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STRATTON: DIE GEISEL Thriller von Falconer, Duncan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.12.2017
  • Verlag: Luzifer
eBook (ePUB)
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STRATTON: DIE GEISEL

'Als ehemaliges Mitglied des Special Boat Services sind Falconers Bücher vollgepackt mit authentischen Details ... und er weiß genau, an welchen Stellen er die Spannungsschrauben anziehen muss.' [Mail on Sunday] Inhalt: Während eines Undercover-Einsatzes zur Überwachung der Real IRA wird einer der im Einsatz befindlichen Agenten des Special Boat Service entführt. Alles deutet auf einen Maulwurf beim MI5 hin, der die Männer ans Messer geliefert hat. Wenig später wird jedoch auch bei dem Versuch, in Paris die Identität des Verräters zu lüften, ein Navy Seal der Amerikaner entführt. Der Britische Geheimdienst aktiviert daher den einzigen Mann, der die Agenten retten kann, bevor es zu spät ist: Stratton. Ein Mann, der für seine tödliche Präzision bekannt ist. Der Einsatz wird zu einem Wettlauf gegen die Uhr, denn die Entführungen sind nur Teil eines ausgeklügelten Plans, der nicht weniger als den größten Terroranschlag der IRA auf englischem Boden zum Ziel hat.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 650
    Erscheinungsdatum: 15.12.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958352827
    Verlag: Luzifer
    Serie: John Stratton .1
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STRATTON: DIE GEISEL

Kapitel 2

Im Einsatzraum hatte Graham, der Funker, den höchsten Gang eingelegt. Er war klein, überdreht, perfektionistisch und verfügte über einen rasiermesserscharfen Verstand. Diese Generation von Funkern musste überdurchschnittliche Intelligenz besitzen, nicht nur, um die neuesten komplexen Kommunikationssysteme zu bedienen, welche die Einheit einsetzte, sondern auch, um sie ohne Vorbereitung in weniger als 24 Stunden in einem getarnten Wagen zusammen mit anderen Gerätschaften wie Trackern anzubringen und zu verkabeln. Und vor allem mussten sie unter Druck ruhig bleiben. In einer Krise konnte ein fähiger Funker für ein Team vor Ort den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Graham streckte den Arm nach einer Reihe von Funkknöpfen aus und drückte einen davon.

"Boss!", rief er.

Während er auf eine Antwort wartete, sprach er in ein kleines Handset, das ein spiralförmiges Kabel hatte, lang genug, um sich im ganzen Raum zu bewegen. "Four Two Charlie, hier Zero Alpha?"

Die großen Lautsprecher an der Wand blieben stumm. Über das Intercom kam ebenfalls keine Antwort. Er drückte einen anderen Knopf, "Boss?" Dann wieder in das Handset: "Four Two Charlie, Zero Alpha?"

Die Wandlautsprecher blieben weiter stumm, aber aus dem kleinen Intercom klang eine Stimme mit britischem Akzent. "Boss hier."

"Wir haben einen möglichen Kuttuc."

Vom Boss kam keine Antwort, und Graham hatte auch nicht mit einer gerechnet oder darauf gewartet. Der Boss würde im vollen Sprint zum Einsatzraum unterwegs sein. Kuttuc war der Codename für den Fall, den alle in einem Undercover-Einsatzraum in Nordirland am meisten fürchteten. Das hieß, ein Agent war im Einsatz entführt worden. Jede Operation, an welcher der Agent beteiligt war, musste abgeblasen werden. Außerdem war davon auszugehen, dass alles, was die Person über die Einheit wusste und wie sie operierte, kompromittiert war. Darauf würde das politische Chaos folgen. Aber erst später. Für den Agenten waren die Auswirkungen viel unmittelbarer und schrecklicher.

Graham griff nach dem Telefon und klemmte den Hörer mit dem Kinn ein, während er eine Nummer wählte. Gleichzeitig wiederholte er in das Handset: "Four Two Charlie, Zero Alpha?" Das Telefon an seinem Ohr tutete. Über den Lautsprecher kam keine Antwort. Am anderen Ende nahm jemand ab und eine verschlafene Stimme meldete sich.

"Hier Camelot. Wir haben einen Op Kuttuc. Verstehen Sie, wovon ich spreche?"

Der Armeeangestellte im Army-Air-Corps-Hauptquartier eine halbe Meile entfernt hatte keinen Schimmer, wovon Graham sprach, aber er bemerkte die Dringlichkeit in seiner Stimme. "Ich glaube nicht", sagte er und hängte sicherheitshalber noch ein "Sir" an.

Graham war kurz davor, sich in einen Atompilz zu verwandeln. "Dann gehen Sie und holen jemanden, der das weiß, vorzugsweise Ihren Boss. Jede Sekunde, die Sie dafür brauchen, ist eine Sekunde weniger im Leben eines Mannes - wenn der stirbt, komme ich persönlich runter und reiße Ihnen die Kehle raus!"

Graham hörte, wie der Hörer auf dem Schreibtisch aufschlug und die Schritte des Soldaten zum Büro hinaus eilten. Selbstverständlich würde Graham all das nicht wirklich tun. Er war nur ein junger Unteroffizier, ein Corporal, aber wenn es darauf ankam, hatte er gelernt, am anderen Ende der Leitung so zu klingen, als hätte er was zu sagen. Die Jahre als Funker, besonders in dieser geheimnisumwitterten Einheit, hatten ihn gelehrt, welche Macht eine anonyme Stimme haben konnte, die in einen Telefonhörer schrie. Graham hatte das schon öfter gemacht. Wenn die Person am anderen Ende jemals von ihm verlangt hätte, sich zu identifizieren, würde er einfach seinen Boss nachmachen - das konnte er ziemlich gut - oder auflegen. Es war fast unmöglich, einen Anruf zu dieser Einheit zurückzuverfolgen.

An der Tür zum Einsatzraum ging ein Summer los und hörte nicht auf, weil derjenige auf der anderen Seite weiter

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