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Teufelstanz Thriller von Marks, Howard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.03.2011
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Teufelstanz

Ein packender, düsterer Thriller aus Howard Marks' Heimat Wales
Kaum ist Detective Catrin Price zurück in Wales, holt die Vergangenheit sie ein: Ihr Exfreund Rhys Williams wird tot aufgefunden, an einem beliebten Treff für Junkies. Die Polizei legt den Fall zu den Akten. Goldener Schuss, kein Verdacht auf Fremdverschulden. Doch Catrin erhält Hinweise darauf, dass Rhys, selbst einst Polizist, vor seinem Tod wie besessen an einem rätselhaften Fall arbeitete, der sich vor zwölf Jahren ereignete. Sie will Klarheit - und setzt dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel.

Howard Marks, Jahrgang 1945, war Großbritanniens berühmtester Drogenschmuggler, der sieben Jahre in einem amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis einsaß, bevor er 1995 entlassen wurde und mit seiner Autobiografie Mr Nice einen Weltbestseller landete. Der frühere Oxford-Physikstudent wurde im Laufe der Zeit mit so unterscheidlichen Gruppierungen wie der CIA, IRA, MI6 und der Mafia in Verbindung gebracht. Nach seiner Haftentlassung zog er nach Ibiza, gerade zu dem Zeitpunkt, als dort die Clubszene explodierte. Von dieser Zeit erzählt er in seinem letzten Buch Mr Smiley. Howard Marks starb 2016.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 14.03.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641040055
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Sympathy for the Devil
    Größe: 502kBytes
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Teufelstanz

" Teil 2 Das Land (S. 164-165)

1

Je weiter sie nach Westen kamen, desto kräftiger wurden die Schneeschauer, und der Wind pfiff dort besonders, wo die Straße in die Hügel eingeschnitten war. Bald tünchten die Flocken den Matsch auf dem Pannenstreifen weiß. Seit einer Stunde lief der Verkehr nur noch einspurig, und die Rücklichter schlängelten sich in einer langen Reihe bis zum dunklen Horizont. Auf der Höhe von Port Talbot konnten sie kurze Blicke auf verschneite Felder und, in der Ferne, die glühenden Straßengitter der Industriegebiete erhaschen. Huw hatte die Auswahl der Musik übernommen und sprach kaum.

Catrin hatte eine Auswahl seltener Aufnahmen von Seerland erwartet, aber stattdessen ließ er drei Mal "Endless Sleep" von Mary Wilde laufen, dann die Shangri-Las mit "I Can Never Go Home Anymore". Danach war traurige, weiße Soulmusik erklungen, die sie noch nie gehört hatte, gefolgt vom tief bewegenden "Follow Me" von Amanda Lear. Catrin schaltete das Navi an und zeigte auf den dunklen Punkt rechts auf dem Bildschirm. "Dort fahren wir hin." "Warum erscheint der Ort nicht auf der Navi-Karte?", fragte Huw. "Vielleicht ist nie eine Baugenehmigung beantragt worden. Oder es könnte eine ehemalige staatliche Einrichtung sein. Viele derartige Areale kommen nicht wieder auf die Karten." Mit einer Hand drückte sie ein Minzbonbon aus der Packung und reichte sie ihm.

"Der DJ heißt in Wirklichkeit Gethin Pryce. So hat er sich zumindest genannt, als er bei dem Piratensender gearbeitet hat." "Hast du die Einsatzberichte zum dortigen Brand gelesen?" "Man hat ihn auf fehlerhafte elektrische Anschlüsse der Fahrstuhlmotoren zurückgeführt. Das Haus war brandversichert, und im Bericht des Sachverständigen steht das Gleiche." Huw blickte sie an. "Das ist jetzt schon der dritte Brand, wenn wir den bei Della mitzählen." Sie wusste, was er dachte. Beim Durchsuchen der Datenbank der bekannten Brandstifter hatte sie den gleichen Gedanken gehabt.

Aber nach den Berichten waren weder in der Radiostation noch in der Bankfiliale an der Newport Road Brandbeschleuniger oder verräterische Oxidantien festgestellt worden. Und beim Brand bei Della war Thomas für den Bericht verantwortlich – das konnte Wochen dauern. In dieser Richtung war im Augenblick kein Fortschritt zu erwarten. "Keine Spuren, in keinem der Fälle", sagte sie. "Deshalb können wir es auch nicht mit der Vorgehensweise bekannter Brandstifter abgleichen. Wir sind praktisch blind." Huw nickte, als hätte er so etwas bereits erwartet. "Wie schwer war er verletzt?", fragte er. "Unterhaut- und Gewebeverbrennungen, über siebzig Prozent der Hautoberfläche. Die meisten würden das nicht überleben. Er brauchte umfangreiche Transplantationen, Eigen- und Fremdgewebe." "Und war er am Morriston registriert?"

"Unter einem Decknamen, aber nach der Erstbehandlung hat er sich für die Transplantationen ins Ausland verlegen lassen." Sie blickte durch die Seitenscheibe, konnte aber durch den Schnee und die Hecken nichts erkennen. Nur ein einziges Paar Scheinwerfer folgte ihnen, fiel aber bald zurück und verschwand. Huw stellte die Musik leiser. "Da muss er einen ziemlichen Batzen ausbezahlt bekommen haben ..." "Genug für die Bude, in die er sich verkrochen hat, und für den Lebensunterhalt seither." "Wie hast du ihn gefunden?" "Ein ehemaliger Kollege bei einem Piratensender hat mir den Namen verraten. Den Rest weiß ich von einem Dealer-DJ, den ich

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