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Silent Scream - Wie lange kannst du schweigen? Kriminalroman von Marsons, Angela (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2016
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Silent Scream - Wie lange kannst du schweigen?

Eisig glitzert der Frost auf der tiefschwarzen Erde des Black Country, als die Geräte der forensischen Archäologen den Fund menschlicher Überreste anzeigen und Detective Kim Stone den Befehl zur Grabung erteilt. Nur wenige Schritte entfernt, aber im Nebel doch kaum sichtbar, liegt das verlassene Gebäude des Kinderheims. Eine der ehemaligen Angestellten ist bereits tot, und auch das Leben der verbliebenen hängt am seidenen Faden. Kim ist überzeugt, dass die Lösung des Falls im lehmigen Boden begraben liegt, doch um ihm auf den Grund zu kommen, muss sie sich den Dämonen ihrer eigenen Kindheit stellen. Und noch ahnt sie nicht, was sich in Crestwood zugetragen hat und mit wem sie sich anlegt ... Angela Marsons ist im Black Country, einer von Bergbau und Industrie geprägten Region Englands, geboren und aufgewachsen. Mit ihrer Partnerin lebt sie auch heute noch dort. Sie arbeitete lange Jahre in der Sicherheitsbranche, schreibt seit ihrer Jugend und veröffentliche mehrere erfolgreiche Kurzgeschichten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 01.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492972789
    Verlag: Piper
    Serie: Kim-Stone-Reihe 1
    Größe: 907 kBytes
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Silent Scream - Wie lange kannst du schweigen?

3

Vier Minuten nachdem sie den Anruf erhalten hatte, lenkte Kim den zehn Jahre alten Golf GTI aus der Einfahrt, den sie nur fuhr, wenn die Straßen vereist waren oder es aufgrund der Uhrzeit unsozial wäre, den donnernden Motor der Ninja anzuwerfen.

Die zerrissene, mit Öl, Schmierfett und Staub verdreckte Jeans hatte sie durch eine schwarze Leinenhose und ein schlichtes weißes T-Shirt ersetzt, und ihre Füße steckten jetzt in schwarzen Lacklederstiefeln mit flachen Absätzen. Ihr kurzes schwarzes Haar erforderte wenig Aufwand. Einmal rasch mit den Fingern durch, und fertig war sie.

Ihr Klient würde sich nicht daran stören.

Sie kurvte zum Ende der Straße. Das Fahrgefühl des Autos war ihr fremd. Es war zwar klein, doch Kim musste sich extrem auf den Abstand zu den geparkten Fahrzeugen konzentrieren. Das ganze Blech um sie herum kam ihr recht sperrig vor.

Gut anderthalb Kilometer vor dem Ziel fand der Brandgeruch den Weg durch die Lüftung ins Wageninnere. Je näher sie kam, desto stärker wurde er. Aus achthundert Metern Entfernung konnte sie eine schräg aufsteigende Rauchsäule erkennen, die über die Clent Hills zog. Ein paar Hundert Meter weiter, und Kim wusste, dass sie direkt darauf zusteuerte. Als zweitgrößte Einheit nach der Metropolitan Police war die West Midlands Police für fast 2,6 Millionen Bürger zuständig.

Das Black Country im Norden und Westen von Birmingham hatte sich im viktorianischen Zeitalter zu einer der am stärksten industrialisierten Regionen des Landes entwickelt. Der Name stammte von den überirdisch auftretenden Kohlevorkommen, die das Erdreich in weiten Teilen schwarz färbten. Die neunzig Meter dicke Schicht aus Erz und Kohle war die mächtigste in ganz Großbritannien.

Jetzt waren die Arbeitslosenraten in der Gegend die dritthöchsten im ganzen Land. Die Kleinkriminalität nahm stetig zu, genau wie antisoziales Verhalten.

Der Tatort lag direkt an der Hauptstraße, die Stourbridge und Hagley miteinander verband - eine Ecke, in der normalerweise nicht viele Gesetzesverstöße zu verzeichnen waren. Die Häuser nah an der Straße waren neue, großzügige Einfamilienheime mit blendend weißen römischen Säulen und bleiverglasten Fenstern. Ein Stück weiter die Straße runter lagen die Häuser weiter auseinander und waren beträchtlich älter.

Kim fuhr bis vor die Absperrung und parkte zwischen zwei Feuerwehrfahrzeugen. Wortlos hielt sie dem Beamten, der den Zugang bewachte, ihren Dienstausweis hin. Er nickte und hob das Absperrband, damit sie sich drunter durch ducken konnte.

"Was ist passiert?", fragte sie den ersten Feuerwehrmann, dem sie über den Weg lief.

Er zeigte auf die Überreste der ersten Zypresse am Rand des Grundstücks. "Das Feuer hat da angefangen und ist von einem Baum zum nächsten übergesprungen, bevor wir hier waren."

Kim bemerkte, dass von den dreizehn Zypressen, die die Grundstücksgrenze markierten, nur die beiden dicht am Haus nichts abbekommen hatten.

"Sie haben die Leiche gefunden?"

Er zeigte auf einen Feuerwehrmann, der auf dem Boden saß und mit einem Polizisten sprach. "Fast alle Nachbarn waren draußen, um sich das Spektakel anzusehen, aber dieses Haus blieb dunkel. Die Nachbarn versicherten uns, dass der schwarze Range Rover der Besitzerin gehörte und dass sie allein lebte."

Kim nickte und ging zu dem Feuerwehrmann, der auf dem Boden saß. Er war blass, und sie sah, dass seine rechte Hand leicht zitterte. Eine Leiche zu finden war kein Vergnügen, egal wie gut man ausgebildet war.

"Haben Sie im Haus etwas angefasst?", fragte sie.

Er überlegte eine Sekunde und schüttelte den Kopf. "Die Badezimmertür stand offen, aber ich bin nicht reingegangen."

An der Haustür blieb Kim stehen, um sich aus dem Pappkarton links davon blaue Plastiküberzüge für ihre Schuhe zu fischen.

Sie ging, zwei Stufen auf einmal nehmend, die Treppe hinauf und betrat das Badezimmer. Augenblicklich fie

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