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Sommeralptraum von Murphy, Gloria (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.09.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)

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Sommeralptraum

Spannend bis zur letzten Seite - raffinierter Nervenkitzel von einer Meisterin des Psychothrillers! Eigentlich wollte Robin ihre Sommerferien gar nicht im Ferienlager verbringen. Nur widerwillig hat sie sich dem Wunsch ihrer Eltern gefügt. Doch dann lernt sie die hinreißende Amelia kennen und fühlt sich sofort zu dem jungen Mädchen hingezogen. Die neue Freundschaft wird durch ein tragisches Ereignis zerstört: Bei einem heimlichen nächtlichen Ausflug ertrinkt Amelia; Robin kann die Freundin nicht mehr retten. Obwohl Robins Eltern alles tun, um ihr zu helfen, wird sie mit ihren Schuldgefühlen nicht fertig. Für das Mädchen hat ein Alptraum begonnen, aus dem es kein Entrinnen gibt...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 319
    Erscheinungsdatum: 12.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955305338
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1594 kBytes
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Sommeralptraum

Prolog

Robin breitete ihre purpurrot und schwarz gestreifte Steppdecke über der Matratze aus, schob mit dem Fuß die Kiste mit ihren Habseligkeiten unter das Feldbett, setzte sich und wartete ab. So langsam, wie das Auspacken und Bettenmachen vor sich ging, schätzte sie, daß es bestimmt noch gute zwanzig Minuten dauern würde, bis man sie aufforderte, zusammenzukommen und sich vorzustellen.

Da sie seit ihrem achten Lebensjahr, fünf Sommer in Folge, immer wieder dieselbe lästige Prozedur über sich hatte ergehen lassen müssen, war Robin nicht sonderlich erpicht darauf, sie auch noch ein sechstes Mal mitzumachen. Es war Daddys Entscheidung gewesen, daß sie einen weiteren Sommer in Camp Raintree in Maine verbringen sollte. Sie sah sich in ihrer Hütte um – kein einziges bekanntes Gesicht. Vielleicht war den anderen das Sommercamp ebenso verhaßt gewesen wie ihr. Aber die hatten ja auch nicht wiederkommen müssen. Das Mädchen, das in dem Feldbett neben ihr schlief, kaute auf ihrer Unterlippe, während sie immer wieder an dem steifen weißen Leinentuch zupfte und zerrte, das über ihre Matratze gebreitet war. Sie war klein und unwahrscheinlich dünn – vielleicht um ein Drittel schmaler als Robin –, und hatte seidiges gelbblondes Haar, das kurzgeschnitten war und ihr gerade bis zu den Ohrläppchen reichte.

"Du mußt hier nicht so pingelig sein", erklärte Robin ihr. "Die schauen hier nie nach."

Das Mädchen hob blinzelnd den Kopf.

Robin schlug eine Ecke ihrer Steppdecke auf. "Siehst du, ich habe überhaupt kein Bettuch."

Das Mädchen schenkte ihr ein schwaches Lächeln, strich eine nicht existierende Falte glatt und legte dann eine rosafarbene Strickdecke mit winzigen gehäkelten Rosenknospen am Fußende des Bettes zusammen. Robin warf einen Blick in die offenstehende Kiste des Mädchens: Ein gelber Regenmantel, ein Paar Stiefel und ein zusammengelegter Schirm waren in dem einen Fach, eine Plastiktasche mit Toilettenartikeln, eine kleine Flasche mit einem Multi-Vitamin-Präparat, ein rotes Tagebuch mit goldenem Blattornament und ein Buch im weißen Ledereinband in dem anderen verstaut. Alle Kleidungsstücke, die dazwischen untergebracht waren, waren feinsäuberlich gebügelt, zusammengelegt und aufeinandergestapelt.

"Hast du das selbst eingeräumt?"

Das Mädchen nickte.

Robin schwang sich vom Bett, zog ihre Kiste hervor und machte sie auf. "Ich auch."

Das Mädchen starrte auf die Hosen, Hemden, Turnschuhe und auf die Unterwäsche, die in einem wüsten Durcheinander dort drinnen lagen, schlug sich die Hand vor den Mund und fing zu kichern an.

"Wirst du nicht umgebracht dafür, daß du so schlampig bist?" fragte sie, als sie sich wieder beruhigt hatte.

Robin schüttelte den Kopf. "Nein. Eunice läßt mich fast immer machen, was ich will."

"Wer ist Eunice?"

"Meine Mutter. Aber ich nenne sie Eunice."

"Und es ärgert sie kein bißchen, daß du sie so nennst?"

"Es gefällt ihr sogar. Es gibt ihr das Gefühl, als seien wir Freundinnen."

Nach ein paar Minuten des Schweigens sagte das Mädchen. "Mir gefallen deine Haare, sie sind so lang und wunderschön. Ich hätte auch gern so langes Haar."

"Das ist einfach", erwiderte Robin. "Laß sie doch wachsen.

Aber dafür hast du einen besseren Körper als ich. Ich bin so dick."

"Nein, das bist du nicht, ich bin einfach zu mager."

"Wer sagt das?"

"Mama. Sie versucht ständig, mic

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