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Tödliche Gebote Thriller von Corin, Joshua (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2012
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (PDF)
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Tödliche Gebote

Esme Stuarts zweiter Fall: Atemberaubend spannend und mörderisch gut!

Die Gebote:
Vernichte Leben.
Vernichte alles,
was auf dieses Leben hinweist.

Wer verbirgt sich hinter Cain42? Auf seiner Website erklärt der mysteriöse 'Professor' seinen Schülern den perfekten Mord. Die FBI-Profilerin Esme Stuart ist schockiert, als sie die Gebote liest. Erst glaubt sie noch, es handle sich nur um die Ausgeburt eines kranken Hirns. Dann aber wird der Fall schnell persönlich: Cains Musterschüler tötet eine alte Freundin von Esmes Mann. Und er droht, ein entführtes Baby grausam zu ermorden, wenn Polizei und FBI die Ermittlungen nicht sofort einstellen. Doch Esme kann nicht tatenlos zusehen, wie Cain seine Schüler öffentlich zum Amoklauf aufruft...

Joshua Corin ist in Warwick, Rhode Island, aufgewachsen und schreibt, seitdem er einen Stift halten kann. Nach Ausflügen in die Welt der Theaterstücke und Filmdrehbücher hat er sich nun auf Romane verlegt. Nebenbei arbeitet Corin weiter als Englisch- und Schauspiellehrer an einem College in Atlanta, Georgia, wo er gerade zum besten Dozenten des Campus gewählt worden ist.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 01.06.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862784073
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: Before Cain Strikes
    Größe: 665 kBytes
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Tödliche Gebote

2. KAPITEL

"Und genau das ist der Punkt, Esme", sagte Rafe Stuart. "Darauf wollte ich die ganze Zeit hinaus. Du bist drauf und dran, unsere Familie zu zerstören - und zwar mit voller Absicht."

Ehe Esme etwas erwidern konnte, räusperte sich Dr. Rosen ein paarmal. Sie war eine winzige Frau mit einem faltenzerknitterten Babygesicht. Heute trug sie ein Kostüm aus grünem Cord. Und wie so häufig zupfte Dr. Rosen auch nun wieder an ihrem linken Ohrläppchen. Angeblich half das gegen ihren Bluthochdruck, an dem der Heuschnupfen schuld war, und - nun ja, ihre achtundsiebzig Jahre. Trotzdem genoss Dr. Rosen einen ausgezeichneten Ruf als Eheberaterin.

Geduldig wartete Esme, bis Dr. Rosen sich ausgeräuspert hatte. Am liebsten hätte sie der kleinen alten Dame irgendetwas gegeben, um ihre Beschwerden zu lindern. Aber schon bei ihrer ersten Sitzung vor vielen Wochen hatte Dr. Rosen das Päckchen mit den Antihistaminika vehement zurückgewiesen. Hilfe war nur etwas für Patienten.

Dr. Rosens Praxis lag in einem zweistöckigen Haus ohne Fahrstuhl im Zentrum von Syosset, zwanzig Minuten vom Haus der Stuarts entfernt. Jenem Zuhause also, das Esme mit voller Absicht zerstören wollte, weil sie ... als Beraterin für das FBI arbeitete?

"Blödsinn", entgegnete Esme.

Dr. Rosen beugte sich vor. In dem schwarzen Ledersessel schien ihre winzige Gestalt fast vollständig zu verschwinden. "Ich glaube, diese Antwort müssten Sie ein wenig genauer erläutern, Esme."

Esme warf ihrem Mann am anderen Ende des langen Sofas einen Blick zu. Er hatte die Arme vor der Brust verschränkt und die Kinnladen zusammengepresst. Hätte sie ein Bild von Rafe malen müssen, das ihn während der letzten Monate zeigte, hätte sie ihn exakt so porträtiert: Arme verschränkt, Kinnladen zusammengepresst. Es war vermutlich eine Verteidigungshaltung, aber das hieß, dass sie die Angreiferin war. Und das stimmte einfach nicht. In diesem Stück gab es keine Bösewichte.

Sie zählte bis zehn. "Ich will damit sagen", erwiderte sie betont ruhig, "dass ich ja wohl kaum vorsätzlich anderen schade. Schaffe ich etwa die Konflikte sehenden Auges ins Haus?"

"Du hast Galileo ins Haus gebracht."

Da war er. Galileo. Der Stein des Anstoßes.

Rafe war nicht wütend, dass sie wieder zu arbeiten begonnen hatte. So entsetzlich vorgestrig war er nun doch nicht. Vielmehr war er wütend auf Henry Booth, einen durchgeknallten Heckenschützen, der sich Galileo nannte.

Als Galileo seine mörderische Spur quer durch die USA gelegt hatte, war Esme schon längst nicht mehr für das FBI tätig gewesen. Nach der Geburt von Sophie hatte sie sich fest vorgenommen, sich ganz auf die Erziehung ihrer kleinen Tochter zu konzentrieren. Doch Galileo konnte einfach nicht gefasst werden, und immer mehr Menschen fielen dem verrückten Mistkerl zum Opfer. Irgendwann hatte dann Special Agent Tom Piper bei Esme angerufen und sie um Hilfe gebeten. Gemeinsam war es Tom und Esme gelungen, Galileo das Handwerk zu legen.

Viele Menschen waren gerettet worden, und Esme bereute ihre Entscheidung nicht. Oder etwa doch? Die Zeit, die sie dem Fall widmete, konnte sie nicht zu Hause sein. Sie war nicht da für Rafe und ihre sechsjährige Tochter. Und schließlich, bittere Ironie des Schicksals, war Galileo sogar in Esmes Haus eingebrochen und hatte Rafe und Sophie als Geiseln genommen. Nur dank eines genialen Einfalls in letzter Minute konnten sie Booth überwältigen, aber ihr Mann und ihre Tochter hätten um ein Haar ihr Leben verloren.

Das waren Esmes Vergehen.

Dennoch ...

"Sollen wir lieber nach Island ziehen?", fragte sie.

Rafe zog eine Augenbraue hoch. "Island?"

"Da gibt es zwar nur eine einzige Stadt, und sechs Monate lang steht das Thermometer unter null, aber es gibt praktisch keine Verbrechen. Also sollten wir nach Island ziehen. Natürlich müssten wir Sophie aus der Schu

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