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Stop Me - Blutige Botschaft Blutige Botschaft von Novak, Brenda (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.05.2011
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (PDF)
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Stop Me - Blutige Botschaft

'Stopp mich' steht auf dem blutverschmierten Zettel, den Profilerin Jasmine Stratford von einem Unbekannten erhält - zusammen mit dem Armband ihrer entführten Schwester. Die Spur führt nach New Orleans, wo Jasmine auf einen nahezu identischen Entführungsfall stößt. Doch der Täter ist längst tot. Oder etwa nicht? Denn seit der blutigen Botschaft spricht alles dafür, dass der falsche Mann sterben musste. Der perverse Kidnapper aber lebt - und hat bereits sein nächstes Opfer im Visier ... Mit ihren atemberaubenden Thrillern und den historischen Liebesromanen eroberte Brenda Novak auf Anhieb die Herzen ihrer Leserinnen. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem fünf Kindern lebt die Autorin in Sacramento, Kalifornien. Neben dem Schreiben engagiert sie sich in zahlreichen sozialen Projekten, u. a. dem Kampf gegen Diabetes, an der auch Brendas jüngster Sohn leidet.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 01.05.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862780457
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Serie: Mira Taschenbuch 25509
    Originaltitel: Stop Me
    Größe: 773 kBytes
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Stop Me - Blutige Botschaft

1. KAPITEL

Sacramento, Kalifornien

Gegenwart

Als Jasmine Stratford das Päckchen öffnete, stand sie mitten in einem belebten Einkaufszentrum. Doch von einem Moment auf den anderen konnte sie nichts mehr hören. Das Gelächter, die Stimmen, das Klackern der Absätze auf dem farbenfrohen Fußboden, die Weihnachtsmusik im Hintergrund ... All das verschwand.

"Was ist los?" Sheridan Kohl berührte sie am Arm und hob besorgt die Augenbrauen.

Für Jasmine hörte es sich an, als käme die Stimme aus weiter Ferne. Sie konnte nicht sprechen. Ihre Lungen arbeiteten verzweifelt, aber ihre Brust fühlte sich so eng an, als könnte sich ihr Zwerchfell nicht ausdehnen. Schweiß lief ihr über den Rücken, bis die frische Baumwollbluse an ihr klebte, während sie auf das silber- und pinkfarbene Armband starrte, das sie gerade aus der kleinen Pappschachtel gezogen hatte.

"Was ist los, Jaz?" Immer noch stirnrunzelnd, nahm ihr die Freundin das Armband aus den eiskalten Fingern. Als sie den Namen las, den die silbernen Buchstaben bildeten, füllten sich ihre Augen mit Tränen. "Oh Gott!", flüsterte sie und presste eine Hand an ihre Brust.

In Jasmines Kopf drehte sich alles. Sie befürchtete, ohnmächtig zu werden. Sie tastete nach Sheridan, die sie zur Mitte des Einkaufszentrums führte und einen Mann, der auf einem der wenigen Plätze saß, bat, aufzustehen.

Er sammelte seine Einkaufstüten zusammen, die um seine Füße verstreut lagen, und sprang auf, damit Jasmine sich auf den harten Plastiksitz sinken lassen konnte.

"Hey, sie sieht aber gar nicht gut aus, was? Hat sie 'nen Schock oder so?", fragte er.

"Sie hat nur einen furchtbaren Schrecken bekommen", erklärte Sheridan.

Die Worte erreichten Jasmine, als hätte jemand sie in die Luft gemalt. Die Buchstaben flogen an ihr vorbei; sie schienen keine Bedeutung zu haben. Offenbar lief ihr Nervensystem nur noch auf Sparflamme - wegen Überlastung ausgeschaltet. Aufnahme von Informationen zurzeit nicht möglich. Verarbeitung von Nachrichten eingestellt.

"Rühr dich nicht vom Fleck", sagte Sheridan hektisch und legte das Armband in die Schachtel auf ihrem Schoß zurück. "Ich hole dir etwas zu trinken."

Selbst wenn sie gewollt hätte, hätte Jasmine sich nicht bewegen können. Ihre Beine fühlten sich an wie Gummi, andernfalls hätte sie das Einkaufszentrum auf der Stelle verlassen. Die Menschen begannen, sie anzustarren.

"Was fehlt ihr?", flüsterte jemand und blieb neben dem Mexikaner stehen, der sie immer noch neugierig beobachtete.

"Ich weiß nicht, aber sie sieht gar nicht gut aus, was?", wiederholte er.

Ein Teenager kam näher. "Ist alles in Ordnung mit Ihnen?"

"Vielleicht sollte jemand den Notarzt rufen", sagte eine Frau.

Schick sie fort . Doch Jasmines Gedanken waren so auf das fixiert, was in ihrem Schoß lag, dass sie nicht einmal den Kopf heben konnte. Dieses Armband hatte sie ihrer kleinen Schwester geschenkt. Sie erinnerte sich an Kimberlys Begeisterung, als sie das Päckchen an ihrem achten Geburtstag ausgepackt hatte. Es war ihr letzter Geburtstag gewesen, bevor der große bärtige Mann ihr Haus in Cleveland an einem sonnigen Nachmittag betreten und sie mitgenommen hatte.

In Jasmines Kopf drehte sich alles, als die Erinnerungen sie übermannten. Bis zu ihrem zwölften Lebensjahr hatte sie ein behütetes und glückliches Leben geführt. Nie hätte sie sich träumen lassen, dass so eine Bedrohung in ihrem eigenen Haus auf sie lauern könnte. Fremde waren die Menschen draußen auf der Straße. Dieser Mann hatte sich benommen wie einer der Arbeiter ihres Vaters, deren Gesichter so häufig wechselten, dass sie mit keinem von ihnen wirklich vertraut wurde. Sie kamen ins Haus, um die Ausrüstung für sein Geschäft für Satelliten-Fernsehen zu holen, um einen Scheck abzuholen oder Papiere abzugeben. Hin und wieder stellte er Tagelöhner ein, damit sie das Lager aufräumten oder einen Zaun errichteten

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