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Tante Dimity und der Fluch der Witwe von Atherton, Nancy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.09.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Tante Dimity und der Fluch der Witwe

Ein Krimi zum Wohlfühlen, Mitraten und Entspannen!

Lori Shepherd trifft bei einem Nähwettbewerb im Gemeindehaus die freundliche Mrs. Annabelle Craven. Die alte Dame erzählt aus ihrem bewegten Leben und über ihre wunderschönen Quilts, für die sie von allen bewundert wird. Doch dann macht Mrs. Craven ein verstörendes Geständnis: Ihr erster Ehemann liegt begraben unter dem Rosenbusch ihres Hauses. Lori ist schockiert. Ist es möglich, dass die zauberhafte alte Dame eine Mörderin ist? Lori beginnt Nachforschungen anzustellen ... Kann sie mit Tante Dimitys Hilfe den Fall aufklären?

Versüßen Sie sich die Lektüre mit Tante Dimitys Geheimrezepten! In diesem Band: Minnie's Melting Moments.

beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung

'Die Tante Dimity Krimis sind wohltuend wie eine heiße Tasse Tee.' (Booklist)

'Nancy Atherton ist keine englische Dame mit weißen Haaren, weichen Falten im Gesicht, einem schiefen Lächeln und weisen grauen Augen.' Die Autorin der beliebten 'Tante Dimity' Reihe wohnt auch nicht in einem kleinen Cottage in den Cotswolds und trägt keine geblümten Kleider. Stattdessen muss man auf der Suche nach Nancy Atherton nach einer Amerikanerin in Jeans und Sneakers Ausschau halten, die in Colorado Springs lebt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 298
    Erscheinungsdatum: 11.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732553174
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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Tante Dimity und der Fluch der Witwe

Kapitel 1

Annabelle Craven war eine mustergültige Nachbarin. Ruhig, ordentlich und unfehlbar höflich war sie die Art von Nachbarin, bei der man sich darauf verlassen konnte, dass sie einer panischen Bäckerin eine Tasse Zucker lieh oder einen Blumenkasten goss, dessen Besitzer in den Urlaub gefahren war.

Niemand wusste, wie alt genau Mrs. Craven war. Sie sprach nie darüber, und es wäre ungezogen gewesen, sich zu erkundigen, doch jeder, der Augen im Kopf hatte, sah, dass sie schon etwas älter war. Ihre Tweedröcke und -blazer hingen ihr lose um den schmal gewordenen Körper, ihre weichen grauen Augen spähten aus einem von Runzeln durchzogenen Gesicht, und sie trug ihr langes weißes Haar zu einem kleinen Knoten auf dem Hinterkopf aufgesteckt. Auch ihre Röcke und Blazer aus Tweed waren schon älter, doch alles war von guter Qualität, gepflegt und würde sie höchstwahrscheinlich überleben.

Für eine Frau ihres fortgeschrittenen Alters war Mrs. Craven von bemerkenswert guter Gesundheit. Ihr Augenlicht war ungetrübt, sie hörte ausgezeichnet, und mit ihren geschickten Fingern konnte sie immer noch die kompliziertesten Knoten lösen. Sie bewegte sich langsam, aber sicher und ohne die Hilfe eines Stocks oder eines Rollators. Alle, die sie kannten, waren sich einig darüber, dass ihr Geist ebenso agil war wie ihre Finger. Sie konnte sich in jedem Gespräch behaupten und war überhaupt nicht vergesslich. Wenn Mrs. Craven eine Verabredung traf, hielt sie sie ein.

Mrs. Craven wohnte in Finch, einem kleinen, verschlafenen Dorf zwischen den wogenden Hügeln und Patchwork-Feldern der Cotswolds, einer ländlichen Idylle, die in zahllosen Reiseführern als eine der schönsten Regionen Englands beschrieben wird.

Ich teilte die Meinung der Reiseführer. Meine Familie und ich lebten in der Nähe von Finch in einem honigfarbenen Cottage an einer schmalen, kurvenreichen Straße, die von hohen Hecken gesäumt wurde. Obwohl mein Mann Bill und ich Amerikaner waren, lebten wir schon so lange in England, dass wir eine leichte Sucht nach Scones, Sahne und Erdbeermarmelade entwickelt hatten.

Wir hielten unsere Sucht durch ein ausgefülltes, geschäftiges Leben in Schach. Bill leitete in einem Büro mit Aussicht auf den Dorfanger die europäische Niederlassung der angesehenen Bostoner Anwaltskanzlei seiner Familie; unsere zehnjährigen Söhne Will und Rob besuchten im nahegelegenen Marktflecken Upper Deeping die Morningside School, und ich jonglierte meine anspruchsvollen Rollen als Ehefrau, Mutter, Freundin, Nachbarin, ehrenamtliche Helferin und oberste Baby-Bändigerin.

Unsere Tochter Bess war dreizehn Monate alt und schrecklich mobil. Die Liste ihrer Todeswünsche umfasste Treppen, Küchenherde, Bäche, Schlangen, Wespen und scharf geschliffene Messer, beschränkte sich aber keineswegs darauf.

Das sechste Mitglied unserer Familie war Stanley, ein eleganter schwarzer Kater mit löwenzahngelben Augen. Stanley hegte eine ausgesprochene Vorliebe für Bill, tolerierte den Rest von uns aber freundlich. Er beschäftigte sich hauptsächlich damit, in Bills Lieblingssessel zu schlafen und seinen langen, geschwungenen Schwanz vor Bess in Sicherheit zu bringen.

Bills Vater, William Willis senior, hatte unser Glück komplett gemacht, als er sich von seiner Position an der Spitze der Familienkanzlei zurückgezogen hatte und nach England übergesiedelt war, um in der Nähe seiner Enkel zu sein. Als vornehmer und gut betuchter Witwer hatte Willis senior manch ein hoffnungsvolles Herz gebrochen, als er die bekannte Aquarellmalerin Amelia Bowen ehelichte. Die Frischvermählten lebten knapp außerhalb von Finch in Fairworth House, einem eleganten georgianischen Herrenhaus, das von einem bescheidenen Anwesen umgeben war.

Mrs. Craven bewohnte Bluebell Cottage, ein winziges Juwel in der Reihe der Häuser aus gold getöntem Stein, die um den Dorfanger standen. Einige Jahre nachdem Bill und ich unser Cottage

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