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Töchter der Nacht von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2016
  • Verlag: Nexx
eBook (ePUB)
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Töchter der Nacht

Jim Bartholomew ist noch jung, aber schon Direktor einer Zweigstelle der kleinen South Devon-Bank. Die Frau seines Freundes Frank Cameron besitzt eine von zwei Kopien des berüchtigten Ringes "Die Töchter der Nacht", der aus dem Louvre in Paris gestohlen wurde. Die Kopie soll aus Sicherheitsgründen in der Bank hinterlegt werden. Kurz danach überrascht Polizeiinspektor Brown Bartholomew, wie er neben der Leiche des Bank-Assistenten Sanderson kniet, seinen Revolver hat er noch in der Hand. Aber hat er wirklich seinen Mitarbeiter ermordet und wie sind Cameron und der Ring in diesen Fall verwickelt ...?

Richard Horatio Edgar Wallace (1875-1932) war ein englischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Journalist und Dramatiker. Er gehört heute noch zu den erfolgreichsten englischsprachigen Kriminalschriftstellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 17.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958704749
    Verlag: Nexx
    Größe: 290kBytes
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Töchter der Nacht

2

Frank Cameron war ein großer, gutaussehender Amerikaner von fünfunddreißig Jahren. Als die beiden näher kamen, kehrte er gerade vom Tennisplatz zurück und grüßte Jim und seine Schwester von weitem.

"Ich hatte Besuch von Ihrem Assistenten", sagte er, nachdem der Reitknecht die Pferde fortgeführt hatte und Margot ins Haus gegangen war.

"Von Sanderson?" fragte Jim erstaunt. "Zum Teufel, was hat der denn hier gewollt? Haben Sie Ihr Konto überzogen?"

Frank grinste.

"Nein, um so prosaische Dinge handelte es sich nicht. Er kam in einer viel interessanteren Angelegenheit. Übrigens ist er ein Amateurdetektiv, das wissen Sie doch wahrscheinlich?"

Jim seufzte.

"Er ist doch nicht etwa hier gewesen, um irgendein Verbrechen aufzuklären?"

Frank lachte.

"Das gerade nicht, aber vor einem Monat bat er mich, ihm ein Empfehlungsschreiben an einen persönlichen Freund von mir zu geben. Zufällig habe ich nämlich, als ich einmal auf der Bank war, erwähnt, dass ich den berühmten Staatsanwalt John Rogers besonders gut kenne. Er ist als Kriminalist bekannt und hat eine umfangreiche Kenntnis von Verbrechern. Er besitzt auch die beste Bibliothek über Kriminologie in den Vereinigten Staaten. Schließlich gab ich Sanderson ein Empfehlungsschreiben an John Rogers, und heute machte er mir nun einen Besuch. Allem Anschein nach hat John ihm eine Anzahl interessanter Angaben mitgeteilt, und Sanderson ließ sich von mir verschiedenes erklären. Vor allem wollte er über die Stellung der Gouverneure in den einzelnen Bundesstaaten und über ihre Vollmachten orientiert sein, ebenso über ihr Begnadigungsrecht."

"Wozu braucht er denn das alles?" fragte Jim erstaunt. "Mir erzählt er so etwas nicht, mir schenkt er in dieser Beziehung kein Vertrauen. Ich habe ihn ja auch schon oft genug wegen dieser Liebhaberei aufgezogen, und infolgedessen sind wir nicht gerade die besten Freunde."

Während sie miteinander sprachen, führte Frank Jim zu seinem Arbeitszimmer, nahm ein Blatt Papier in die Hand und überflog den Inhalt.

"Ich habe mir ein paar Notizen gemacht, nachdem er gegangen war, und ich möchte wirklich sagen, Bartholomew, Ihr Mr. Sanderson ist nicht so verdreht, wie es den Anschein hat. Es handelt sich um folgendes. Hier in England arbeitet augenblicklich eine Verbrecherbande, die den romantischen Namen 'Die vier Großen' führt. Drei von ihnen sind Amerikaner, der vierte stammt aus Spanien, gibt sich aber für einen Italiener namens Romano aus. Die Tatsache, dass Romano der Verbrecherwelt angehört, ist bewiesen. Die anderen drei, der Polizei in verschiedenen Ländern bekannt, sind Mr. und Mrs. Trenton und Talbot, ein alter, erfahrener Fälscher. Unter diesen Namen treten sie gewöhnlich auf. In Wirklichkeit können sie ganz anders heißen."

"Aber was hat denn das mit uns zu tun?"

"Warten Sie einen Augenblick, ich möchte Ihnen die Sache eben etwas genauer erklären. Ich glaube, dass Ihr Assistent auf der rechten Spur ist. Es unterliegt gar keinem Zweifel, dass diese vier Verbrecher sich hier in England aufhalten und auch sehr tätig sind. Die Polizeidirektionen von fast allen europäischen Ländern suchen diese vier, besonders die Behörden in Amerika. Sanderson hat nun mit viel Mühe und Fleiß den Nachweis geführt, dass diese vier tatsächlich mit der Bande identisch sind, die im letzten Jahr eine ganze Reihe von Juwelendiebstählen in Paris und London ausführte."

Bartholomew nickte.

"Oh, ich kenne sie sehr wohl. Fast jede Nummer unserer Fachschrift enthält irgendeine Warnung vor diesen Leuten. Und ich glaube, dass Sanderson seine Kenntnis hauptsächlich aus den Aufsätzen unserer Fachzeitschrift geschöpft hat. Dazu kommen noch die vertraulichen

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