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Tag des Zorns Der brutale Angriff der Terrormiliz IS. Erschütternd aktuell. von Forstchen, William R. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.04.2015
  • Verlag: Festa Verlag
eBook (ePUB)
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Tag des Zorns

Der Untergang des Abendlandes? Die schlimmsten Befürchtungen der amerikanischen Bevölkerung werden wahr. Islamistische Terrormilizen wüten direkt vor der Haustür und treffen die Menschen an ihrem verwundbarsten Punkt: den eigenen Kindern. Angriffe auf Schulen überall im Land, brutale Schändungen und Massenerschießungen, tödliche Schüsse auf den Highways ... Die US-Regierung kämpft darum, die Situation unter Kontrolle zu bringen, muss jedoch erkennen, dass sich religiöser Fanatismus und menschenverachtender Wahnsinn mit Logik und Vernunft nicht aufhalten lassen. Eine beklemmende Geschichte - näher an der Realität, als man ertragen kann. Dr. Dennis Showalter: "Bill Forstchen wird unter Militärhistorikern sehr geschätzt, weil er in diesem Bereich als einziger die taktischen und politisch-strategischen Ebenen der Kriegsführung erfasst."

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 30.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783865523747
    Verlag: Festa Verlag
    Serie: Crime 15
    Originaltitel: Day of wrath
    Größe: 563 kBytes
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Tag des Zorns

1

7:25 Uhr

In der Nähe von Portland, Maine

"Wir haben uns so sehr an das Abnormale gewöhnt, dass wir es inzwischen für normal halten."

Bob Petersen starrte für einen Augenblick auf den Bildschirm und überlegte, ob er weiterschreiben sollte. Er hatte schon vor geraumer Zeit erkannt, dass das Bloggen und Posten von Kommentaren bei Facebook bloß eine moderne Art darstellte, sich gehen zu lassen. Ein paar Freunde lasen es vielleicht und klickten aus Höflichkeit "Gefällt mir" an. Es hatte mal eine Zeit gegeben – bevor er die beruflich weise Entscheidung traf, Informatik statt Journalismus zu studieren –, da bildete er sich ein, er könne sich mit Schreiben durchschlagen. Schließlich lebte er in Maine, der Heimat vieler Autoren und hatte sogar ein paar literarische Workshops besucht. Genau diese Workshops überzeugten ihn schließlich davon, sich für ein solideres Standbein zu entscheiden, vor allem, da er gerade Kathy begegnet war, sie geheiratet hatte und darüber nachdachte, eine Familie zu gründen.

Normalerweise lud er seinen Frust nicht auf Facebook ab ... aber heute, an diesem Morgen? Die aktuellen Schlagzeilen, die er aus der Küche hörte, erwiesen sich einmal mehr als erdrückende Litanei schlechter Neuigkeiten, die böse Vorahnungen in ihm weckten. Kathy bereitete dort gerade Lunchpakete vor, damit er und ihre Tochter Wendy sie mit zur Schule nehmen konnten.

ISIS befand sich im Irak erneut auf dem Vormarsch. Es gab ständig neue Bilder von Massenhinrichtungen, Enthauptungen und Christen, die man ans Kreuz nagelte. Diese Gräueltaten wurden unter der Führung eines Mannes begangen, der das Kalifat wieder eingeführt und sich selbst zum Kalifen ernannt hatte; eines Mannes, den Bob für ebenso bedrohlich hielt wie Hitler oder Osama bin Laden.

Bobs jüngerer Bruder hatte 2004 dort drüben sein Leben gelassen. Wofür bloß, wenn man die jüngsten Entwicklungen berücksichtigte?

Aus dem Fernseher in der Küche dröhnten Berichte von der Staatsgrenze in Texas: Nicht bei allen, die sie überqueren wollten, handelte es sich um Flüchtlinge aus dem verarmten Mittelamerika. Neuerdings mehrten sich Anzeichen, wonach Terroristen aus dem Nahen Osten versuchten, auf diesem Weg das Land zu infiltrieren ... aber wozu? Ein Kommentator seines bevorzugten Nachrichtensenders hatte erst letzte Nacht die Einschätzung geäußert, dass sich ein großes weltpolitisches Unwetter zusammenbraue.

Er hatte kaum geschlafen. Kathy sagte immer, er mache sich zu viele Sorgen über Ereignisse, die er ohnehin nicht beeinflussen könne, aber an diesem Morgen war er eine Stunde früher als sonst aufgestanden, um ein paar Gedanken aufzuschreiben. Es kam ihm so vor, als flüstere eine innere Stimme ihm zu, dass es Zeit wurde, Stellung zu beziehen. Dass er es heute Morgen erledigen musste, bevor er zur Arbeit ging. Später, wenn er es sich noch einmal ansah, würde es ihm wahrscheinlich ein wenig peinlich sein, diese unausgereiften Gedanken gepostet zu haben – zumindest wenn es, wie er hoffte, ein gewöhnlicher Tag wie alle anderen in den letzten Jahren wurde.

"Wir erwarten, dass man uns belügt", tippte er weiter. "Tatsächlich ist die Wahrheit heutzutage so selten geworden, dass wir sie, wenn sie jemand laut ausspricht, lediglich für ein momentanes Ablenkungsmanöver halten, mit dem eine weitere Lüge vertuscht werden soll. Unsere Anführer versichern uns, dass wir ihnen vertrauen können und sie in unserem Interesse handeln. Sie behaupten, für unsere Rechte zu kämpfen, während sie Monat für Monat mit millionensc

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