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Teufelshaken Kriminalroman aus Düsseldorf von Krimi-Cops (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.07.2012
  • Verlag: KBV Verlags- & Medien GmbH
eBook (ePUB)
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Teufelshaken

Kriminalhauptkommissar Struhlmann, genannt Struller, ahnt Schlimmes. Im Keller der Traditionsbrauerei Uerige in der Düsseldorfer Altstadt wird der dienstälteste Köbes tot aufgefunden, ausgerechnet von einem Altbierfass erschlagen. Ein Unfall? Der Rücken einer männlichen Leiche im Mönchsgewand, die in einer unterirdischen Steinhöhle bei Lohausen gefunden wird, ist mit merkwürdig angeordneten kleinen Stichwunden übersät. Struller erkennt darin ein ihm unbekanntes Symbol. Kein Unfall! Als dann noch eine dritte Leiche mit glasigem Blick auf den dahin fließenden Rhein gefunden wird, braucht Struller Unterstützung. Er rekrutiert seinen alten Praktikanten Jensen, der in einem kleinen Polizeirevier auf dem Lande nahe der holländischen Grenze eingesetzt ist und dort - so Struller - sowieso nichts Gescheites lernt. Ihre Ermittlungen führen das ungleiche Team quer durch das alte und neue Düsseldorf ins Milieu der Glücksspieler, der Karnevalisten und schließlich sogar zur Bambi-Verleihung. Sie legen sich mit einer Motorradgang an und finden Stück für Stück heraus, worum es sich bei dem geheimnisvollen Symbol handelt, das alle Morde miteinander verbindet. Was sie entdecken, macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil - Struller hatte es ja gleich geahnt! Die Krimi-Cops sind: Carsten 'Casi' Vollmer, Jahrgang 1967, aus Düsseldorf, Ingo 'Inge' Hoffmann, Jahrgang 1978, aus Hilden, Carsten 'Rösbert' Rösler, Jahrgang 1977, aus Düsseldorf, Martin Niedergesähs, Jahrgang 1977, aus Herongen an der niederländischen Grenze und Klaus 'Stickel' Stickelbroeck, Jahrgang 1963, aus Kerken am Niederrhein. In ihren Büchern verarbeiten sie nach Feierabend mal komische, mal härtere Einsätze der zurückliegenden Schicht. Mit tatkräftiger Unterstützung der anderen Mitglieder der Dienstgruppe Anton der Polizeiinspektion Ost haben sie nun bereits den dritten Kriminalroman um den Düsseldorfer Kommissar Pit 'Struller' und seinen Praktikanten Jensen verfasst. ab 1.7.2011 erscheint 'Umgelegt'. www.krimi-cops.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 299
    Erscheinungsdatum: 13.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954410736
    Verlag: KBV Verlags- & Medien GmbH
    Serie: KBV Krimi Bd.2
    Größe: 1174 kBytes
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Teufelshaken

1. Tag

Die Sonne lächelte breit und unschuldig vom Himmel, als Pit Struhlmann, genannt Struller, schwitzend mit seinem fünfzehn Jahre alten Opel Vectra ohne Klimaanlage die Münsterstraße runterkachelte und nach links in den Vogelsanger Weg abbog. Er friemelte während der Fahrt ein schickes, blau-weiß gestreiftes Stofftaschentuch aus seiner Jeans und wischte den Schweiß von der Stirn.

Eigentlich war heute sein freier Tag, aber der gesichtslose Sensenmann machte ihm mal wieder, grinsend sein Werkzeug schwingend, einen dicken Strich durch die Freizeitplanung, bei der er sich gänzlich auf seine Stammkneipe in Unterrath hatte konzentrieren wollen. Krake, ein bisschen Elvis Presley und eine ganz Menge Altbier - so hatte sein freier Tag eigentlich aussehen sollen.

Der Kriminalhauptkommissar der Düsseldorfer Mordkommission warf einen Blick in den Rückspiegel.

Na ja.

Den gestrigen Abend hatte Struller im Aquarium verbracht, und das hatte nachhaltige Spuren in seinem Gesicht hinterlassen. Das markante Kinn schimmerte unrasiert bläulich, seine blauen Augen waren leicht rötlich unterlegt. Mit sechsundvierzig verpackte man einen fröhlichen Abend mit Krake nicht mehr ganz so unbeschadet wie mit - zum Beispiel - fünfundvierzig.

Struller strich sich durch die schwarzen Haare. Die waren zwar noch alle da, aber er musste feststellen, dass sie sich ganz oben auf dem Kopf mit dem Wachsen ein wenig schwer taten. Um sie zu schonen, hatte er sich ein feines, grau-blau kariertes Pepitahütchen zugelegt.

Struller seufzte.

Krake hatte ihm gar nicht gefallen. Sein einarmiger Lieblingswirt war zwar allgemein nicht der Typ, der ständig ausschweifend auf dem Tisch tanzte, aber er hatte sich gestern eindeutig grüblerischer, ernster und stiller als sonst gegeben. Darum musste er sich kümmern. Es gab nichts Schrecklicheres als einen depressiven Wirt.

Aber:

"Alles zu seiner Zeit", murmelte Struller, quetschte seinen Oberkörper halb aus dem geöffneten Seitenfenster und suchte nach der verschisselten, kleinen Seitenstraße, die angeblich fast am Ende des Vogelsanger Wegs links abging, und wo uniformierte Kollegen mit Streifenwagen und Blaulicht auf ihn warteten. Hierbei geriet er allerdings ein wenig auf den Fahrstreifen des Gegenverkehrs, worauf ihn ein entgegenkommender Fahrer wild gestikulierend und heftig hupend aufmerksam machte.

"Blödmann", fluchte Struller und entdeckte plötzlich auf der linken Seite hinter einer hohen Hecke, die die Kleingartenanlage vom Rest der Welt abtrennte, ein Blaulicht. Da war sie ja endlich, die Seitenstraße.

Struller bremste hastig. Die Reifen eines Pkw hinter ihm quietschten, dann ertönte schon wieder ein lautes Hupen. Der Typ im 3er BMW zeigte Struller einen Vogel.

Die waren aber auch alle nervös heute ...

"War doch genug Platz", murmelte Struller mit einem gelangweilten Blick in den Rückspiegel. Er schaute wieder nach vorne und machte geistesgegenwärtig einen wilden Schlenker nach rechts. Gerade noch rechtzeitig, um im allerletzten Moment einem Fahrradfahrer auszuweichen, der ihm in der engen Einfahrt aus dem Gartenbereich kommend mit seinem Rennrad entgegenstrampelte.

"Hier ist ja mehr Betrieb als zu Weihnachten auf der Schadowstraße", knurrte Struller und beobachtete, wie der Radfahrer Strullers Fahrkünsten Tribut zollte, sich überschlug und in einem riesigen Brennnesselhaufen landete.

Aber Struller ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und fuhr ungerührt weiter. Ein Brennnesselbad sollte ja sehr gesund sein.

Er huggelte durch mehrere, fiese Schlaglöcher an einigen Feuerwehrfahrzeugen vorbei, bis er schließlich den Streifenwagen mit den wartenden Kollegen

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