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Tödliche Strömung - Ein Fall für Seychelle Sullivan: Band 2 Thriller von Kling, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2020
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Tödliche Strömung - Ein Fall für Seychelle Sullivan: Band 2

Die Schwächsten erwischt es zuerst ... Der packende nautische Thriller »Tödliche Strömung« von Christine Kling jetzt als eBook bei dotbooks. Einsam treibt ein Boot im Ozean - an Bord nur noch eine einzige Überlebende ... Seychelle Sullivan, die toughe Kapitänin aus Florida, stößt auf ein führerloses Boot, auf dem sie ein halb verdurstetes Mädchen entdeckt - und die Leiche einer Frau! Was ist den Flüchtlingen aus Haiti zugestoßen? Solange weigert sich, darüber zu sprechen. Droht ihr nun der nächste Schicksalsschlag - die Abschiebung durch die unerbittliche Einwanderungsbehörde? Seychelle will das hilflose Kind beschützen: Sie setzt alles daran, Beweise für ihren Verdacht zu finden, dass Solanges Vater Amerikaner ist. Doch das bedeutet auch, dass sie den Tod der Frau an Bord aufklären muss - und dabei geraten die beiden schnell ins Visier eines gefährlichen Verbrecherrings ... »Ein straffer, temporeicher Thriller!« The Miami Herald Jetzt als eBook kaufen und genießen: »Tödliche Strömung« von Christine Kling ist der zweite packende nautische Thriller um die scharfsinnige Seychelle Sullivan, der unabhängig von seinem Vorgänger gelesen werden kann. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Christine Kling segelt seit mehr als 30 Jahren über den Atlantik, den Pazifik und in der Karibik. Diese Leidenschaft inspirierte sie zu den Spannungsromanen um Floridas tougheste Schleppkahnfahrerin, Seychelle Sullivan. Christine Kling hat ein Masterstudium in kreativem Schreiben an der Florida International University abgeschlossen. Ihre Artikel, Essays und Kurzgeschichten erscheinen regelmäßig in zahlreichen Zeitschriften und Sammelbänden. Nachdem sie lange Zeit als Englisch-Professorin am Broward College tätig war, ist sie heute im Ruhestand und lebt an Bord eines Motorseglers. Bei dotbooks veröffentlichte Christine Kling die beiden nautischen Thriller »Tödliche Entdeckung« und »Tödliche Strömung«. Die Website der Autorin: https://christinekling.com/

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 438
    Erscheinungsdatum: 01.08.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783966550307
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1867 kBytes
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Tödliche Strömung - Ein Fall für Seychelle Sullivan: Band 2

Kapitel 1

Wenn man auf die alte, hölzerne Bahama-Motorjacht Miss Agnes hinunterschaute, die auf der Seite auf dem weißen Sand des Meeresbodens lag, konnte man sich nur schwer vorstellen, dass hier Menschen gestorben waren. Jede Einzelheit - von der abblätternden beigen Farbe bis zu dem gespannten Draht an der Basis der Funkantenne - war so deutlich zu sehen, als würde ich durch die scharf eingestellte Linse einer Kamera blicken. Es sah gar nicht so aus, als läge die Miss Agnes auf dem Meeresgrund. Die Jacht und das Wasser darüber waren so still und klar, dass ich das Gefühl hatte, in der Luft zu schweben, als ich mich über den Bug meines Schiffes beugte.

»Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ein so kleines Schiff mehr als fünfzig panikerfüllte Menschen transportiert hat.« Ich drehte mich um und sah B.J. vor der Ruderhaustür des Schleppers stehen. Das Meerwasser tropfte an ihm herunter; den Reißverschluss seines Taucheranzuges hatte er bis zur Taille geöffnet, und sein langes, schwarz glänzendes Haar hing glatt auf seinen Rücken. Er kam zu mir an die Reling und starrte hinunter in das kristallklare Wasser. »Weißt du, Seychelle, es war, als ob drei Generationen - alte und junge Leute, sogar Kinder - da hineingestopft waren wie Cocktailwürstchen in der Dose. Eine verdammt ungemütliche Art zu reisen.«

»Cocktailwürstchen, B. J.?« Ich drehte mich um und warf ihm einen kurzen Blick zu, während ich mich gegen die Schiffswand aus Aluminium hinter mir lehnte. Wir mussten beide schreien, damit wir uns über das Dröhnen des Generators auf dem Lastschiff hinweg verstehen konnten. »Ich hätte nicht gedacht, dass jemand wie du überhaupt weiß, dass es so etwas gibt.«

B.J. war mein gelegentlicher Decksmann und Mechaniker, eine Art New-Age-Naturkost-Anhänger; der Einzige, den ich je kennen gelernt hatte, bei dem das alles nicht aufgesetzt und abgedreht wirkte. Ganz sicher war er nicht der typische blonde Surfertrottel, denn er hatte im Gegensatz zu mir wenigstens zwei College-Abschlüsse. Er war samoanischer Herkunft, doch sein Blut enthielt außerdem eine Spur jeder ethnischen Gruppe, die in den letzten hundert Jahren jemals durch den Pazifik gezogen war. Obwohl er nie auf seinen Heimatinseln gewesen war, konnte man an seiner glatten braunen Haut und den mandelförmigen Augen erkennen, dass er einen Teil seiner Heimat in sich trug. »Natürlich« war für B.J. kein leeres Wort; es war die Art, wie er sein Leben lebte.

»Du hast Recht. Ich würde so was nie essen, aber ich beobachte trotzdem gern die Gewohnheiten der Menschen in meiner Umgebung. Nimm zum Beispiel diese Typen da.« Er zeigte mit dem Daumen in Richtung der Männer, die den Kran auf dem Bergungskahn bedienten, an dem die Gorda vertäut war, mein vierzehn Meter langer Schlepper. Wir ankerten ein paar tausend Meter vor dem Leuchtturm des Hillsboro Inlet. »Sie haben drei völlig verschiedene Ansichten darüber, wo sie die Trageseile unter dem Rumpf durchziehen sollen, damit das Wrack nicht in der Mitte auseinander bricht, wenn wir es an die Oberfläche hieven. Und keiner von denen ist bereit, einen Kompromiss einzugehen.«

Ich blickte zu den Typen hinüber, die B.J. meinte, und hatte den Verdacht, dass alle verkatert waren und keiner von ihnen in den letzten Tagen einen Rasierapparat benutzt hatte. Sie sahen aus, als hätte man sie beim Zapfenstreich im Downtowner Saloon eingesammelt. »Sehe ich das richtig, dass wir eine Weile hier bleiben?«, fragte ich.

B. J. nickte, bewegte sich dann in den Schatten, setzte sich auf die Deckskiste vor dem Ruderhaus und begann, Abacos Ohren zu kraulen. Abaco war die schwarze Labrador-Hündin, die ich zusammen mit der Gorda, der Sullivan Towing Company and Salvage Company geerbt hatte, als Red Sullivan, mein Vater, vor nicht ganz drei Jahren starb.

»Ich hatte keine Lust mehr, herumzuschwimmen, bis sie sich zu einem Entsch

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