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Tödliche Tropfen Kriminalroman von Stein, Jakob (eBook)

  • Verlag: B3 Verlag
eBook (ePUB)
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Tödliche Tropfen

Hochsommer in Frankfurt. Die Stadt stöhnt unter den abnormen Temperaturen. Zum wiederholten Mal wurde der Hitzerekord gebrochen. In der Nacht, die kaum Abkühlung bringt, wird Hauptkommissar Schwaner zum Flughafen gerufen. Am Rande des Flugfeldes wurde eine Leiche gefunden. Ein Alptraum beginnt... Der dritte Roman von Jakob Stein führt durch und hinter die Kulissen des Frankfurter Flughafens. Mit etwa achtzigtausend Arbeitsplätzen und durchschnittlich mehr als einhundertfünfzigtausend Passagieren pro Tag ist der Airport eine Stadt in der Stadt, die ihrem ganz eigenen Rhythmus folgt. Der Cargo-Bereich ist führend in Europa. Dort werden heute mehr Waren umgeschlagen als in manchem Seehafen. Damit verbunden ist auch ein hohes kriminelles Treiben, das immer wieder neue Wege sucht...

Jakob Stein lebt Frankfurt am Main. In seiner Berufslaufbahn arbeitete er sowohl im Buchhandel als auch bei verschiedenen Verlagen. Aktuell ist er in der Werbe- und Medienbranche tätig. Von ihm sind bereits erschienen: 'Flucht in den Tod' (2017), 'Geschlossene Gesellschaft' (2016), 'Tödliche Tropfen' (2016), 'Um jeden Preis' (2014) und 'Doppelmord á la carte' (2013).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 245
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783943758542
    Verlag: B3 Verlag
    Serie: Martin Schwaner Bd.3
    Größe: 1824 kBytes
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Tödliche Tropfen

III

Das grelle Licht am Tor blendete Hauptkommissar Martin Schwaner. Er hielt sich schützend die Hand über die Augen. Sven Beck, sein Assistent, hatte die Scheibe heruntergelassen und zeigte seinen Ausweis dem Sicherheitsdienst, der anscheinend schon auf sie gewartet hatte. Ein Wagen der Bundespolizei würde gleich kommen und sie begleiten. Sie sollten einen Moment dort drüben warten. Beck tippte sich an die Stirn und steuerte nach rechts.

Unterwegs hatten sie kaum ein Wort miteinander gewechselt. Gegen zwei Uhr war Schwaner von der Einsatzzentrale aus seinem ohnehin brüchigen Schlaf gerissen worden. Benommen saß er auf der Bettkante.

"Waasss isst?", drehte sich Sandra verschlafen und unbedeckt zu ihm um. Ihr dünnes, nur von zwei schmalen Trägern gehaltenes Nachthemd war ihr bis zum Bauch emporgeklettert. Der weiße Hautstreifen, der sich zum Po hin verbreiterte, leuchtete Martin verführerisch entgegen. Er ließ sich zurück ins Bett fallen und drückte einen langen Kuss auf die weiche Backe, während seine Hände an Rücken und Oberschenkel entlang strichen.

"Mmmhhh...", seufzte Sandra genüsslich.

"Ich muss los", nuschelte Martin, noch immer die Lippen auf Sandras Hintern gepresst.

"Woohiin?"

"Zum Flughafen. Ein Leichenfund."

Nach einem Klaps auf ihren Allerwertesten stemmte er sich hoch, schnappte seine Sachen vom Stuhl und ging ins Badezimmer. Ihm wurde plötzlich schwindlig und er musste sich am Türrahmen festhalten. 'Hoppla, was ist jetzt los?', dachte er, schob es aber auf das plötzliche Aufstehen.

Er warf sich einige Handvoll Wasser ins Gesicht, sprühte reichlich Deo unter die Achseln, zog sich an und tappte nochmals zum Bett zurück, um sich zu verabschieden.

"Soll ich nicht mitkommen?", fragte Sandra, anscheinend bereits hellwach.

"Nein. Ich denke, es wird nichts Außergewöhnliches sein."

"Aber ich habe Bereitschaft und muss ja dann auch bald los", flüsterte Sandra ihm zu. Als Ärztin am Rechtsmedizinischen Institut der Goethe-Universität würde Martins Leiche in wenigen Stunden höchstwahrscheinlich bei ihr ankommen.

"Ich werde mir Zeit lassen", versprach Martin beim Abschiedskuss.

Als Beck vorfuhr, fühlte er sich matt und ausgezehrt. Wenig Schlaf machte ihm eigentlich nichts aus, die anhaltende Hitze war viel schlimmer.

"Was ist das für ein Licht da drüben?" Schwaner deutete auf eine helle Kuppel, die über die flachen Gebäuden hinweg zu erkennen war. "Liegt dort unsere Leiche?"

"Keine Ahnung." Beck hob nur die Schultern und schaute kurz zu Schwaner hin. Im Licht der Laterne warf die Narbe auf seiner Oberlippe, obwohl er sie mit einem dümmlichen Schnauzer zu kaschieren suchte, einen deutlichen Schatten.

Der Wagen der Bundespolizei kam heran, blinkte einmal kurz auf, wendete und fuhr voraus. An nüchternen Zweckbauten vorbei gelangten sie zum Flugfeld. Sie hielten direkt auf den weithin leuchtenden Bereich zu, drehten plötzlich nach Westen ab, vorbei an still wartenden Flugzeugen und riesigen Hallen mit halboffenen Toren, hinter denen gearbeitet wurde. Hier wurden kleine Container in Maschinen verladen, dort spannte ein riesiger Airbus unter der frei schwebenden Decke seine Flügel aus. Winzig wirkende Mechaniker liefen um die gewaltigen Triebwerke herum.

Danach wurde es dunkel und unbelebt. Ein, zwei Gebäude lagen ausgestorben und scheinbar nutzlos da. Eine weite Fläche folgte, über die nur der matt leuchtende Zaun vor der tiefen Schwärze des angrenzenden Waldes zu sehen war. Etwas abseits davon tauchte die Feuerwache 3 auf.

Rechts strahlte die Lichtkugel über das gesamte Vorfeld. Lange Schatten liefen vor ihrem grellen Schein davon. Die kleinen Lampen, die am hinteren Ende einer Reihe von Containern aufgestellt waren, wirkten wie Glühwürmchen im Gegensatz zu den Flutern einige Hundert Meter von ihnen entfernt.

"Was geschieht dort?", fragte Hauptkommissar Schwaner den Erstbesten,

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