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Sein Blut soll fließen Thriller von Rankin, Ian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.09.2009
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Sein Blut soll fließen

Knallhart und atemberaubend spannend
Gordon Reeve hat seine Vergangenheit bei der Spezialeinheit SAS längst hinter sich gelassen: Mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn führt er ein friedliches Leben als Survival Trainer in den Schottischen Highlands. Doch als sein Bruder ums Leben kommt, seine Familie beschattet und sein Haus überwacht wird, werden die Erinnerungen wach. Erinnerungen an seine Zeit als Undercover-Agent. Und an seinen damaligen Partner, der sein schlimmster Feind wurde. Nun ist seine Nemesis zurück - und Gordons härtester Kampf hat gerade erst begonnen ...

Ian Rankin, geboren 1960, ist Großbritanniens führender Krimiautor, seine Romane sind aus den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Ian Rankin wurde unter anderem mit dem Gold Dagger für 'Das Souvenir des Mörders', dem Edgar Allan Poe Award für 'Tore der Finsternis' und dem Deutschen Krimipreis für 'Die Kinder des Todes' ausgezeichnet. 'So soll er sterben' und 'Im Namen der Toten' erhielten jeweils als bester Spannungsroman des Jahres den renommierten British Book Award. Für seine Verdienste um die Literatur wurde Ian Rankin mit dem 'Order of the British Empire' ausgezeichnet.
Mit 'Ein Rest von Schuld' hatte Ian Rankin seinen Ermittler John Rebus nach 17 Fällen in den Ruhestand geschickt und ließ Inspector Malcolm Fox die Bühne betreten. Doch mit 'Mädchengrab' kehrte Rebus wieder zurück.
Ian Rankin lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Edinburgh.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 22.09.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641028381
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Blood Hunt
    Größe: 624 kBytes
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Sein Blut soll fließen

1 Er stand am Rande des Abgrunds und starrte hinunter. Ohne Angst, ohne irgendeine Empfindung, abgesehen vom Brennen in seinen Lungen, dem dumpfen Schmerz in den Waden. Er wusste, dass Starren nie etwas Einseitiges war. Es war wechselseitig. Okay, dachte er, genug gestarrt, Schluss damit. Der Sturz, dachte er - es ist nicht der Sturz, der dich umbringt, es ist der Boden, auf dem er endet. Es ist die Schwerkraft, der fatale Sog des Planeten. Am Grund der Spalte war Wasser, die Flut kam gerade herein, die Gischt strudelte gegen die senkrechten Wände. Er hörte das Wasser, konnte es in dem dürftigen Rest von Tageslicht aber kaum sehen. Schließlich atmete er tief ein und trat zurück, streckte das Kreuz durch. Nur noch eine Stunde bis zur Dämmerung: nicht viel Zeit. Jetzt würden sie ihn nicht mehr finden. Rund fünfundsiebzig Minuten vorher war er nur mit Glück davongekommen, aber einmal pro Einsatz war ein bisschen Glück ja wohl erlaubt. Wenigstens waren seine Verfolger jetzt leise. Sie schrien sich keine unüberlegten Befehle mehr zu, die in der windstillen Luft weit trugen, klar und deutlich bis dorthin, wo er lauerte. Sie hatten sich in Zwei-Mann-Patrouillen aufgeteilt. Er fragte sich, wessen Idee das wohl gewesen war. Mittlerweile wussten sie vermutlich, dass die Zeit gegen sie arbeitete, spürten auch die Müdigkeit, die Kälte und den Hunger. Sie würden vor ihm aufgeben. Darin bestand sein Vorteil. Es war kein physischer Vorteil - manche von ihnen waren jünger, fitter, stärker als er -, sondern ein psychischer. Der größte Vorteil, den es überhaupt gab. Er hob den Kopf und horchte, atmete den Geruch des nassen Adlerfarns, der kleinen mattfarbenen Knospen. Die Luft war elektrisch geladen. In der Ferne wegziehende Gewitterwolken. Erneut hatte sich ein Platzregen über das Land ergossen. Nichts untergrub die Moral mehr, als immer wieder durchweicht zu werden. Ihre Moral, nicht seine. In einem Umkreis von mindestens fünfzehnhundert Metern war die Luft rein. Niemand war in der Nähe. Heute würde keiner von ihnen ein Blutmal bekommen. Er rief sich zur Ordnung. Selbstüberschätzung. Davor musste man sich hüten. Der gefährlichste Teil eines Einsatzes, jedes Einsatzes, war der letzte Teil - diese letzten paar Stunden oder Minuten, oder sogar Sekunden. Die Konzentration lässt nach, und schließlich die Körperspannung. Und dann macht man Fehler. Er schüttelte heftig den Kopf; spürte den Schmerz in den Schultern. Er schleppte fünfunddreißig Kilo Ausrüstung mit sich herum, was noch vor fünf oder zehn Jahren nichts gewesen wäre - auf den Falklands hatte er doppelt so viel getragen; bei manchen früheren SAS-Einsätzen sogar noch mehr -, aber jetzt trug er den Rucksack seit sechsunddreißig Stunden, und das Ding war nass und schwer. Nach einem Blick auf die Landkarte brach er wieder auf, stapfte rückwärts durch den Schlamm, ging manchmal auch im Kreis, so dass er seine eigene Spur kreuzte. Er war stolz auf all diese Täuschungsmanöver - Manöver, die seinen Verfolgern wahrscheinlich nicht einmal auffallen würden. Vielleicht hatten sie schon kehrtgemacht. Aber es ging überhaupt nicht um sie. Es ging um ihn . Das hatte für ihn noch nie, auch nur einen Augenblick lang, in Frage gestanden. Er fing wieder an zu klettern, stieß sich, den Rücken zum Hang, den Rucksack jetzt vor die Brust geschnallt, mit den Absätzen höher und höher. Kurz unterhalb des Kamms hielt er inne, horchte und hörte ein Geräusch, das nur zu leicht zu identifizieren war: Papier, das zerrissen und dann zusammengeknüllt wurde. Das Stanniolpapierkügelchen prallte dicht neben ihm auf und blieb dort liegen. Er hörte keine Schritte; weder näherkommende noch sich entfernende - und keine Stimmen. Eine Wache also; ein einsamer Beobachter. Vielleicht Teil eines Beobachtungspostens, was zwei Mann bedeuten würde. Schließlich hatten sie sich in Zwei-Mann-Patrouillen a

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