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Sylter Intrigen Kriminalroman von Tomasson, Ben Kryst (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.04.2017
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Sylter Intrigen

Mysteriöse Morde auf Sylt. Kreditkartenbetrug im großen Stil: Kari Blom soll undercover in einem Delikatessen-Markt auf Sylt ermitteln. Doch dann findet man die Leiche des Marktleiters, der zugleich Karis Hauptverdächtiger ist, und sie wird in die Mordermittlungen hineingezogen. Als wäre ihre Lage damit nicht kompliziert genug, steht Kari plötzlich auch noch zwischen zwei Männern: ihrem Sylter Kollegen Jonas Voss, der ihre wahre Identität noch immer nicht kennt, und Alexander Freund, dem charmanten Inhaber des Delikatessen-Marktes. Und kaum tritt Kari Blom auf, gibt es schon den ersten Mord...

Ben Kryst Tomasson, geboren 1969 in Bremerhaven, ist Germanist und Pädagoge (M.A.) und promovierter Diplom-Psychologe. Er hat einige Jahre in der Bildungsforschung gearbeitet, ehe er sich als freier Autor selbständig gemacht hat. Tomassons Leidenschaft gehört den Geschichten, die das Leben schreibt, den vielschichtigen Innenwelten der Menschen und dem rauen Land zwischen Nordsee und Ostsee. Wenn er nicht schreibt, verbringt er seine Zeit am liebsten mit einem guten Buch am Meer - oder mit seiner Frau im Café.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 11.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841213051
    Verlag: Aufbau Verlag
    Serie: Sylt-Krimi .2
    Größe: 4161 kBytes
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Sylter Intrigen

3. Kari Blom zog die Waren über den Scanner. Die Schlange rückte langsam vor. Kari sortierte die Scheine in die Kasse und gab dem Mann, der an der Reihe war, das Wechselgeld und den Bon.

Als Nächstes kam ein junges Mädchen mit blasiertem Gesichtsausdruck und einem viel zu kurzen Rock. Und dahinter ...

Kari schob die blau-weiß gestreifte Mütze tiefer in die Stirn und versuchte, ihre blonden Haare darunterzustopfen.

Das Mädchen hatte nur zwei Joghurts aus fettarmer Sojamilch. Sie verlangte nach einer Tüte, legte das Geld aufs Band und verschwand schließlich. Kari senkte den Kopf, aber es nützte nichts.

Die kleine Frau mit den grauen Locken und dem gehäkelten Poncho, die als Nächste an der Reihe war, kniff die Augen zusammen. "Kari?" Sie kramte eine Brille hervor und setzte sie auf. Dann strahlte sie. "Kari Blom!"

Im nächsten Moment verdüsterte sich ihre Miene wieder, als hätte sich plötzlich eine dunkle Wolke vor die Sonne geschoben. "Was, um alles in der Welt, machen Sie hier? Ich dachte, Sie schreiben ein neues ..."

Kari legte einen Finger an die Lippen.

"Oh!" Marijke Meenken verstummte. "Es läuft wohl nicht so gut bei Ihnen?" Sie tätschelte Kari die Hand. "Geben Sie nur nicht auf. Das wird schon wieder."

"Ja. Sicher, Frau Meenken." Kari zog die Waren über den Scanner. "Das macht achtzehn Euro vierundachtzig."

Die alte Dame nestelte ihr Portemonnaie aus der Handtasche und reichte Kari einen Zwanzig-Euro-Schein.

"Wo wohnen Sie denn jetzt?"

Kari gab Marijke Meenken das Wechselgeld und den Bon.

"In einer kleinen Pension am Bahnhof."

Die alte Frau machte ein empörtes Gesicht.

"Weshalb sind Sie nicht zu mir gekommen? Hat es Ihnen bei mir nicht gefallen?"

"Doch, Frau Meenken. Es hat mir sehr gut gefallen."

"Warum haben Sie sich dann nicht gemeldet?" Die alte Dame steckte ihr Portemonnaie wieder ein. Mitten in der Bewegung hielt sie inne. "Ach so. Sie können sich das nicht leisten."

Kari machte eine Geste, die die Kasse und den Delikatessenmarkt umfasste. "Na ja."

"Ach, Kindchen. Das ist doch kein Beinbruch", tröstete Marijke Meenken.

"Geht das bald mal weiter da vorne?", rief ein Mann, der weiter hinten in der Schlange stand.

Marijke Meenken drehte sich zu ihm um und hob das Kinn.

"Junger Mann", sagte sie streng. "Wir haben hier etwas Wichtiges zu klären. Und Sie", sie deutete mit dem Finger auf den Mann, "haben sicher noch mehr Lebenszeit übrig als ich. Also reißen Sie sich ein bisschen zusammen."

Der Mann schwieg verblüfft. Eine Frau hinter ihm kicherte. Marijke Meenken wandte sich wieder zu Kari.

"Kommen Sie zu mir, wenn Sie Feierabend haben", sagte sie in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete. "Und bringen Sie Ihre Sachen mit. Selbstverständlich wohnen Sie wieder im Gartenhaus." Sie hob den Finger, um Kari, die etwas einwenden wollte, zuvorzukommen. "Sie brauchen keine Miete zu zahlen, wenn Sie es sich nicht leisten können. Solche Phasen gibt es im Leben. Die hat jeder mal."

"Aber ..."

"Ja?"

"Ist denn Ihr Häuschen überhaupt frei? Jetzt? In der Hochsaison?"

Die alte Dame lächelte. "Ach, wissen Sie, Kindchen ... Seit Sie letzten Sommer hier waren, wollte ich keine anderen Gäste mehr. Das Gartenhaus steht jetzt leer." Sie hob entschuldigend die Hände. "Ich hatte immer gehofft, dass Sie wiederkommen."

Kari schluckte. Sie hatte weiß Gott nicht nah am Wasser gebaut. Aber jetzt war sie gerührt.

"Danke", sagte sie leise.

. . .

Auf Karis Gesicht lag noch immer ein Lächeln, als sie am Abend die Tür zum Pausenraum öffnete und den blau-weiß gestreiften Kittel auszog. Dann hielt sie inne.

Vor dem Waschbecken stand ein schlanker Mann mit einer engen schwarzen Hose und einem weiten weißen Hemd mit Rüschen an den Armabschlüssen. Als er Kari bemerkte,

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