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Skippermord in Bensersiel. Ostfrieslandkrimi von Uliczka, Rolf (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.11.2019
  • Verlag: Klarant
eBook (ePUB)
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Skippermord in Bensersiel. Ostfrieslandkrimi

Mit einer Leiche an Bord kehren zwei Krabbenfischer zurück von ihrem Fang in der Nordsee. Der aus dem Meer gefischte tote Psychologe war Freizeitskipper und Mitglied im Seglerverein von Bensersiel. Dass ein Mord vorliegt, ist für die Kommissare Nina Jürgens und Bert Linnig von der Kripo Wittmund schnell klar. Die Zusammenhänge jedoch sind rätselhaft: Handelt es sich um den Racheakt eines Teilnehmers der großen Segelregatta, den das Opfer vor wenigen Tagen um den Sieg gebracht hat? Und wie gelangte die Motoryacht des Skippers wieder in den Hafen von Bensersiel, während er längst tot in der Nordsee trieb? Hat der Mörder des Psychologen die Yacht seelenruhig zurückgebracht? Antworten auf die vielen offenen Fragen erhoffen sich die Ermittler von der Ehefrau des Opfers. Doch die ist seit Tagen spurlos verschwunden ... In der "Die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens ermitteln" - Reihe sind erschienen: 1. Hafenmord in Carolinensiel 2. Serienmord in Neuharlingersiel 3. Bauernmord in Bensersiel 4. Wattmord in Carolinensiel 5. Sektenmord in Neuharlingersiel 6. Campermord in Bensersiel 7. Kluntjesmord in Carolinensiel 8. Strandmord in Neuharlingersiel 9. Neu: Skippermord in Bensersiel Alle Ostfrieslandkrimis von Rolf Uliczka können unabhängig voneinander gelesen werden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 22.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783965860803
    Verlag: Klarant
    Größe: 324 kBytes
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Skippermord in Bensersiel. Ostfrieslandkrimi

Mit großer Freude widme ich dieses Buch unserer süßen kleinen Enkeltochter Lia. Sie erblickte an dem Tag im Oktober 2019 das Licht dieser Welt, als ich zu diesem Skipper-Krimi die finalen Worte schrieb. Wenn das keine Fügung ist. Wahrscheinlich wird sie mal genauso ein Faible für Sonne, Meer und Yachthäfen entwickeln wie ihr Vater. Natürlich verbinde ich damit auch die Hoffnung, dass Lia eines Tages, als erwachsene Frau, ebenfalls spannende Unterhaltung in den Büchern ihres Großvaters findet und sich dann über diese Widmung anlässlich ihrer Geburt freut.
1. Kapitel

Die Nordseeküste zeigte sich an diesem sonnigen Spätsommertag von ihrer besten Seite. Einige Segler nutzten das herrliche Wetter für einen kleinen Turn zu den malerischen der ostfriesischen Küste vorgelagerten Inseln. Am Himmel zogen, fast spiegelnd zu den weißen Segeln der Yachten, kleine weiße Wölkchen ihre Bahn. Die Sonne sorgte für eine angenehme Temperatur, die von den Nachsaisongästen an den Stränden dankbar genutzt wurde, um der Haut noch ein wenig Urlaubsbräune zu verschaffen.

Die See war relativ ruhig, nur eine ganz leichte Brise zog über die sanften Wellen. Um diese Jahreszeit, es war Anfang September, konnte es auch schon mal etwas ruppiger zugehen. Am Wochenende hatte die beliebte Rumfass-Regatta in Bensersiel unzählige Touristen aus dem Umland in den Hafen gezogen, dessen weithin sichtbaren futuristisch anmutenden Deichbrücken von Ferne wie die großen Brüder der filigranen Masten der Segelboote in der Steganlage des Yachthafens wirkten. Über das Wochenende hatte ruhiges Spätsommerwetter die Regatta begünstigt und nicht nur für ein gut gelauntes Publikum gesorgt.

Zur Freude der Feriengäste war das schöne Wetter auch zu Wochenbeginn geblieben und sollte noch ein paar Tage anhalten. Der Krabbenfischer Hauke Groot und sein Decksmann Immo Heyen, die in der Nacht zum Dienstag mit ablaufendem Wasser zu ihren Fanggebieten vor den Ostfriesischen Inseln unterwegs waren, genossen die Fahrt in den beginnenden Tag. Selbst diese hartgesottenen Seebären konnten sich dem romantischen Anblick nicht entziehen, als das tiefdunkle Blau am östlichen Horizont langsam in ein helles Türkis überging, bis daraus ein gleißendes Orange wurde, bevor der Sonnenball aus dem Meer aufzusteigen schien.

Neptun war ihnen heute besonders wohlgesonnen, und so waren sie bereits am frühen Nachmittag mit gut gefülltem Laderaum auf dem Weg zurück in ihren Heimathafen Bensersiel. Sie hatten auflaufendes Wasser, was sich für den Kutter sehr treibstoffsparend auswirkte. Hauke, der für seine Sparsamkeit unter den Kollegen bekannt war und heimlich schon mal der Schotte von Bensersiel genannt wurde, achtete bei seinen Fangplanungen immer penibel darauf, dass es mit ablaufendem Wasser raus und mit auflaufender Flut auf die Heimfahrt ging. Obwohl, dazu musste man kein Schotte sein, das machten seine Kollegen nämlich nicht anders. Die Strömung durch das Seegatt zwischen den Ostfriesischen Inseln Baltrum und Langeoog, die Accumer Ee, tat dann jedenfalls ein Übriges.

Die heutige Rückfahrt zum Heimathafen hätte man eigentlich als ein Träumchen bezeichnen können. Auch wenn Hauke und sein Fischereigehilfe als manchmal etwas raubeinige Seeleute das nie zugegeben hätten.

Dabei wäre einem aufmerksamen Beobachter sicher nicht entgangen, dass es einen Unterschied machen konnte, ob sich Fischer untereinander unterhielten oder auf einer ihrer Kutterfahrten mit Fahrgästen über das Thema Nordseeromantik sprachen, wenn sie zum Beispiel zu den Seehundsandbänken oder zum Schaufischen unterwegs waren. Verständlich, dass man sich unter Kollegen nicht als romantisches Weichei outen wollte. Hinzu kam noch die sprichwörtliche ostfriesische "schweigende Gesprächigkeit".

Gegenüber Feriengästen an Bord konnte sich das aber schon mal ändern. Da wurde so mancher verschlossen wirkende ostfriesische Krabbenkutterkapitän auf einmal so

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