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Sherlock Holmes, Band 1: Der Atem Gottes von Adams, Guy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.05.2014
  • Verlag: Panini
eBook (ePUB)
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Sherlock Holmes, Band 1: Der Atem Gottes

DIE TOTEN ERHEBEN SICH. Im Londoner Schnee wird die zerschmetterte Leiche eines Mannes gefunden, doch nichts deutet auf die genaueren Umstände seines Todes hin. Sherlock Holmes und Dr. Watson begeben sich nach Schottland, um sich mit der einzigen Person zu treffen, die bei der Aufklärung angeblich helfen kann: Aleister Crowley. Als sie mit scheinbar dunklen Mächten konfrontiert werden, die selbst den genialen Detektiv an seinem Sinn für Realität zweifeln lassen, versammeln Holmes und Watson einige der bekanntesten Spezialisten des Okkulten um sich. Während sich das Jahrhundert seinem Ende zuneigt, scheint es, als sei London kurz davor, in einen höllischen Abgrund gerissen zu werden, der alles Leben zu verschlingen droht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 14.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833228865
    Verlag: Panini
    Größe: 2238 kBytes
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Sherlock Holmes, Band 1: Der Atem Gottes

3. Kapitel
D ie G eschichte des A rztes

"Es wird Sie nicht überraschen", sagte unser Gast, "dass meine Arbeit häufig skeptisch betrachtet wird. Diejenigen, die über meine Praxis reden, gehen großzügig mit ihrem Spott um, doch der wird übertroffen von der Dankbarkeit der wenigen Glücklichen, denen ich zu helfen vermag. Dieses Gleichgewicht erklärt vielleicht, weshalb es mir so leicht fällt, mich über meine Verleumder zu erheben. Davon abgesehen gebe ich mich keinen wirren oder irrationalen Theorien und Praktiken hin, wie meine Kritiker oft annehmen. Meine Arbeit basiert auf fundiertem Wissen. Ich habe fünf Jahre meines Lebens damit verbracht, das, was man mich über den Körper gelehrt hat, auf den Geist zu übertragen. Auf der ganzen Welt habe ich studiert, von den Aschrams am Fluss Sabarmati bis zu den Tempeln in den unzugänglichsten Regionen Tibets."

"Mein Freund weiß auch einiges über Tibet", warf ich in der Hoffnung ein, dies könne das Fundament gegenseitigen Respekts zwischen Klient und Detektiv bilden.

"Wo man Wissen erlangt, ist unerheblich. Nur sein intellektueller Wert zählt", sagte Holmes und wischte meinen Einwurf mit einer Geste weg. "Dr. Silence, könnten wir bitte das Reich der Rechtfertigung verlassen und in das der Information vordringen? Sagen Sie mir, welche Nachforschungen ich anstellen soll."

"Gerne, allerdings werden Sie bald erkennen, dass ich eigentlich kein potenzieller Klient, sondern eher ein Bote bin.

Seit einem oder zwei Jahren praktiziere ich weniger Medizin. Meine esoterischen Dienste werden häufiger benötigt und ich widme ihnen mehr und mehr Zeit. Gestern suchte mich jedoch ein alter medizinischer Patient auf, ein Matrose, den ich nach einem Unfall in der Takelage, bei dem er beinahe sein linkes Bein verloren hätte, behandelt habe."

Silence erzählte seine Geschichte:

"Simcox", begrüßte ich ihn. Ich bemerkte, dass er leicht hinkte, doch das war bei der Kälte dieses Winters nichts Ungewöhnliches. "Ich hoffe nicht, dass die alte Wunde Ihnen Ärger macht."

"Nein, Doktor", antwortete er. "Die alten Knochen sind stärker als je zuvor. Ich bin wegen jemand anderem hier. Erinnern Sie sich an meine Elsa?"

Elsa war seine Tochter, ein hübsches kleines Ding, das bei meinen Besuchen im Haus der Simcox' an meinem Ellenbogen gehangen und meine Behandlung ebenso besorgt wie fasziniert beobachtet hatte. "Natürlich", versicherte ich ihm. "Was fehlt dem armen Mädchen denn?"

"Wenn ich das nur wüsste, Sir." Er ließ sich auf einen Stuhl sinken und schluchzte. Anscheinend war dieser sonst so phlegmatische Mann schon seit geraumer Zeit angespannt wie ein Seil in einer Takelage. Nun, da er hier war und hoffte, dass ich ihn von dieser Anspannung befreien konnte, verließ ihn die Kraft. Ich schüttete ihm einen Brandy aus der Karaffe ein, die ich für solche Fälle im Schrank aufbewahre – wir Ärzte wissen, dass manchmal die beste Medizin auch die einfachste ist –, und zwang ihn, einen Schluck zu trinken, bevor er weitere Erklärungsversuche unternahm.

"Entschuldigen Sie, Doktor", sagte er schließlich, "aber die letzten Tage waren zu viel für mich. Das Gewicht, das auf meinen Schultern lastet, hat mich einen Augenblick übermannt."

"Sie müssen sich nicht entschuldigen", versicherte ich ihm. "Ich hoffe nur, dass ich Ihnen helfen kann. Erzählen Sie mir alles."

"Es fing vor ungefä

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