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Töte, Hondo, töte! von Squarra, Heinz (eBook)

  • Verlag: Uksak E-Books
eBook (ePUB)
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Töte, Hondo, töte!

Hondo Collin ist ein Revolvermann. Er ist auf dem Weg zu seinem neuen Arbeitgeber. Noch weiß er nicht, wie sein Auftrag lauten wird. Als er auf der Ranch von Heston Floyd ankommt, teilt der ihm mit, dass er jemanden töten soll. Doch für einen Mord ist Collin nicht zu haben, was Floyd nicht akzeptiert. Jil, Floyds junge schöne Frau, hingegen hat einen Plan, in dem der Revolvermann die Hauptrolle spielt. Er soll ihren Ehemann erschießen. Aber auch diesen Auftrag lehnt er ab, jedoch ist Jil eine Frau, die nicht so schnell aufgibt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 166
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738933895
    Verlag: Uksak E-Books
    Größe: 359 kBytes
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Töte, Hondo, töte!

1

Vor den Bergen in der Ferne duckten sich die Dächer der kleinen Town in der hitzeflimmernden Wyoming Prärie. Hondo Corrin zügelte sein Pferd. Der große, sehnige Mann trug einen tintenschwarzen Lederanzug mit Silberstickerei. Der breite Patronengurt war mit Silbernägeln beschlagen. Der schwere Single Action Colt steckte in der tiefgeschnallten Halfter. Der Kolben der Waffe hatte sieben Kerben.

"Wie weit ist es von der Town bis zur Ranch?"

Der Reiter neben Hondo antwortete nicht gleich. Butsch Malkin war ein wuchtiger, eben mittelgroßer Mann von nahezu fünfunddreißig Jahren. Seine kleinen, wachsamen Augen glitten unstet über die dunkle Gestalt des Revolvermannes.

"Na, acht Meilen, schätze ich." Nach einer Pause setzte er vorsichtig hinzu: "Doch nur, wenn wir die Town nicht näher anschauen. - Übrigens, der Boss hat auch Whisky."

"Ich will mich nicht drauf verlassen, dass er den auspackt. - Doch ich will dich nicht aufhalten. Sag deinem Boss, ich komme morgen vorbei."

"Morgen erst?" Malkin kniff missmutig die Lider zusammen.

"Ja, Malkin, morgen." Hondo trieb sein Pferd an.

Nach einem Augenblick des Zögerns folgte Malkin dem Beispiel des Revolvermannes. Er knurrte unzufrieden: "Ich denke es ist besser, wir reiten gleich zur Ranch. Du hast einen schönen Vorschuss bekommen."

"Für den Vorschuss bin ich auch schon hundertdreißig Meilen geritten", gab Hondo zurück, öffnete die Kragen von Lederanzug und Hemd und rieb mit dem Handrücken über seinen Hals. "Und die muss ich auch wieder zurück. Oder habe ich dir nicht gesagt, dass der Vorschuss nur für den Weg ist?"

Butsch zuckte die Schultern.

"Darüber zu reden, ist nicht meine Sache, Hondo. Aber sicher sieht es der Boss genauso wie du. Er wird für den eigentlichen Auftrag gesondert zahlen."

"Na, siehst du, Butsch. Sage ihm, ich komme morgen, um mir anzuhören, was er will. Sage ihm aber auch, Hondo Corrin übernimmt nicht jeden Auftrag."

"Vielleicht kommt das nur auf den Lohn an", knurrte Butsch.

Hondo griff ihm in die Zügel und hielt beide Pferde an.

"Das kommt nicht nur auf den Lohn an!", stieß er barsch hervor. "Merke dir das, Vormann!"

"Ist ja schon gut!", beschwichtigte Butsch. "Verdammt noch mal, ich bin doch nicht der Rancher, der was von dir will."

Hondo ließ das Pferd des Vormanns los und schnalzte abermals mit der Zunge. Sie ritten nebeneinander weiter nach Süden, immer am fast ausgetrockneten Fluss entlang, bis dieser einen sanften Bogen nach Osten beschrieb. Jetzt waren die Dächer der Stadt genau im Norden zu sehen. Hier hielt Butsch Malkin, der Vormann, an. Hondo ritt noch ein paar Yard, dann parierte er sein Pferd und schaute zurück.

"Ich muss hier über den Fluss", meinte der Vormann. "Ich sage ihm also, dass du morgen kommst."

"Ja, Butsch, morgen. Komm gut nach Hause! - Ach, noch etwas: Gibt es einen Marshal in der Stadt?"

"Natürlich gibt es einen Marshal. Einen ziemlich harten sogar."

"Ein US-Marshal?"

"Er ist der Deputy des US-Marshals von Green River City. Aber er ist so weit von seinem Vorgesetzten entfernt, dass hier alles nach seinem Kopf geht. Das heißt ..." Der Vormann grinste breit.

"Was, Butsch?"

"In Boulder gibt es auch noch einen Richter, Hondo. Der hat eine amtliche Bestätigung vom Militärgouverneur, dass er Recht sprechen darf."

"Und was ist daran so komisch, dass du grinsen musst?"

"Der Richter ist auch ein harter Mann und steinalt dazu. Ein Pionier, verstehst du?"

"Nein, ich verstehe nicht."

"Er ist mal aus Texas gekommen. Nach dem Krieg."

"Das ist fünfzehn Jahre her, Butsch."

Malkin nickte und ritt wieder an Hondo heran.

"Natürlich ist das lange her. Aber er war schon fünfundfünfzig Jahre alt, als er hierher kam. Jetzt ist er siebzig, eine weißhaarige Ruine. Er sagt immer noch, dass jeder Mann auf jeden anderen Mann schießen darf,

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