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Sherlock Holmes und das Geheimnis der Pyramide von Franke, Franziska (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.10.2015
  • Verlag: KBV
eBook (ePUB)
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Sherlock Holmes und das Geheimnis der Pyramide

Pistole, Pfeife, Pharaonen Das berufliche Interesse an Mumifizierungstechniken der Pharaonenzeit führt den Meisterdetektiv in Begleitung seines zeitweiligen Assistenten David Tristram nach Ägypten. In Alexandria angekommen erwartet ihn unverhofft der Auftrag des Ausgräbers Doktor Jones, die verloren gegangene historische Landkarte aus dem Besitz des Veteranen Major Wallace wiederzubeschaffen. Holmes trifft auf den zwielichtigen koptischen Priester Menas, der nebenbei einen Kunsthandel betreibt und auf einen ebenso undurchsichtigen Kaufmann, der sich Saladin nennt. Doch noch bevor Holmes die vermisste Landkarte wiederfinden kann, wird auf dem Weg zu seiner Ausgrabungsstätte der Assistent des Majors ermordet - ein Verbrechen, das natürlich Holmes' ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich zieht. FRANZISKA FRANKE ... wurde in Leipzig geboren, hat nach ihrer Schulzeit, die sie in Essen, Schwetzingen und Wiesbaden verbrachte, an den Universitäten von Mainz und Frankfurt Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Kunstpädagogik studiert. Sie wohnt heute mit ihrem Mann in Mainz, wo sie freiberuflich in der Erwachsenenbildung tätig ist. Sherlock Holmes und die Büste der Primavera war ihr Debüt als Romanautorin bei KBV.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 340
    Erscheinungsdatum: 15.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954412730
    Verlag: KBV
    Größe: 1514 kBytes
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Sherlock Holmes und das Geheimnis der Pyramide

1. Alexandria

E igentlich war ich in meinen jungen Jahren recht reiselustig. Aber ich hätte gut auf den Besuch einer Stadt verzichten können, die so gar nicht meiner Vorstellung vom Orient entsprach. Von den zahlreichen Bauten, die Alexandria zu einer der berühmtesten Städte der Antike gemacht hatte, waren nur sehr wenige übrig geblieben. Auf dem Gelände des Leuchtturms - immerhin eines der sieben Weltwunder - befand sich eine verfallene, islamische Zitadelle. Nur ein römisches Theater und eine ebenfalls römische Ehrensäule waren erhalten. Es war der dritte Tag unseres Aufenthaltes in Alexandria und noch immer fragte ich mich, was wir eigentlich hier verloren hatten. Schlecht gelaunt dachte ich an die Seereise, die ich hinter mich gebracht hatte. Zwar verfügte das Dampfschiff über eine - wenn auch mäßig ausgestattete - Bibliothek und einen Salon erster Klasse, aber Holmes hatte seine Kabine kaum verlassen, während meine Frau sich mit Mrs Wallace, der Gemahlin eines redseligen Majors im Ruhestand, angefreundet hatte. Die anderen Passagiere waren größtenteils Touristen sowie englische Beamte und Offiziere auf dem Weg zu ihrem Einsatzort, die abends auf Königin Victoria anstießen, um sich dann über Pferde und Hunde zu unterhalten.

Alles hatte damit begonnen, dass mich eine Woche zuvor eine Depesche meiner Frau Violetta erreicht hatte, in der sie ihr Eintreffen in der maltesischen Hauptstadt La Valetta 1 ankündigte. Ich war auf Klagen und Vorwürfe wegen meiner langen Abwesenheit von zu Hause gefasst gewesen, aber es war ganz anders gekommen.

"Ich wollte schon immer nach Ägypten fahren. Da es dich nun einmal nach Malta verschlagen hat, sollten wir doch die Gelegenheit beim Schopf packen und weiterfahren", hatte sie mir freudestrahlend erklärt, kaum dass der Gepäckträger ihren Koffer in die Mietkutsche geladen hatte. "So trifft es sich gut, dass Mortimer Hopper 2 ägyptische Artefakte in sein Sortiment aufnehmen möchte. Er hat mir sogar einige Empfehlungsschreiben an Ausgräber und einheimische Händler mitgegeben ..."

"Du meinst wohl an Grabräuber und ihre Komplizen! Mister Hopper kennt bestimmt keine seriösen Archäologen", hatte ich erbost ihren Redeschwall unterbrochen. "Hat er dir wenigstens einen Vorschuss gezahlt?"

"Nein, aber wir erhalten eine Provision für die Kunstwerke, die wir für ihn erwerben."

Ich hatte schon den Mund zum Widerspruch geöffnet, als Holmes unverhofft sagte, dass er uns gerne begleiten würde. Angeblich interessierte er sich für altägyptische Mumifizierungstechniken. Doch ich vermutete eher, dass er sich langweilte.

Und so waren Holmes und nun ich auf dem Weg zu Doktor Trevor Jones, einem englischen Archäologen, der sich dauerhaft in Alexandria niedergelassen hatte. Während der Überfahrt hatte ich mich auf reich verzierte, orientalische Bauten gefreut, aber in Alexandria herrschte offenbar ein völlig europäischer Lebensstil. Irritiert beäugte ich durch das Droschkenfenster moderne Straßenzüge mit Gasbeleuchtung, vornehmen Läden, Kaffeehäusern, Hotels und Theatern. Wie ich meinem Reiseführer entnahm, war das Stadtzentrum durch den Aufstand des Ahmad Urabi Pascha arg heimgesucht worden, was die vielen modernen Bauten erklärte 3 . Die Stadt, etwa so groß wie Florenz 4 , war aber viel hektischer. Kein Wunder, dass die anderen Touristen auf unserer Fähre gleich nach Kairo weitergereist waren.

Wir überquerten den langgestreckten Mehmed Ali-Platz 5 , der von prächtigen Gebäuden wie dem Justizpalast und der anglikanischen Markus-Kirche gesäumt wurde. Die Grünanlage in seiner Mitte wurde von dem ehernen Reiterdenkmal Mehmed Ali Paschas dominiert, des ersten Khediven von Ägypten. Dann fuhren wir durch weitere breite Prachtstraßen, bis unsere Droschke endlich vor einem schmucken Haus anhielt, das genauso gut in Genua hätte stehen können. Später erfu

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