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Tödliches Wattenmeer. Ostfrieslandkrimi von Nansen, Elke (eBook)

  • Verlag: Klarant
eBook
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Tödliches Wattenmeer. Ostfrieslandkrimi

Die Welt des egozentrischen Rechtsmediziners Philipp Schorlau bricht aus den Angeln, als die elfjährige Maximiliane plötzlich vor ihm steht und behauptet, seine Tochter zu sein. Maxis Mutter Melanie tatsächlich Philipps große Liebe, die er einst unter skandalösen Umständen verließ sitzt in Untersuchungshaft und braucht dringend Hilfe. Bei einem Segeltörn auf dem Wattenmeer soll Melanie Hauke ihren Ehemann Christian brutal erstochen und über Bord geworfen haben. Alle Beweise sprechen gegen sie, die Yacht war voller Blut. Die Kommissare Richard Faber und Rike Waatstedt von der Kripo Emden reißen den Fall an sich und nehmen die Auricher Hauke-Werke ins Visier. Offensichtlich wurden acht Millionen Euro aus dem Vermögen des Familienunternehmens über längere Zeit gezielt veruntreut. Ist Melanie nur das Bauernopfer in einem Spiel um das große Geld? Die Ermittlungsergebnisse deuten aber auch auf eine ganz andere Version hin, an die keiner so recht glauben mag...



Elke Nansen ist das Pseudonym einer Autorin, die den Norden und Ostfriesland liebt. Die Nordsee, die unendliche friesische Weite, das platte Land mit seinen ganz speziellen Charakteren - diese Region hat ihren eigenen rauen Charme, hier kann Elke Nansen ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Und so schreiben sich die spannendsten Geschichten manchmal wie von selbst ... Besonders angetan haben es der Autorin die ostfriesischen Inseln, die sie alle schon besucht hat. Als leidenschaftliche Taucherin liebt Elke Nansen die See und das Wasser. 8 Jahre hat sie im niedersächsischen Städtchen Verden an der Aller gelebt.

Produktinformationen

    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783965862524
    Verlag: Klarant
    Größe: 323 kBytes
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Tödliches Wattenmeer. Ostfrieslandkrimi

Kapitel 2

 

Es war mittlerweile Montagabend und für alle hatte sich der letzte Osterfeiertag wie ein normaler Arbeitstag angefühlt. Seit Maximilianes Auftauchen war der Stress im Hause Schorlau eingezogen.

Heute während ihres ersten gemeinsamen Frühstücks hatte Philipp eine telefonische Nachricht von einem seiner Mitarbeiter bekommen. Der bestätigte, dass das DNA-Ergebnis noch einige Zeit auf sich warten ließe, denn über Ostern war ein neuer Fall reingekommen. Es war für die Kripobeamten ein Routinefall, sodass man den Leiter der Forensik nicht aus seinem Osterwochenende geholt hatte. Doch der Mord an einer Prostituierten in einer Striptease-Bar hatte jede Menge DNA-Tests erforderlich gemacht. Daher konnten seine Assistenten nicht alles liegen und stehen lassen für Doktor Schorlaus Analyse. Bis man wieder die Kapazitäten frei hatte, um einen nicht von oben genehmigten privaten Test durchzuführen, würden einige Tage ins Land gehen.

Philipp bedankte und verabschiedete sich. Wenn er ehrlich zu sich selbst war, fand er die Situation nicht schlimm. Die Blutgruppe stimmte, und die Gefühle, die er dem Kind mittlerweile entgegenbrachte, reichten ihm völlig. Darum meinte er salopp: »Tja, dann müssen wir uns wohl auf den Bluttest verlassen. Der überführt mich ja bereits als Täter!« Die Kleine sah ihn mit großen Augen an, bis er ihr erklärte, dass man bis auf Weiteres davon ausgehen konnte, dass er ihr Vater war. Sie zuckte daraufhin etwas gelangweilt mit den Schultern. Rike dachte sofort an Philipps typische Reaktionen, wenn er in emotionale Situationen geriet. Auch er mimte dabei immer den Gelangweilten. Die Ähnlichkeit zwischen Philipp und Maximiliane wurde immer deutlicher.

Anschließend fuhren sie nach Leer ins Kinderheim. Maximiliane schrie herum und weinte, als die Jugendhilfe darauf bestand, sie dort zu behalten. Ohne eine vorläufige richterliche Verfügung durfte sie nicht mit ihrem angeblichen Vater mitkommen. Das war recht und billig und passierte zum Schutz des Kindes. Doch so etwas war einer Elfjährigen schwer zu erklären. Deshalb beschloss Schorlau, gleich nach einem Notrichter zu suchen, der am Ostermontag Sprechzeiten hatte. Irgendwie hoffte er, aufgrund des Briefes, der Blutanalyse und der Tatsache, dass er der Polizei angehörte, ein vorübergehendes Erziehungsrecht zu bekommen. Und weil der Feiertag bereits im Eimer war, fuhren Rike und Faber aufs Revier. Sie wollten ihre ersten Einsichten in die Akte Melanie Hauke nehmen.

Faber war heilfroh, als Knut irgendwann anrief und die beiden am Abend zum Essen einladen wollte. Somit musste er sich wenigstens nicht zusätzlich darum kümmern. Opa war gerade zurück von Langeoog und hatte ordentlich Fisch mitgebracht. Als Faber meinte, dass eventuell noch Philipp und ein elfjähriges Kind kämen, war das für Opa kein Problem. Er bestätigte, dass er genug Räucherfisch, Makrele und Wachteleier hätte für einen großen Pott Labskaus. Und weil er seinen Schwiegerenkel nicht nur kannte, sondern auch liebte, würde er bei dem Rezept natürlich auf das Corned Beef verzichten. Faber nannte sich selbst zwar Vegetarier, aber er liebte Fisch, was ihn eigentlich zu einem Pescetarier machte.

Später am Abend saßen Rike und Faber in Knuts kleiner Küche, während Opa in seinem Pott rührte und die Pfanne für die kleinen Spiegeleier vorbereitete. »Und was habt ihr bisher über diese Melanie Hauke herausbekommen?«, fragte Opa und schepperte mit der Bratpfanne. Natürlich hatte Rike ihn gleich über die Situation informiert. So wie sie es immer taten. Ihr Opa gehörte einfach mit zum Team. Verschwiegenheitspflicht hin oder her, Knut erfuhr immer alle Einzelheiten ihrer Fälle. Dass er den Mund halten konnte, wussten die Polizisten des KED Emden.

»Ich habe mich heute Nachmittag mit dem Bundeskriminalamt kurzgeschlossen«, antwortete Faber und trank einen Schluck von dem Riesling, den Knut ihnen eingeschenkt hatte. »Die dänische Polizei gi

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