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Tödliche Herrin Jagd auf eine Serienmörderin von Brams, Timo (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Tödliche Herrin

Im Fluss treiben immer wieder unbekleidete Männerleichen an. Die Opfer wurden vor ihrem Tod offenbar gefoltert. Bernd Schiller, ein eher kleines Licht in der Mordkommission "Domina", kommt der schönen Täterin bei seinen Ermittlungen sehr nahe, vielleicht zu nahe...

Der Autor war jahrelang selbst Polizeibeamter. Diese Erfahrungen sind ihm heute bei seinen Kriminalgeschichten, in denen häufig die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele beleuchtet werden, sehr hilfreich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 200
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741217029
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 554kBytes
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Tödliche Herrin

Eine neue Erfahrung

Er konnte nicht viel sehen in der Dunkelheit. Es war schon nach Mitternacht, also Samstag Morgen und die einzige Beleuchtung bestand aus fünf flackernden Kerzen, die in dieser alten, verlassenen Fabrikhalle verteilt waren.

Die aus dunklen Backsteinen bestehenden Wände und der verdreckte Boden wirkten nicht gerade gemütlich. Überall lagen Fast-Food-Verpackungen, alte Flaschen, benutzte Kondome und eine Menge sonstiger Unrat herum, den Bernd nicht genau identifizieren konnte und auch nicht wollte. Es roch nach Rattenkot und Schimmel.

Bernd wartete nun schon seit 45 Minuten auf die Dame, mit der er hier verabredet war. Er hatte die Frau noch nie gesehen und war sehr angespannt.

Man könnte zu der Schlussfolgerung kommen, dass dieser Ort recht ungewöhnlich für ein Blind Date war, aber sie hatte den Treffpunkt gewählt und Bernd war nicht wirklich überrascht, dass es hier so aussah wie es halt aussah.

Langsam begann er sich allerdings zu fragen, ob sie wirklich kommen oder ihn nur versetzen würde. Er trat näher an eine der Kerzen heran und betrachtete sie genauer. Sie war ziemlich dick und noch etwa 20 Zentimeter hoch. Bernd konnte nicht feststellen, wie lange es wohl her sein mochte, dass die Kerze entzündet worden war, da nicht zu erkennen war, welche Länge sie wohl ursprünglich gehabt hatte. Aber sie würde noch für viele Stunden Licht spenden.

Dann wurde die Stille in der Fabrikhalle durch ein schrilles E-Gitarrenriff unterbrochen. Bernd griff in die Innentasche seiner Lederjacke und beschloss gleichzeitig, unbedingt bei nächster Gelegenheit den Klingelton seines Smartphones zu ändern.

Die Telefonnummer des Anrufers wurde nicht angezeigt, aber er wusste genau, wer ihn sprechen wollte.

"Ja?"

"OK" sagte eine weibliche Stimme in strengem Befehlston. "hast du das Geld dabei?"

Die Stimme klang etwas merkwürdig und heiser. Bernd hatte schon vorher mit der Dame telefoniert und war daher über den ungewöhnlichen Klang der Stimme nicht verwundert. Er vermutete, dass die Frau ihre Stimme verstellte, um nicht daran erkannt zu werden.

"Natürlich."

"Dann zieh dich jetzt komplett aus."

"So richtig komplett?" wollte Bernd etwas überrascht wissen.

"Wenn ich dir sage, du sollst dich komplett ausziehen, dann machst du Penner das auch, kapiert?"

Ihre Stimme klang jetzt etwas erbost.

"Entschuldigung. Ich mach' ja schon..." versuchte Bernd sie zu beruhigen.

Aber sie hatte das Gespräch schon beendet und seinen letzten Satz vermutlich gar nicht gehört.

Jetzt war er nicht sicher, ob er das Treffen mit seiner Frage versaut hatte.

Hastig begann Bernd, seine Lederjacke und das T-Shirt auszuziehen. Dann öffnete er seinen Gürtel und ließ die Jeans-Hose an seinen Beinen herunter rutschen.

Es kostete ihn etwas Überwindung, aber schließlich zog er auch noch den Slip aus.

Bernd hoffte, dass niemand außer der Dame, die er erwartete, ihn so nackt in einem vergammelten und verlassenen Drahtwerk sehen würde.

Es war August und doch fror Bernd, als er nackt wartete. Er stand allein in einer heruntergekommenen Fabrikhalle und es passierte einfach nichts. Nach etwa einer halben Stunde hatte er die Hoffnung aufgegeben. Er bückte sich gerade, um seine Unterhose aufzuheben, als ihm ein weiteres Gitarrenriff aus seinem Smartphone wieder neue Hoffnung brachte.

Er hob es hastig auf und rief aufgeregt "Hallo?"

"Na also, es geht doch" sagte die weibliche Stimme etwas spöttisch.

Bernd begann sich zu fragen, ob die Frau ihn heimlich beobachtete oder ob es ganz einfach Menschenkenntnis war, was sie sicher machte, dass er nun wirklich nackt war.

"Geh zu der Wand, wo die drei Kerzen stehen" forderte die Stimme ihn auf.

Bernd schaute sich um.

Tatsächlich, drei der fünf Kerzen standen verteilt auf einem verstaubten und zerkratzten Regalbrett,

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