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Tödliche Provence von Åslund, Sandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.05.2018
  • Verlag: Midnight
eBook (ePUB)
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Tödliche Provence

Ein neuer Fall für Kommissarin Hannah Richter
Endlich Urlaub! Kommissarin Hannah Richter reist in die Provence, um ihre Freundin Penelope zu besuchen. Doch die Idylle trügt. Als Penelopes Nachbar tot in seinem Haus gefunden wird, übernimmt Hannahs ehemalige Kollegin die Ermittlungen. Sie bittet Hannah, Augen und Ohren in der Nachbarschaft offen zu halten. Penelope erinnert sich indes, dass der Tote vor seinem Ableben Andeutungen über ein düsteres Geheimnis in seiner Vergangenheit gemacht hatte. Hannahs Neugier ist geweckt und sie verfolgt die Spur ihrer Freundin. Dabei ahnt die junge Kommissarin nicht, dass der Täter ihr bereits auf den Fersen ist ...
Von Sandra Åslund sind bei Midnight by Ullstein erschienen:
Mord in der Provence (Hannah Richter 1)
Tödliche Provence (Hannah Richter 2)

Sandra Åslund, geboren 1976, ist am Niederrhein nahe der holländischen Grenze aufgewachsen. Sie studierte zunächst Lehramt, bevor sie sich zur Maskenbildnerin an der Oper Köln ausbilden ließ. Aus Liebe zum Schreiben absolvierte sie zusätzlich ein Fernstudium in Kreativem Schreiben an der Textmanufaktur. Die Autorin veröffentlichte unter ihrem Mädchennamen Sandra Maus bereits diverse Kurzgeschichten und Erzählungen in Anthologien sowie den Erzählband "Vielleicht war es nur der Wind". Sie ist Mitglied im Autorenkreis Würzburg und bei den Mörderischen Schwestern. Von 2007 bis 2011 moderierte und gestaltete sie das Kleinkunstformat LiteraturLounge. Mit ihrem Roman "Mord in der Provence" startete die Autorin ihre Krimireihe um die Kölner Kommissarin Hannah Richter. Sandra Åslund lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Berlin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 350
    Erscheinungsdatum: 07.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958191266
    Verlag: Midnight
    Serie: Hannah Richter .2
    Größe: 3095 kBytes
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Tödliche Provence

Kapitel 1

Donnerstag, 18. September 2014

"Matthieu ist verschwunden!" Der Ruf von Alice Joselet riss Hannah aus dem Rhythmus ihres Laufs.

Auch im Urlaub versuchte die Kommissarin ihr morgendliches Training zu absolvieren. Vor fünf Tagen war sie in der Provence angekommen, und bisher hatte sie eisern durchgehalten.

Im vergangenen Sommer hatte Hannah im Rahmen eines EU-Austauschprogramms drei Monate bei der provenzalischen Polizei verbracht. Ihre erste Station hatte sie nach Vaison-la-Romaine geführt, jene kleine Touristenstadt im Vaucluse, die sich rühmte, Frankreichs größtes galloromanisches Ausgrabungsgelände zu beherbergen. Da Hannahs Leidenschaft die römische Geschichte war, hatte es neben der Arbeit viel für sie zu entdecken gegeben. Einige der Menschen, die sie während ihres Aufenthalts getroffen hatte, waren inzwischen enge Freunde geworden, und so hatte sie beschlossen, in diesem Jahr ihren Urlaub hier zu verbringen.

"Mademoiselle Hannah!" Die alte Frau winkte sie zu sich heran. Wie üblich trug sie ihre weißen Haare in der Mitte gescheitelt und zu einem ordentlichen Nackenknoten gebunden. "Haben Sie einen Moment Zeit für mich?"

Ihrem Gesichtsausdruck nach war etwas Ernstes geschehen, und so joggte Hannah näher und öffnete die niedrige Gartenpforte. " Bonjour , Madame Joselet, was ist passiert?"

"Ach, kommen Sie doch auf einen Tee herein."

Hannah folgte der schmalen Frau, die trotz ihrer mehr als siebzig Jahre kein bisschen gebrechlich wirkte, ins Innere des kleinen, hell verputzten Hauses.

Bald darauf saß sie auf einer Holzbank auf der Terrasse, einen Becher schwarzen Tee vor sich, und sah Alice Joselet erwartungsvoll an. "Was haben Sie denn auf dem Herzen?"

"Matthieu ist vorgestern Abend nicht nach Hause gekommen." Bekümmert umklammerte die betagte Frau mit den Händen ihre Tasse. "Das ist an sich keine große Geschichte, er bleibt öfter über Nacht weg - alt genug ist er ja." Sie lächelte matt. "Aber er hat sich gestern den ganzen Tag nicht blicken lassen, und das ist ziemlich ungewöhnlich. Er weiß genau, dass er mein Ein und Alles ist, und ..." Sie zögerte kurz, dann schaute sie Hannah direkt an. "Ich bin sicher, dass ihm etwas passiert ist! Sie sind Polizistin, ich habe gedacht ..."

"Nun ja, Madame Joselet, ich bin im Urlaub. Sie wissen ja, dass ich in Köln, also in Deutschland, lebe. Haben Sie schon die örtliche Polizei alarmiert?"

Alice Joselet stöhnte auf. "Die von der police municipale sind doch allesamt unfähig! Und diesen Bernard konnte ich von Anfang an nicht leiden."

Hannah verkniff sich ein Grinsen. Auch sie hatte während ihrer Zeit bei der Gendarmerie von Vaison ihre Schwierigkeiten mit Capitaine Claude-Jean Bernard gehabt. Zu guter Letzt hatten sie eine versöhnliche Ebene gefunden. Allerdings war der Weg dahin steinig und von einigen heftigen Auseinandersetzungen gezeichnet gewesen.

Hannah nippte an ihrem Tee und versuchte sich die wenigen, kurzen Gespräche ins Gedächtnis zu rufen, die sie mit Alice Joselet geführt hatte. War da schon einmal der Name Matthieu gefallen? Madame war seit einigen Jahren Witwe. Einen neuen Lebensgefährten hatte sie nicht erwähnt, ihr einziger Sohn lebte in Aix-en-Provence und besuchte sie nur gelegentlich.

"Wie ... sieht er denn aus?", begann Hannah vorsichtig.

"Na, recht groß ist er, ein bisschen übergewichtig ... er ist halt faul geworden in der letzten Zeit. Früher, da war er so agil."

"Haarfarbe?"

"Rot ... aber ..."

"Und die Augen?"

"Grün."

"Und der Name war ... Matthieu?"

"Genau."

"Und wie weiter?"

"Weiter?" Die alte Frau sah Hannah verständnislos an.

"Na, der Nachname."

"Ach so. Hat er nicht. Nur Matthieu."

"Hm. Wie lange kennen Sie diesen Matthieu schon?"

"Kennen? Na, quasi seit seiner Geburt."

"Wie alt ist Matthieu?"

"Im Feb

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