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Sherlock Holmes: Die Armee des Dr. Moreau von Adams, Guy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.05.2014
  • Verlag: Panini
eBook (ePUB)
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Sherlock Holmes: Die Armee des Dr. Moreau

UMZINGELT VON WILDEN BESTIEN. In den Strassen Londons werden übel zugerichtete Leichen gefunden. Die Wunden deuten auf wilde Kreaturen hin, die es normalerweise nicht in der Stadt gibt. Sherlock Holmes erhält daraufhin Besuch von seinem Bruder Mycroft, der glaubt, dass die Morde die Handschrift von Dr. Moreau tragen - einem Wissenschaftler, der einstmals für die britische Regierung arbeitete. Er trat in die Fußstapfen Charles Darwins, doch dann wurden die Experimente urplötzlich gestoppt. Mycroft vermutet, dass Dr. Moreau sein Werk wieder aufgenommen hat und beauftragt seinen Bruder damit, den abtrünnigen Wissenschaftler aufzuspüren, bevor die Dinge außer Kontrolle geraten ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 14.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833228872
    Verlag: Panini
    Größe: 1412 kBytes
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Sherlock Holmes: Die Armee des Dr. Moreau

2. KAPITEL

"Nun", verkündete Holmes, "entweder steht das Land am Rande einer Katastrophe oder Mayfair hat von Mrs Hudsons Risotto erfahren." Er saß mit verschränkten Beinen vor dem Kamin und reckte den Kopf über den Rand seines tabakbefleckten Nests, das zeitweilig seinen Teppich verschandelte und aus Zeitungsstapeln und der Morgenpost erbaut war. Er zeigte zum Fenster. "Wenn ich mich nicht irre ..."

"Und das tun Sie nie."

Holmes lächelte. "... naht Mycroft."

Es klingelte.

"Gleich werden Sie mir sagen, dass Sie seine Pomade schon über eine halbe Meile hinweg riechen konnten", scherzte ich.

"Nein", gab Holmes lächelnd zu, "wenigstens nicht bei geschlossenem Fenster. Doch ich erkenne den Klang seiner Schritte mit Leichtigkeit. Außerdem gibt es nur wenige Männer in London, bei denen die Droschke vor Erleichterung quietscht, wenn sie aussteigen."

Ich hörte, wie die Haustüre sich öffnete und danach unsere Treppe ächzte.

"Ganz zu schweigen von der Qual unserer Dielen."

Wir lachten, als die Tür aufflog und die beachtliche Masse von Mycroft Holmes im Türrahmen erschien.

"Nur arme Leute wohnen im Obergeschoss", beschwerte er sich. "Sei doch so gut und trage deinem Kontostand Rechnung, indem du ein verdammtes Haus kaufst."

"Dann würde dir deine halbjährliche Leibesübung entgehen."

"Leibesübung? Ich bin über Leibesübungen hinaus. Nur Gehirnlose sind versessen auf Muskeln. Sie sind Mittel zum Zweck, mehr nicht."

Diese Worte hatte ich schon von Holmes gehört, aber ich beschloss, diese Tatsache nicht zu erwähnen. "Ein Mittel, das dringend der Instandhaltung bedarf, Mycroft", sagte ich. "Wann haben Sie sich das letzte Mal einer Untersuchung unterzogen? Sie atmen wie eine Bulldogge mit einer Schussverletzung."

"Großer Gott!", brüllte Mycroft und ließ sich in einen bedauernswerten Sessel fallen. "Seit wann muss ein Gentleman sich derartige Beleidigungen gefallen lassen?"

"Wenn es doch so viel zu beleidigen gibt", antwortete Holmes und brach in Gelächter aus. Dabei warf er die Reste seiner Morgenpost in die Luft, wo sie herumflatterten.

"Oh nein", sagte Mycroft und schaute mich an, "er schäumt ja geradezu über! Was ist los mit ihm?"

"Ich könnte mir vorstellen", antwortete ich, "dass er wegen der Aussicht auf Arbeit, die Sie möglicherweise mitbringen, aufgeregt ist. Wir haben gerade einen besonders komplizierten und ungewöhnlichen Fall abgeschlossen, und der Gedanke, dass er sich sofort in einen neuen verbeißen kann ..."

"Des einen Freud ist des anderen Leid", sagte Mycroft und schaute seinen Bruder finster an. "Was dir Vergnügen bereitet, droht in diesem Bauch, der euch beide so fasziniert, ein Magengeschwür hervorzurufen."

"Noch ein Magengeschwür?", seufzte ich und holte meine Medizintasche. Wenn Mycroft schon nicht zu einem Arzt ging, würde ich ihm eine medizinische Meinung aufzwingen, solange er zu erschöpft war, um sich zu bewegen.

"Nun machen Sie nicht so viel Aufhebens!", sagte er, als ich mich ihm näherte. Doch er hütete sich, mich ernsthaft abzuwehren, und so führte ich eine Grunduntersuchung durch. Holmes rief nach Kaffee von unten.

"Ihr Herz klingt wie der Faustkampf von Betrunkenen, und Ihr Blutdruck würde ausreichen, um den Nachtzug nach Glasgow anzutreiben. Sie müssen auf sich achten, sonst wird eines von b

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