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Tödliche Schräglage Motorrad-Krimi von Marx, Frank (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2015
  • Verlag: Highlights Verlag
eBook (ePUB)
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Tödliche Schräglage

Erster Fall: Kommissar Axel Schröder muss seine alte Honda CB 750 aus der Garage holen, denn immer mehr Motorradfahrer verunglücken tödlich auf einer kurvenreichen Strecke in der Eifel. Ist der Black Rebel Motorcycle Club in eine tödliche Auseinandersetzung mit den Lucky Jokern geraten? Oder hat der einschlägig bekannte Motorradhändler Leo Nehls seine Finger im Spiel? Und wer ist eigentlich der mysteriöse Dark Rider? Axel Schröder gerät in seinem ersten Fall in eine mörderische Jagd ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 01.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945784013
    Verlag: Highlights Verlag
    Serie: Axel Schröder Bd.1
    Größe: 3369 kBytes
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Tödliche Schräglage

2.

Axel Schröder lebte seit fünf Tagen von Schoko-Müsli. Am Samstag war der Umzugswagen vorgefahren. Die Männer zeigten ihm die Liste, die er zusammen mit Renate beim Scheidungsanwalt unterschrieben hatte. Sie nahmen den Kühlschrank mit, die Einbauküche mit dem Vorratsschrank und die Mikrowelle. Zurück blieb eine Familienpackung Schoko-Müsli, die sich hinter einem Vorhang auf dem Fensterbrett versteckt hatte. Also saß er in der halbdunklen Küche auf den kalten Fliesen und frühstückte trockenes Schoko-Müsli direkt aus der Packung.

Er stand unter Schock, aber er wollte ins Präsidium. Tatsächlich war er schon früher lieber zur Arbeit gegangen, als zu lange zuhause zu bleiben. Wahrscheinlich war das irgendwann auch Renate aufgefallen. Er schüttelte die letzten Müsliflocken in sich hinein und kaute tapfer. Die Packung war leer. Zeit für einen Großeinkauf. Zeit für einen Neuanfang. Seine Schritte hallten gespenstisch durch die fast leere Wohnung. Auf dem Teppichboden im Wohnzimmer markierten Abdrücke, wo das Bücherregal gestanden hatte. Seine Schallplattensammlung verteilte sich jetzt in Stapeln entlang der Wand. Im Schlafzimmer fehlte der Schrank, seine Kleidung lag in einem wilden Haufen in der Ecke. Die Kommode hatte Renate nicht angerührt, sie hatte das alte Familienerbstück noch nie gemocht. Aber warum war das Ehebett zurückgeblieben?

Axel schlenderte durch den leeren Flur. Im Spiegel an der Garderobe stand er sich gegenüber, mittelgroß, mittelalt, blonde Haare, Seehundsblick. Er zog den Bauch ein, versuchte mit den Augen zu lächeln und nahm sich vor, sich selbst nicht Leid zu tun. Axel steckte seine Walther PK in das Holster und suchte geistesabwesend nach dem BMW-Schlüssel auf dem Schlüsselbrett. Sein letzter Blick auf Renate fiel ihm wieder ein, wie sie mit Vollgas im BMW davonfuhr. Seufzend nahm er den Schlüssel für das Wohnmobil und trat vor die Tür des Einfamilienhauses. Es war bereits warm, ein weiterer schöner Sommertag kündigte sich an. Er schwang sich in die Kabine des Wohnmobils und warf den Motor an. Der Verkehr auf der Dorfstraße war morgens so dicht wie in der Innenstadt, er musste eine Minute warten, bevor er sich in die Schlange der Pendler einreihen konnte. Auf dem Armaturenbrett blinkte hektisch eine Warnleuchte, er musste dringend tanken. Deshalb fuhr er nach wenigen hundert Metern auf die alte Dorf-Tankstelle. Eine geschwungene Beton-Muschel überspannte das Museumsstück, an der ein echter Tankwart mit einem grünen Jägerhut auf dem Kopf die Zapfsäulen bediente. Weil zu wenige Kunden dieses denkmalgeschützte Szenario zu schätzen wussten, hatte der Mann absurderweise ein Internet-Café in das Tankstellenhäuschen integriert. Ab und zu hockten Kids vor dem einsamen Computerbildschirm, aber meistens saß der Tankstellenbesitzer selbst davor und wartete auf Kundschaft.

Axel stieg aus und öffnete den Tankverschluss. Der Tankwart nickte ihm kurz zu, hantierte dann schweigend mit der Zapfpistole. Der Jägerhut war wie der förstergrüne Geländewagen neben dem Häuschen wahrscheinlich ein Hinweis auf die Jagdleidenschaft des Mannes. Axel wurde das Schweigen unbehaglich.

"Na, hat die Jagdsaison schon begonnen?", fragte er unvermittelt den Mann neben sich. Der blickte irritiert auf und verzog dann das Gesicht zu einem schmalen Grinsen.

"Kann man so sagen, ja."

Axel schaute den Mann aufmunternd an, aber mehr kam da nicht. Das war schon ein Kauz! Axel bezahlte und machte sich wieder auf den Weg.

Seit das Kölner Polizeipräsidium von der Innenstadt auf die andere Rheinseite umgezogen war, konnte Axel jeden Morgen entscheiden, über welche Rheinbrücke er fahren wollte. Er liebte die vier Kurven durch das Wasserwerkswäldchen auf dem Weg zur Rodenkirchener Autobahnbrücke, deshalb bog er von der Hauptstraße ab und ließ das Wohnmobil durch die Kurven schwingen. Mit dem Oberkörper legte er sich ein wenig in die Kurven und dachte an seine Honda in der Ga

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