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Tödliche Besessenheit Ein Baccus-Borg-Krimi von Schwab, Elke (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.09.2015
  • Verlag: Solibro Verlag
eBook (ePUB)
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Tödliche Besessenheit

'Der barbarischen Rohheit des Vierteilens fielen vor allem Verräter und Attentäter zum Opfer. Ein Schmunzeln huschte bei diesen Gedanken über sein Gesicht. Er ließ den Blick durch das düstere Gewölbe schweifen und spürte, wie ihn sein Plan mit großer Zuversicht und Freude erfüllte. Seine unübertreffliche Intelligenz hatte ihn nach Fertigstellung der Maschine, die das Vierteilen vollziehen sollte, restlos überzeugt: Er war ein Genie. Niemand konnte ihm das Wasser reichen. Der Frevler, für den er diese Kostbarkeit aufgehoben hatte, durfte keinen einfachen Tod sterben, schließlich hatte er sich des Verrats schuldig gemacht. Er hatte versucht, seiner gerechten Strafe zu entgehen. Aber niemand durfte sich seinem Meister entziehen.' Die tote Frau am Fuße eines Saarbrücker Hochhauses scheint ein Routinefall für die Kommissare Baccus und Borg zu werden. Doch als nur wenig später die enthauptete Leiche eines einflussreichen Immobilienmaklers gefunden wird, dämmert den beiden, dass sie es mit dem Beginn einer Reihe grausamer Ritualmorde zu tun haben ... Von mittlerweile insgesamt neunzehn Krimis der Saarländerin Elke Schwab ist 'Tödliche Besessenheit' der fünfte Teil der bislang sechsbändigen Krimireihe mit Lukas Baccus und Theo Borg (Prequel 'Gewagter Einsatz', 'Mörderisches Puzzle', 'Eisige Rache', 'Blutige Mondscheinsonate', 'Tödliche Besessenheit', 'Tickende Zeitbombe'). Die beiden übermütigen Kriminalkommissare klären mit lockeren Sprüchen spektakuläre Fälle auf. Im Nordosten von Frankreich in einem alten elsässischen Bauernhaus entstehen die spannenden Krimis der gebürtigen Saarländerin Elke Schwab. In der Nähe zur saarländischen Grenze schreibt und lebt sie zusammen mit Lebensgefährte samt Pferden, Esel und Katzen. Elke Schwab wurde 1964 in Saarbrücken geboren und ist im Saarland aufgewachsen. Nach dem Gymnasium in Saarlouis arbeitete sie über zwanzig Jahre im Saarländischen Sozialministerium, Abteilung Altenpolitik. Schon als Kind schrieb sie über Abenteuer, als Jugendliche natürlich über Romanzen. Später entschied sie sich für Kriminalromane. 2001 brachte sie ihr erstes Buch auf den Markt. Seitdem sind fünfzehn Krimis und sechs Kurzgeschichten von ihr veröffentlicht worden. Ihre Krimis sind Polizeiromane in bester 'Whodunit'-Tradition. Neben Baccus und Borg ist Hauptkommissar Kullmann eine ihrer Hauptfiguren. 2013 erhielt sie den Saarländischen Autorenpreis der 'HomBuch' in der Kategorie 'Krimi'. Im selben Jahr folgte der Kulturpreis des Landkreises Saarlouis für literarische Arbeit mit regionalem Bezug. 2014 erhält sie zum 2. Mal in Folge den 'HomBuch'-Krimipreis.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 02.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783932927966
    Verlag: Solibro Verlag
    Serie: Subkutan 6
    Größe: 2341 kBytes
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Tödliche Besessenheit

Kapitel 1

Miriam stand am Fenster und schaute hinaus auf die herrliche Blumenpracht in ihrem Garten. Alles blühte, was sie im Frühling angepflanzt hatte. Ihre Bourbon Queen , eine Strauchrose in hellem Rosa, bildete einen schönen Blickfang. Als sie eingepflanzt wurde, bestand sie nur aus nackten Ästen. Nie hätte Miriam erahnt, wie schön sie werden konnte. Rosarote Blüten mit einem betörenden Duft zierten inzwischen den größten Teil des Gartens. Der Rhododendron blendete in kräftigem Pink, Magnolien schimmerten in Blutrot, der Hibiskus in Lila. Ihre Arbeit trug Früchte - Früchte, die ihr Herz höher schlagen lassen sollten. Aber sie konnte sich nicht wirklich an der Schönheit ihres Werks erfreuen. Ihr Mann stand neben ihr, bewunderte ebenfalls die bunte Farbenpracht. Aber sein Gesicht blieb skeptisch. Sie hatten alles, was sie wollten: ein Häuschen am Stadtrand, einen Garten, nette Nachbarn. Doch ihr Glück war überschattet, ihr Leben ein einziger Trümmerhaufen.

"Wie konnte es nur so weit kommen?", grübelte er. "Wie bist du auf den Gedanken gekommen, das Problem allein lösen zu können?" Während er sprach, zuckte sein rechtes Auge, eine Eigenschaft, die erst in den letzten Wochen aufgetreten war.

Miriam schaute weiter auf das Blumenmeer und blieb still. Der Vorwurf in seiner Stimme schmerzte, aber das Verständnis, das er ihr entgegenbrachte, noch viel mehr.

"Wie konntest du dich zu einer solchen Sache hinreißen lassen?", murmelte er, während er sich nervös an den Ellenbogen kratzte. "War das Haus wirklich so wichtig?"

Ihr Blick schweifte vom Garten hinüber zu ihrem Mann. Er war groß und sportlich gebaut, hatte ein markantes Gesicht, blondes, lockiges Haar, blaue Augen und einen dunklen Teint. Ein Mann, der durch sein glänzendes Äußeres auffiel. Doch nun war sein Gesicht von Sorgen gezeichnet, seine Ellenbogen wund gekratzt und sein rechtes Auge zuckte unablässig.

Miriam gab sich allein die Schuld an seinem Zustand. Sie hatte ihm all seine Illusionen genommen - mit einem einzigen Satz: Sie hatte gestanden, mit einem anderen Mann ins Bett gegangen zu sein - in der Hoffnung, damit ihre finanzielle Notlage überwinden zu können.

Schwermütig setzte Georg Hammer sich. Der Brief lag immer noch auf dem Küchentisch. Beide hatten das Foto kaum gesehen, da ahnten sie schon, welche Ausmaße Miriams Fehltritt angenommen hatte. Dieses zeitliche Zusammentreffen unterstrich das Groteske ihrer Situation: Just in dem Augenblick, als Miriam ihr Geständnis abgelegt hatte, kam dieser Brief, der alles nur noch schlimmer machte.

"Ich hätte dich besser kennen müssen. Ich hätte wissen müssen, was du tust", tadelte Georg sich selbst.

"Leider habe ich mich selbst nicht genug gekannt, um zu erahnen, wieweit ich gehen würde", bemerkte Miriam reumütig. "Ich wollte uns retten und habe uns nur noch tiefer ins Elend gestürzt. Jetzt hat er uns endgültig in der Hand. Das wollte ich bestimmt nicht."

"Ja! Jetzt wird es niemals enden. Er kann mit uns machen, was er will. Es sei denn, wir tun etwas dagegen", bestätigte Georg.

"Was können wir schon tun? Wir sind machtlos." Miriam setzte sich neben ihren Mann und nahm sanft seine Hände in ihre, um ihn daran zu hindern, sich weiter an den Ellenbogen zu kratzen.

"Das stimmt nicht ganz. Ich bin am Ende, habe nichts mehr zu verlieren. Aber glaub mir, ich werde eine Lösung finden."

Wütend schlug Lukas Baccus mit der geballten Faust gegen den Kaffeeautomaten. Er fluchte wie ein altes Waschweib: "Scheiß Technik! Wenn man was braucht, klappt's nicht. Wie komm ich jetzt zu meinem Koffeinschub?"

Plötzlich stieg ihm angenehmer Kaffeeduft in die Nase. Fragend schaute er sich um. Neben ihm stand sein Kollege Theo Borg - in seiner Hand eine Tasse dampfenden Kaffees.

"Probier es mal damit!"

"Danke", murmelte Lukas, nahm den Kaffee und verschwand.

Im gleichen Augenblick hörte er, wie

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