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Stückwerk Kriminalroman aus Düsseldorf von Krimi-Cops (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.07.2012
  • Verlag: KBV
eBook (ePUB)
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Stückwerk

Kriminalhauptkommissar Pit 'Struller' Struhlmann ist sauer. Ausgerechnet im Zuständigkeitsbereich der Düsseldorfer Mordkommission werden plötzlich über die ganze Stadt verteilt Leichenteile gefunden. Das ist doch keine professionelle Arbeit! Und ausgerechnet jetzt teilt man ihm Christian Jensen, einen Praktikanten der Duisburger Fachhochschule zu. Praktikanten können nichts, stehen im Weg rum und wissen alles besser. Ihre Ermittlungen führen das ungleiche Paar in die schicken Beauty-Salons der Königsallee, zur 'Schönen Aussicht' in Grafenberg, durch schmuddelige Hinterhöfe in Flingern, zur LADY PIA, ja sogar bis in die tiefsten, verstecktesten Winkel des Polizeipräsidiums. Nach und nach bringen sie Ordnung ins Gewirr der Leichenteile, und Struller ist schon fast zufrieden. Aber dann verschwindet ein bekannter Skandalreporter, und die beiden Ermittler müssen feststellen, dass einige der blutigen Puzzlestücke doch nicht so zusammenpassen, wie sie es sich vorgestellt hatten ... Die Krimi-Cops sind: Carsten 'Casi' Vollmer, Jahrgang 1967, aus Düsseldorf, Ingo 'Inge' Hoffmann, Jahrgang 1978, aus Hilden, Carsten 'Rösbert' Rösler, Jahrgang 1977, aus Düsseldorf, Martin Niedergesähs, Jahrgang 1977, aus Herongen an der niederländischen Grenze und Klaus 'Stickel' Stickelbroeck, Jahrgang 1963, aus Kerken am Niederrhein. In ihren Büchern verarbeiten sie nach Feierabend mal komische, mal härtere Einsätze der zurückliegenden Schicht. Mit tatkräftiger Unterstützung der anderen Mitglieder der Dienstgruppe Anton der Polizeiinspektion Ost haben sie nun bereits den dritten Kriminalroman um den Düsseldorfer Kommissar Pit 'Struller' und seinen Praktikanten Jensen verfasst. ab 1.7.2011 erscheint 'Umgelegt'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 299
    Erscheinungsdatum: 12.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954410729
    Verlag: KBV
    Serie: KBV Krimi Bd.1
    Größe: 1377 kBytes
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Stückwerk

1. Tag

So blöd kann man ja gar nicht sein!", dröhnte es quer durch Ludenberg. Kuschinski im Blaumann und mit hochrotem Kopf kratzte geräuschvoll Schleim zusammen und jagte einen Yellow in die graue Betonlache zu seinen Füßen. "Zu blöd, um ein Loch in den Schnee zu pissen ... Scheiße, guck dir den Mist hier an!"

Der zu Blöde zuckte zusammen und senkte sein kahl geschorenes Haupt, die Hände in der Bundeswehrhose vergraben.

"Mann, Mann, das können wir hier alles wieder kaputt hauen. Beton ..." Kuschinski wischte sich mit einem Taschentuch über die Stirnglatze und blinzelte dem runden Lorenz am Himmel entgegen. "Und das bei dieser Affenhitze. Aber eins sag ich dir: Das machste ganz alleine, Kleiner. Zum Üben. Vielleicht haste ja was in den Mauen. Wenn de schon zu dämlich bist, Beton in die Verschalung zu kippen."

"Chef, ich bin mir sicher ..."

"Halt jetzt bloß die Klappe! Die Schaltafeln hab ich gesteckt. Einwandfrei! Du brauchtest nur noch den Beton hier reinzukippen. Nur noch den fertigen Beton in die Verschalung zu kippen. Und jetzt diese Scheiße hier!" Kuschinski wurde langsam sauer! Immer diese Neuen. Und die wurden mit jedem Jahr blöder! Früher haben die wenigstens noch gesoffen, kamen zu spät, waren noch blau, konnten aber anpacken. Und heute ...

"Chef, ehrlich ... Als ich den Beton gestern hier reingekippt hab, war alles noch in Ordnung. Der ganze Beton in der Verschalung, die Tafeln standen noch. Die Latten hab ich über Eck zusammengenagelt. Hab ich doch schon hundertmal gemacht! Da konnte so was hier gar nicht passieren. Da muss heute Nacht jemand gegen ..."

"Willste mich ver...?"

"Nee, ehrlich, Chef. Ich bin um halb acht abgehauen und da war hier alles tipptopp!"

"Tipptopp nennste das hier?" Kuschinski nickte nach unten. Die Schalbretter hatten dem Druck des Betons nachgegeben, und das Brett an der linken Seite hatte sich nach außen gebogen. Der Beton war rausgelaufen. Alles andere als eine glatte Bodenplatte für Doktor Bodewigs neuen Swimmingpool. Das musste jetzt rausgekratzt werden, sonst gab's Mecker! Das war mal sicher! Wieso hatte er diesen Schwachkopf auch für 'ne Viertelstunde eher Feierabend hier alleine machen lassen ...

"Da muss einer durch den Bauzaun ..."

Kuschinskis Stirnader schwoll gefährlich an. "Und Dreck hat der auch noch mit reingemischt, der Idiot. Da! Was is das denn?" Kuschinski streifte sich einen Handschuh von den Wurstfingern und pulte im Beton an einem Stängel rum. "Zweig oder was ..."

Kuschinski pulte und der zu Blöde wurde noch blasser. "Chef ..."

"Was, zum Teufel, steckt denn hier? Ein Stock oder was? Pack mal mit an, das muss hier raus! Was haste denn?"

Pit Struller schob die unabhängige, überparteiliche Tageszeitung mit den großen Überschriften beiseite. "Krake, mach mir ein Alt!"

"Bisse nich im Dienst?"

Struller zog die Augenbrauen hoch. "Bist du bei der Dienstaufsicht oder bist du Wirt?"

Krake zuckte mit den Achseln und packte sich ein Altglas. "Is ja schon gut!"

Struller musterte seinen Lieblingswirt. Krake verdankte seinen Spitznamen der Linie 708. Im Herbst 2001 hatte er am Schillerplatz unter der Straßenbahn seinen linken Arm liegen gelassen. Die Kneipe hatte er damals schon gehabt, und mittlerweile zapfte Krake mit einem Arm das Pils schneller als andere mit zwei. Manchmal brauchte er nicht mal sieben Minuten. Struller bevorzugte Altbier. Das ging noch schneller.

"Was bist du denn in letzter Zeit so mütterlich zu mir, Krake?"

"Schon gut, Pit."

"Nee, sag doch. So was merke ich doch!"

Krake ließ den Zapfhahn zurück

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