eine grausamer als die andere. Detective John Spader ermittelt auf Hochtouren. Doch schon bald gerät er selbst ins Visier des Täters - und das Leben seiner Familie steht auf dem Spiel ... James Hankins wuchs in New Jersey auf und hat als Drehbuchautor gearbeitet, ehe er sich nach seinem Jurastudium als Anwalt in Boston niederließ und für eine der größten Anwaltskanzleien der USA arbeitete. Mittlerweile widmet er sich ganz dem Schreiben sowie der Erziehung seiner Zwillingssöhne.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 04.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492975568
    Verlag: Piper
    Größe: 923kBytes
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Sechzig Sekunden

EINS

Peter Lisbon wurde von einer Stimme geweckt. Einer eigenartigen Stimme. Unnatürlich. Da war sie wieder, diese eigenartige Stimme. "Aufwachen, Peter."

Irgendwas ist komisch an dieser Stimme , dachte Lisbon. Mehr kam ihm dazu nicht in den Sinn. Das Denken fiel ihm schwer. Sein Verstand war ... benebelt.

"Öffnen Sie jetzt die Augen, Peter", hörte er. "Sie müssen jetzt aufwachen. Sie müssen über etwas nachdenken. Eine schwierige Entscheidung treffen."

Was war mit dieser Stimme los? Sie war schrill und nasal, bebte ein wenig und klang ... wie eine Automaten- oder Roboterstimme oder ... so. Sie klang einfach durch und durch falsch, und sie gehörte nicht in sein Schlafzimmer.

Lisbon schlug die Augen auf und stellte fest, dass er nicht im Bett lag, wo er eigentlich hätte sein sollen. Er lag nicht einmal, sondern saß auf einem Stuhl. Er hob den Kopf, der viel schwerer als sonst war, und blinzelte, um die Benommenheit abzuschütteln. Das Licht war aus, doch er sah, dass er sich noch in seinem Schlafzimmer befand und mitten im Raum auf einem Stuhl saß. Denjenigen, der gesprochen hatte, konnte er nicht sehen.

"Sie haben bestimmt eine Menge Fragen, Peter." Wieder diese schaurig bebende Stimme. Sie klang wie eine Kreuzung aus einem Roboter und einem Munchkin aus Der Zauberer von Oz . "Allerdings habe ich keine Zeit, sie Ihnen zu beantworten. Aber damit wir vorankommen, werde ich Ihnen die Situation erklären. Zunächst muss ich Ihnen sagen, dass Sie mit Industrieklebeband an diesen Stuhl gefesselt sind. Robustes Zeug, mehrmals um Sie herumgewickelt. Sie können sich nicht aus eigener Kraft befreien."

O Gott! Es stimmte, stellte Lisbon fest, als er versuchte, sich zu bewegen. Breites silbernes Industrieklebeband war um seine Brust gewickelt. Seine Arme waren an den Armlehnen des Stuhls festgeklebt, seine Beine an den Stuhlbeinen. Heilige Scheiße! Er war an einen Stuhl gefesselt.

Er war völlig hilflos.

Und diese Stimme. Sie kam aus nächster Nähe, aus der Dunkelheit gleich hinter ihm.

"Sicher fragen Sie sich, wie Sie auf diesem Stuhl gelandet sind." Die schrille, vibrierende Stimme klang schrecklich fremd und zugleich schrecklich vertraut. Wie war das möglich? Wie konnte eine Stimme wie diese ihm vertraut erscheinen? "Tja, ich will Ihnen sagen, wie Sie da gelandet sind. Während Sie wie ein Engel in Ihrem Bett geschlafen haben, habe ich Ihnen einen mit Chloroform getränkten Lappen auf die Nase gedrückt. Als Sie bewusstlos waren, habe ich Sie auf diesen Stuhl gesetzt und daran festgeklebt. Und da wären wir jetzt."

Eine Erinnerung schoss Lisbon durch den Kopf, eine Erinnerung an etwas Weiches, das ihm an die Nase gehalten wurde, an einen widerlich süßlichen Geruch, und dann nichts ... bis diese bizarre Stimme ertönt war.

"Ich habe das Licht Ihretwegen aus gelassen, Peter. Ich dachte, es ist sicher leichter für Sie, wenn wir uns da ganz allmählich herantasten."

Der Mond schien träge durch die Fenster herein. Sein fahles Licht leuchtete die Schlafzimmerlandschaft nicht aus, sodass die Gestalt, die nun direkt vor Lisbon trat, nur schattenhaft zu erkennen war. Der Mann war von kräftiger Statur, und sein Kopf, den Lisbon nur als Silhouette sah, war ... du lieber Gott, er hatte eine ganz und gar absonderliche Form. Zu groß. Die Wangen zu breit. Und dort, wo die Augen hätten sein müssen ... war das da wirklich ein hellgrünes Leuchten?

Lisbon versuchte zu sprechen, wollte fragen, was der Mann wollte - falls das da überhaupt ein Mann war -, doch der zugeklebte Mund hinderte ihn daran.

Peter Lisbon war kein ängstlicher Mann. Allein in den letzten sechs Monaten hatte er seinen ersten Solo-Fallschirmsprung absolviert und &nb

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