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Syltfeuer Kriminalroman von Narberhaus, Sibylle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.06.2019
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Syltfeuer

Kurz vor Weihnachten erhält Anna Bergmann eine Einladung zu einer Testamentseröffnung, die sie nach Sylt führt. Auf der Insel hält eine Einbruchserie die Polizei in Atem, bei der bereits ein Mann ums Leben gekommen ist. Sind die Täter in den eigenen Reihen zu finden? Und wer ist der Tote auf dem Parkplatz? Auch Anna gerät in eine brenzlige Situation, denn die unverhoffte Erbschaft entfacht Begierden, die zur tödlichen Bedrohung werden. Und zu guter Letzt muss sie sich zwischen zwei Männern entscheiden. Ein Spiel mit dem Feuer! Sibylle Narberhaus wurde in Frankfurt am Main geboren. Sie lebte einige Jahre in Frankfurt und Stuttgart und zog schließlich in die Nähe von Hannover. Dort lebt sie seitdem mit ihrem Mann und ihrem Hund. Als gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und Versicherungsfachwirtin arbeitet sie bei einem großen Konzern und widmet sich in ihrer Freizeit dem Schreiben. Schon in ihrer frühen Jugend entwickelte sich ihre Liebe zur Insel Sylt. So oft es die Zeit zulässt, stattet sie diesem herrlichen Fleckchen Erde einen Besuch ab. Dabei entstehen ihre Ideen für neue Geschichten rund um die Insel.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 374
    Erscheinungsdatum: 12.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839261507
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 2571 kBytes
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Syltfeuer

Kapitel 2

Hannover

Draußen war es stockdunkel, als ich unsanft aus dem Schlaf gerissen wurde. Vor dem Haus ertönte das durchdringende Schrillen der Alarmanlage eines geparkten Autos. Ich brauchte einen Moment, bis ich meine Gedanken sortiert hatte. Mein verschlafener Blick wanderte zu meinem Wecker auf dem Nachttisch neben mir. Es war 6.30 Uhr. Heute war Donnerstag, aber ich musste nicht aufstehen, um zur Arbeit zu fahren, denn es war mein erster Urlaubstag. Ich würde bis zum Jahreswechsel ausspannen können - über fünf Wochen. Mit diesem herrlichen Gedanken ließ ich mich zurück in mein Kissen sinken. Nachdem ich einige Zeit vor mich hingedöst hatte, ohne erneut einschlafen zu können, stand ich auf und ging in die Küche, um mir mein Frühstück zuzubereiten. Mit einem dampfenden Becher Tee und einer Schale Müsli setzte ich mich - noch immer im Nachthemd - an den Küchentisch und begann, die Tageszeitung zu studieren, die mir meine Nachbarin täglich vor die Wohnungstür legte, wenn sie frühmorgens mit ihrem Hund spazieren ging. Die Zeitung ausgiebig beim Frühstück zu lesen war zu einem liebgewonnenen Ritual geworden, das ich mir jedoch lediglich an den Wochenenden gönnte. Unter der Woche bestimmten ständiger Zeitdruck und Hektik mein Leben. Die erste Tasse Tee trank ich meistens erst im Büro und auch dort blieb manchmal kaum Zeit dafür.

Das gesamte Jahr über hatte ich ausgesprochen viel gearbeitet und meinen letzten großen Auftrag vor knapp einer Woche erfolgreich fertiggestellt. In der Winterzeit gab es für Landschaftsarchitekten kaum etwas zu tun, von Neuaufträgen ganz zu schweigen. Diesbezüglich konnte ich meinen Chef verstehen, als er uns gebeten hatte, verbleibenden Urlaub zu nehmen und die angehäuften Überstunden abzubauen. Zuletzt hatte ich mich durch einen gewaltigen Berg Ablage, der meinen Schreibtisch nahezu vollständig bedeckte, gekämpft. Je länger ich darüber nachdachte, desto verlockender erschien mir die Aussicht auf eine Auszeit. Endlich würde sich die Gelegenheit ergeben, Dinge zu erledigen, die ich bereits das gesamte Jahr vor mir herschob. Meine Wohnung bedurfte dringend einer grundlegenden Umgestaltung. Ich hatte sie vor eineinhalb Jahren gekauft und bislang nicht viel investiert, bis auf einige wenige Möbel, die ich für unbedingt notwendig erachtete. Mehr Energie hatte ich noch nicht aufbringen können, um es wohnlich und gemütlich zu gestalten. Entweder mangelte es an Zeit oder ich hatte einfach nicht das Richtige gefunden, was meinen Vorstellungen entsprach. Mein Sofa brauchte dringend ein paar Kissen, damit es heimeliger wirkte. Für die nackte Wand über dem Esstisch war ich seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem passenden Bild. Eine konkrete Vorstellung hatte ich allerdings nicht, was dort hängen sollte. Außerdem wollte ich nach einer Lampe Ausschau halten, die ich auf die Fensterbank im Wohnzimmer stellen wollte. Ich liebte es, eine Lichtquelle im Fenster stehen zu haben. Das gefiel mir gut und ich fand, dass es dem gesamten Raum eine angenehme Atmosphäre verlieh. Und so gab es darüber hinaus weitere Stellen in meiner Wohnung, die es zu verbessern galt. Zu Beginn war es mir schwergefallen, mich mit dem Alleinsein anzufreunden. Damals hatte ich mich nach langer Zeit von meinem Freund Marcus getrennt. Eigentlich hatte er sich von mir getrennt und war letztlich mit einer blutjungen Blondine durchgebrannt. Aber das war ein Kapitel meiner Geschichte, das ich mir nur ungern in Erinnerung rief. Wir hatten vorgehabt, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Auf einen solch abrupten Richtungswechsel in meinem Leben war ich nicht vorbereitet gewesen - und somit traf mich die Erkenntnis ohne Vorwarnung. Zunächst hatte ich mich völlig in mein Schneckenhaus zurückgezogen, um mich anschließend so in meine Arbeit zu stürzen, dass es schon exzessive Züge annahm. Der einzig positive Nebeneffekt an der Sache war, dass ich letztendlich gelernt hatte, auf eig

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