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Seuchenschiff Ein Juan-Cabrillo-Roman von Cussler, Clive (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.01.2015
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Seuchenschiff

Juan Cabrillo und die Crew der Oregon entdecken ein führerlos treibendes Kreuzfahrtschiff. Hunderte Leichen liegen an Deck. Sofort setzt Cabrillo alles daran, die skrupellosen Hintermänner des Massenmords ausfindig zu machen, doch ihre finsteren Pläne scheinen bereits unaufhaltbar zu sein - wenn die Oregon-Crew nicht schnell genug ist ...

Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein "New York Times"-Bestseller. Auch auf der deutschen SPIEGEL-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2020 in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 640
    Erscheinungsdatum: 29.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641151997
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Juan Cabrillo 5
    Originaltitel: Plague Ship
    Größe: 1407 kBytes
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Seuchenschiff

2

Bandar Abbas, Iran
Gegenwart

Der marode aussehende Frachter hatte lange genug vor dem geschäftigen Hafen von Bandar Abbas vor Anker gelegen, um beim iranischen Militär Misstrauen zu wecken. Ein bewaffnetes Patrouillenboot wurde von der nahe gelegenen Marinebasis in Marsch gesetzt und flitzte durch die seichten azurblauen Gewässer auf das etwa hundertachtzig Meter lange Schiff zu.

Das Schiff hatte den Namen Norego und war in Panama registriert, wenn man sich auf die Flagge am Flaggenmast verließ. Dem Aussehen nach war die Norego für den Containerdienst umgebaut worden, nachdem sie in ihren früheren Zeiten als reguläres Frachtschiff gedient hatte. Auf ihrem Deck ragten fünf Frachtkräne wie astlose Bäume in die Luft, drei auf dem vorderen Teil und zwei weiter hinten. Um sie herum waren hellfarbene Container bis dicht unter die Fenster der Kommandobrücke gestapelt. Trotz der großen Zahl von Containern lag das Schiff so hoch im Wasser, dass mindestens fünf Meter roter Schutzfarbe unterhalb der Ladelinie zu sehen waren. Der Rumpf war einheitlich blau gestrichen, machte jedoch den Eindruck, als hätte er schon lange keine frische Farbe mehr gesehen, während die Aufbauten in einem tristen Grünton gehalten waren. Die beiden Schornsteine wirkten derart von Ruß geschwärzt, dass von ihrer ursprünglichen Farbe so gut wie nichts mehr zu erkennen war. Dünne Rauchfäden kräuselten sich aus den Kaminen und hingen als dunkle Wolke über dem Schiff.

Ein Gerüst aus Stahlverstrebungen war vom überhängenden Teil des Schiffshecks herabgelassen worden, und Männer in ölverschmierten Overalls waren am Steuerruder mit Reparaturarbeiten beschäftigt.

Als das Patrouillenboot in Rufweite kam, hielt der NCO, der als Kapitän des kleinen Gefährts fungierte, ein Megaphon an seinen Mund. »Ahoi, Norego«, rief er auf Farsi. »Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass wir an Bord kommen.« Muhammad Ghami wiederholte seine Worte auf Englisch, der internationalen Verkehrssprache der Handelsschifffahrt.

Wenige Sekunden später erschien ein stark übergewichtiger Mann in einem verschwitzten Offiziershemd am oberen Ende der Gangway. Mit dem Kopf gab er einem Untergebenen ein Zeichen, und die Jakobsleiter wurde herabgelassen.

Während sie sich näherten, erkannte Ghami auf den Schultern des Mannes Kapitänsepauletten und fragte sich, wie sich ein Mann mit einem solchen Rang derart gehen lassen konnte. Der Chef der Norego schleppte einen Wanst vor sich her, der gut zwanzig Zentimeter über seinen Gürtel hing. Unter seiner weißen Mütze glänzte das Haar ölig schwarz mit grauen Strähnen, und sein Gesicht war voller Bartstoppeln. Ghami konnte nur vermuten, wo die Eigentümer eines derart heruntergekommenen Schiffes einen solchen Kerl aufgetrieben hatten, der es führen sollte.

Während einer seiner Männer hinter dem Kaliber .50-Maschinengewehr des Patrouillenbootes Posten bezog, bedeutete Ghami einem anderen Matrosen, das halbstarre Schlauchboot an der Gangway zu vertäuen. Ein weiterer Matrose hielt sich mit einem AK-47 über der Schulter in seiner Nähe. Ghami vergewisserte sich, dass die Klappe über seinem Holster geschlossen war, und sprang auf die unterste Stufe der Leiter. Sein erster Offizier folgte ihm. Während er nach oben stieg, beobachtete er, wie der Kapitän versuchte, sein Haar zu ordnen und sein schmuddeliges Hemd glattzustreichen. Er erzielte mit beiden Gesten jedoch kaum eine Wirkung.

Ghami erreichte das Deck und stellte fest, dass die Platten an einigen Stellen gerissen waren und seit Jahrzehnten keine Farbe mehr gesehen hatten. Rost bedeckte in einer dicken Schicht jede Oberfläche - bis auf die der Container, die wahrscheinlich noch nicht lange genug an Bord standen, um in ähnlicher Weise unter der Nachlässigkeit der Mannschaft zu leiden. In der Reling klafften Lücken, die mit Kettenabschnitten geflickt worden waren, und die Korrosion hatte

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