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Spargelmord Ein Rhein-Neckar Krimi von Krämer, Manfred H. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.03.2012
  • Verlag: Verlag Waldkirch
eBook (ePUB)
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Spargelmord

Beschmierte Wände, Brandstiftung und ein versuchter Mord! Wer will mit allen Mitteln verhindern, dass die Lampertheimer Landwirte die romantischen alten Spargelhäuschen abreißen? Solo und Tarzan, Krämers kultige Ermittler, geraten wieder einmal unfreiwillig zwischen die Fronten. Birgt eine der maroden Hütten ein grausiges Geheimnis? Tarzan steht kurz davor, dieses Rätsel zu lösen, da wird er plötzlich selbst zur Zielscheibe eines kaltblütigen Mörders. Ein rasantes Abenteuer rund um die Spargelstadt Lampertheim. Solo und Tarzan in absoluter Topform!

Vita Manfred H. Krämer, 1956 geboren, lebt mit seiner Familie in Lampertheim, einer Kleinstadt in Süddeutschland. Nach Abschluss seiner Lehre als Bauzeichner tat er das, was er schon als Achtjähriger tun wollte: Er wurde LKW-Fahrer. Anfangs im internationalen Fernverkehr in ganz Europa unterwegs, fährt er seit der Geburt seiner Tochter nur noch Tagestouren. Seit 1987 fährt Krämer für die Mannheimer Spedition Knubben. Ursprünglich als ausgleichendes Hobby gedacht, nimmt das Schreiben mit wachsendem Erfolg immer mehr Raum im Leben des vielseitigen Mannes ein. Ein Motor dieses Erfolges ist zweifellos die Mannheimer Verlegerin Barbara Waldkirch, die mit Krämer zum ersten Mal überhaupt einen Krimi-Autor unter Vertrag nahm. Die Synergie ist enorm und der Autor ist bis ins Jahr 2014 mit geplanten Projekten eingedeckt. Seit August 2011 schreibt er für das Laufmagazin Runners World eine monatliche Kolumne, in welcher er (13 Marathons, 100 km Biel, Rennsteiglauf, Swiss-Alpine) den Laufsport von der heiter-ironischen Seite aus betrachtet, und die von den Lesern äußerst positiv aufgenommen wird. 2012 Großvater und Diabetiker geworden, denkt er jedoch nicht etwa daran, es etwas ruhiger angehen zu lassen, sondern gründete zusammen mit Barbara und Ralf Waldkirch die 1. Deutsche Krimi-Autorenschule. Hier möchte der Autodidakt Autorinnen und Autoren an seinen vielfältigen und nicht immer nur guten Erfahrungen im Literaturwesen teilhaben lassen, und ihnen helfen, die ganzen Fehler, die er selber in über zehn Jahren Verlagssuche begangen hatte, zu vermeiden. Darüber hinaus lässt er sich sehr gerne zu Lesungen und Vorträgen einladen, die bereits über die Grenzen der Metropolregion Rhein-Neckar hinaus die Zuhörer begeistern. Krämer las vor vollen Rängen bereits in Wien, Bremen, Mönchengladbach und Singen am Hohentwiel. Sein Geheimnis: er liest nicht, er 'lebt' seine Lesungen, spricht fließend alle möglichen Dialekte und Akzente und versteht es, sein Publikum zu fesseln und Breitwand-Kopfkino ablaufen zu lassen. Sein Vorbild ist niemand anders als 'The Voice' Christian Brückner, die deutsche Synchronstimme von Robert De Niro.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 26.03.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864765025
    Verlag: Verlag Waldkirch
    Serie: Solo und Tarzan Bd.4
    Größe: 1602 kBytes
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Spargelmord

Er zweifelte nicht daran, dass es Spuren gab, die wie mit einem Textmarker unterlegt in aller Deutlichkeit auf ihn zeigen würden. Damals vielleicht noch nicht, vor zwanzig Jahren vielleicht auch noch nicht. Aber heute. Es gab zwar noch immer kein Heilmittel gegen die großen Krankheiten, keine Lösung für den Hunger und das Elend in der Welt, aber auf vielen anderen Gebieten hatte man große Fortschritte erzielt: Nanotechnologie, passive und aktive Sicherheit im Automobilbau, die allgegenwärtige Kommunikationstechnik, die Kriminaltechnik ...
Der Mann fluchte leise vor sich hin. Hier saß er nun und hoffte, dass es nur das dumme Geschwätz eines frustrierten Spargelbauern war, weswegen er diesen wahnwitzigen Plan gefasst hatte, dass er einen einsamen, verzweifelten Abend auf dem verdammten Hochsitz absitzen würde und dass kein Schwein hier aufkreuzen würde.
Er holte den edlen lederbezogenen Flachmann aus einer der geräumigen Taschen seiner Jacke, schraubte ihn auf, genoss für einen Augenblick den Duft des Single Malts und gönnte sich einen tiefen Schluck. Die Wärme des Alkohols und das Aroma des Islay-Whiskys verringerten das Rumoren in seinem Leib ein wenig. Neben sich auf der rohen Holzbank hatte er seine Tasche mit heißem Tee und ein paar Broten stehen. Er war gerüstet. Zur Not auch für eine lange Nacht. War das Glück ihm wohlgesonnen und niemand kam, um das armselige Hüttchen plattzumachen, dann würde er vielleicht tatsächlich noch versuchen, das eine oder andere Stück Wild zu erlegen. Jede Faser in ihm fieberte, dass es so sein würde. Dass er nicht gezwungen sein würde noch einmal zu töten ...
Das Gewitter schien direkt Kurs auf den Hochsitz zu nehmen. Die hochaufgetürmten Cumulonimbuswolken waren bereits aus dem Blickfeld des Mannes verschwunden. Zwei, drei Kilometer vor ihm bewegte sich eine violettschwarze Wand über die Wiesen und Äcker. Die Pappeln weit drüben am Rande der B44 bogen sich bereits unter der vorauseilenden Böenwalze. Erste dicke Tropfen prasselten auf das mit Dachpappe abgedichtete Dach des Hochsitzes. Der Mann war erleichtert. Das sah nach einem richtig heftigen Sommergewitter aus. Blitz und Donner, Starkregen, womöglich noch Hagel und Sturm. Nur ein Trottel würde heute hierherkommen und das Spargelhaus dem Erdboden gleichmachen. Sein Plan erschien ihm nun schon fast als Ausgeburt einer hysterischen Fantasie. Fast ... Links von ihm zuckte ein gewaltiger Blitz über den Himmel, eine Sekunde später rollte krachender Donner über die Rheinebene, der Wind schien für kurze Zeit den Atem anzuhalten, dann erreichte der erste Schauer den Waldrand. Die Umgebung verschwand hinter den niederprasselnden Wassermassen, die wehenden Vorhängen gleich am schmalen Fenster des Hochsitzes vorbeiwaberten. Selbst das weit vorgezogene Dach verhinderte nicht, dass die Feuchtigkeit ins Innere gelangte, den Parka und den tief ins Gesicht gezogenen Hut glänzen ließ. Es wurde empfindlich kühl, trotzdem lief dem Mann der Schweiß von der Stirn. Als der Blitz aufzuckte hatte er naturgemäß in dessen Richtung geschaut. Ganz kurz erschien die Landschaft wie ein überbelichtetes Negativ, bevor sich wieder die fast nachtschwarze Dunkelheit des Unwetters darüberlegte.
Ein Licht. Er hatte ein Licht gesehen!

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