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Tarnfahrt Ein Juan-Cabrillo-Roman von Cussler, Clive (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.01.2015
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Tarnfahrt

Das Philadelphia-Experiment war der vielleicht spektakulärste Test einer neuen Tarntechnologie der USA während des Zweiten Weltkriegs. Dieses Experiment misslang! Zwar gelang es den Wissenschaftlern, einen kompletten Kreuzer verschwinden zu lassen, doch er tauchte nie wieder auf. Nun wird die damals eingesetzte Technologie reaktiviert - mit verheerenden Folgen. Nur Juan Cabrillo kann jetzt noch eine Katastrophe von den Vereinigten Staaten abwenden. Doch wie bekämpft man einen Gegner, den man nicht sieht?

Jeder Band ein Bestseller und einzeln lesbar. Lassen Sie sich die anderen Abenteuer von Juan Cabrillo nicht entgehen!


Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein »New York Times«-Bestseller. Auch auf der deutschen SPIEGEL-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2020 in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 29.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641152000
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Mirage
    Größe: 1587 kBytes
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Tarnfahrt

PROLOG

VOR DER KÜSTE VON DELAWARE

1. AUGUST 1902

Als das erste Klopfen an seiner Tür von der Rückwand der Kabine als Echo zurückgeworfen wurde, war Kapitän Charles Urquhart bereits hellwach. Nach einem ganzen Leben auf See hatte er die Reflexe einer Katze entwickelt. Beim zweiten Klopfen wusste er dank der Vibrationen, die durch seine Matratze übertragen wurden, dass die Maschinen des Schiffes gestoppt worden waren. Aber das Zischen des Wassers, das am stählernen Rumpf entlangströmte, sagte ihm, dass die Mohican noch nicht langsamer geworden war. Spülwassertrübes Licht sickerte an den Rändern des Vorhangs vor dem einzigen Bullauge des Raums herein. Da das Schiff auf nördlichem Kurs fuhr und seine Kabine auf der Steuerbordseite lag, schätzte Urquhart die Uhrzeit auf neun Uhr abends.

Nach erschöpfenden zwanzig Stunden auf der Brücke, in denen sich der Frachter durch die Nachhut eines für die frühe Hurrikan-Saison ziemlich heftigen Sturms kämpfen musste, hatte er nur eine halbe Stunde geschlafen.

»Ich komme«, rief er und schwang die Beine aus der Koje. Das Deck war nur mit einem dünnen Teppich belegt, so dass er die Kälte der Stahlplatten darunter spüren konnte.

Die Kabinentür schwang knarrend auf, eine Gaslaterne warf einen hellen Lichtkeil auf die Schwelle. Das Schiff besaß zwar einen Stromgenerator, aber die wenigen Lampen, die dieser speiste, waren für die Kommandobrücke reserviert. »Tut mir leid, dass ich Sie störe, Sir«, sagte der Dritte Offizier, ein Waliser namens Jones.

»Was ist los?«, fragte Urquhart, während sich die letzten Schlafreste verflüchtigten. Niemand durfte den Kapitän wecken, es sei denn, ein Notfall war eingetreten. Darum wusste er, dass er auf alles vorbereitet sein musste.

Der Mann zögerte eine Sekunde lang, dann sagte er: »Wir sind nicht sicher. Aber wir brauchen Sie auf der Brücke.« Er hielt wieder inne. »Sir.«

Urquhart schleuderte die Bettdecke beiseite. Er zwängte die Füße in ein Paar Gummistiefel und warf sich einen zerschlissenen Bademantel über die Schultern. Eine griechische Fischermütze vervollständigte seine lächerliche Aufmachung. »Los, gehen wir.«

Die Kommandobrücke befand sich ein Deck über seiner Kabine. Ein Rudergänger stand stumm hinter dem großen Speichenrad aus Eiche, den Blick aber nicht auf den Bug gerichtet, wie es eigentlich hätte sein müssen, sondern zur Tür hin, die auf die kurze Brückennock des Schiffes führte. Urquhart folgte dem Blick, und obgleich seiner Miene nichts anzusehen war, gerieten seine Gedanken in hellen Aufruhr.

In etwa zwei Meilen Entfernung lag ein gespenstischer blauer Schimmer über dem Horizont und löschte die sterbenden Strahlen der untergehenden Sonne aus. Es war nicht das helle Blau eines anhaltenden Wetterleuchtens und auch kein Elmsfeuer, wie der Kapitän auf Anhieb vermutet hatte. Eher wirkte es wie ein intensiveres Blau, aber in einer Schattierung, die er noch nie zuvor gesehen hatte.

Dann dehnte sich der Lichtsaum aus. Aber nicht wie ein Nebel, der von der Meeresoberfläche aufsteigt, sondern wie das Schlagen eines gigantischen Herzens. Plötzlich befanden sie sich inmitten dieser Lichterscheinung, und es war, als ob die Farbe Substanz hätte, als wäre sie greifbar. Urquhart glaubte das Leuchten geradezu auf seiner Haut zu spüren. Die Härchen auf seinen Armen stellten sich auf, und der dichte Haarpelz, der seine Brust und seinen Rücken bedeckte, prickelte so seltsam, als rannten Tausende von Insekten auf seinem Körper herum.

»Käpt'n«, rief der Zweite Offizier klagend und deutete auf die große Kompasskugel, die am Schott über den Fenstern der Kommandobrücke befestigt war. Der Kompass rotierte in seiner mit Öl gefüllten Kapsel wie ein Spielkreisel.

Wie jeder gute Seemann lebte Charles Urquhart nach einer festen Routine, und wenn diese Routine gestört wurde, musste es im Logbuch des Schiffes vermerkt werden. Sein nächster Blick galt dahe

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