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The Couple Ihre Liebe ist vorbei. Ihr Spiel hat erst begonnen. - Thriller von Hall, Araminta (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.05.2019
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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The Couple

'Einer der verstörendsten Thriller, die ich seit Jahren gelesen habe.' - Gillian Flynn Mike und Verity sind das perfekte Paar. Und um seine Traumfrau glücklich zu machen, hat Mike nicht nur einen gut bezahlten Job angenommen, sondern auch ein wunderschönes Haus gekauft. Er würde alles für sie tun. Auch wenn das bedeutet, dass sie manchmal grausame Spiele spielen. Doch plötzlich trennt Verity sich von ihm und verliebt sich in einen anderen Mann. Mike wird der Boden unter den Füßen weggerissen. Sie antwortet nicht auf seine Anrufe und auch nicht auf seine Nachrichten. Aber dann wird ihm etwas klar: Ein neues Spiel hat begonnen und er muss Verity nun beweisen, wie weit er wirklich gehen kann ... Araminta Hall arbeitet als Journalistin, Lehrerin und Autorin. Derzeit unterrichtet sie Kreatives Schreiben in Brighton, wo sie auch mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt. The Couple ist ihr erster Roman bei Heyne.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 13.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641222178
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 42251
    Originaltitel: Our Kind of Cruelty
    Größe: 2478 kBytes
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The Couple

II

Die Woche nach der Hochzeit war gar nicht gut.

Ich hatte schreckliche Probleme, zu schlafen, und tagsüber war mir ständig schlecht und schwindlig. In der Firma übertrug der Chairman mir unser neues Projekt, bei dem es um die Übernahme eines großen Konkurrenten namens Spectre ging. Die Sache war im Grunde ziemlich unkompliziert. Ein Großteil des Ladens musste eingestampft werden, und ein Haufen Leute würden ihre Jobs verlieren, aber mir war die Überempfindlichkeit fremd, mit der andere oft auf solche Situationen reagierten. Wenn jeder in einer Firma seine Arbeit anständig erledigt, dann läuft der Laden auch, so sehe ich das. Und wenn der Chef zu dämlich ist, sich rechtzeitig von überflüssigem Ballast zu trennen, dann muss es eben schiefgehen.

Als ich im noblen Büro des Chairman saß und ihm das sagte, musste er lachen. "Mal ganz unter uns", antwortete er, "genau darin besteht der Grund, warum Frauen es in der Geschäftswelt so selten bis ganz nach oben schaffen. Zu viele Gefühlsduseleien." Das war zwar ausgemachter Stuss, aber ich nickte dennoch lächelnd, wie es von mir erwartet wurde. Allerdings wollte mir die Aufgabe ungeachtet ihrer Anspruchslosigkeit einfach nicht leicht von der Hand gehen. Ich schleppte sämtliche Akten und Unterlagen zurück zu meinem Schreibtisch, loggte mich auf die geschützten Seiten ein, die alles relevante Zahlenmaterial enthielten, und brachte trotzdem nichts auf die Reihe. Die Zahlen schienen über den Bildschirm zu tanzen, hinter Algorithmen unsichtbar zu werden oder in Graphen zu verschwinden. Es gelang mir, eine grobe Marschrichtung zu entwerfen, die sich dann aber auf halbem Weg wieder zerschlug, weil mir Prognosen um die Ohren flogen, denen ich zuvor nicht die geringste Beachtung geschenkt hatte.

Das Problem war, dass mein Verstand komplett von V besetzt schien, als wäre sie eine Wühlmaus, die in meinem Schädel wohnte. Es kam mir absurd vor, mich mit Routinearbeiten abzugeben, wenn sie womöglich im selben Moment Dinge erlebte, die wir nie mehr gemeinsam zum ersten Mal erleben konnten. Ich ärgerte mich darüber, sie nicht detaillierter über ihre Reise befragt zu haben. Dann hätte ich viel besser einschätzen können, was sie wann gerade unternahm. Wir hatten selbst oft genug davon gesprochen, nach Südafrika zu reisen, und ich war mir sicher, dass sie einige der Orte aufsuchen würde, die wir ins Auge gefasst hatten.

Unablässig recherchierte ich im Netz nach "Südafrika", verfeinerte oder erweiterte meine Suche, indem ich Begriffe wie "Tourismus", "exklusiv", "exotisch" oder "ungewöhnlich" hinzufügte. Die Bandbreite von Dingen, die man dort unternehmen konnte, war überwältigend, und die meisten davon entsprachen genau der Art von Abenteuer, die V gefallen würde. Und natürlich verfügte Angus über ausreichende finanzielle Mittel, alles besonders spektakulär zu machen, was er mit Sicherheit auch tun würde. Ich folgte virtuellen Rundgängen durch sämtliche Tophotels, buchte Hubschrauberflüge in seinem Namen, arrangierte Verköstigungen auf edlen Weingütern, verglich die besten Spas, las die Speisekarten der nobelsten Restaurants. Aber nichts davon genügte mir. Am liebsten hätte ich den Computerbildschirm zertrümmert und wäre hineingesprungen. Ich wollte all den Werbeschnickschnack rausschmeißen, wollte überall kleine Kameras installieren. Ich wollte haargenau wissen, was sie wann taten.

Zu Hause setzte ich meine Ermittlungen allabendlich fort. Ich stellte mir Wein neben den Laptop und aß Liefer-Essen direkt aus der Verpackung. V hätte solche Nachlässigkeiten nie geduldet, aber meine Verärgerung über sie wuchs mit jedem Tag. Was sie da unternahm, stand in keinem Verhältnis zu dem Fehltritt, den ich mir geleistet hatte. Mit Carly zu schlafen war natürlich totaler Mist von mir gewesen, aber das tat mir leid, und ich hatte mich dafür entschuldigt und auf Knien um Vergebung gebeten. Es musste ihr doch klar sein, dass es nicht die

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