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The Virginia Detectives von Burton, Mary (eBook)

  • Erschienen: 04.05.2017
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
9,99 €
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The Virginia Detectives

Zwei hochspannende Mary-Burton-Romane in einem eBook! Vor einem Frauenhaus in Virginia wird ein Mordopfer entdeckt. Es handelt sich um einen stadtbekannten Anwalt, der seine Ehefrau misshandelt hat. Wurde er ein Opfer ihrer Rache? Für Lindsay O'Neil, der Leiterin des Frauenhauses, scheint der Fall klar. Doch das alles ist nur der Anfang eines Albtraums! Der Mörder schlägt schon bald erneut zu - und als Lindsay morbide Souvenirs seiner Taten erhält, wird deutlich: Der Killer kennt die Geheimnisse ihrer düsteren Vergangenheit... Am Ufer eines Flusses wird die erdrosselte Leiche einer Frau gefunden. Detective Jacob Warwick übernimmt den Fall, doch die Ermittlungen führen ins Leere. Erst als weitere Leichen auftauchen, erkennt er ein Muster: Alle Opfer weisen eine überraschend große Ähnlichkeit mit der Fernsehreporterin Kendall Shaw auf. Diese lässt sich jedoch nicht beeindrucken und berichtet weiter über die Mordserie. Warwick rennt die Zeit davon, denn der Mörder hat die Reporterin bereits im Visier...

Mary Burton ist im Süden der USA aufgewachsen. Sie hat an der Universität von Virginia Englisch studiert. Nach einer Karriere im Bereich Marketing begann sie äußerst erfolgreich, Liebesromane zu schreiben. Burton lebt und arbeitet in Virginia. Weitere Informationen unter: www.maryburton.com

Produktinformationen

    Größe: 1366kBytes
    Herausgeber: LYX
    Untertitel: Zwei Romane in einem eBook
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 800
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    ISBN: 9783736305809
    Erschienen: 04.05.2017
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The Virginia Detectives

2

Montag, 7. Juli, 8:10 Uhr

Lindsay O'Neil war spät dran, verdammt spät - und zwar weil ihr Wecker wegen eines Stromausfalls nicht geklingelt hatte und sie fast drei Stunden verschlafen hatte.

Sie sah auf den Tacho ihres Geländewagens. Die Nadel zeigte etwas mehr als fünfundfünfzig Stundenkilometer an. Doch sie wäre gerne doppelt so schnell gefahren, wenn der Berufsverkehr auf der vierspurigen Broad Street es nur zugelassen hätte.

Sie war angespannt. Normalerweise brauchte sie fünfzehn Minuten für die sechzehn Kilometer von ihrer Wohnung zum Sanctuary-Frauenhaus, wo sie arbeitete. Doch normalerweise schlief sie auch nicht so tief wie letzte Nacht. In den meisten Nächten wachte sie regelmäßig aus Träumen auf und hatte kein Problem damit, früh um fünf aufzustehen und zur Arbeit zu fahren.

Lindsay schaltete das Radio ein und drückte mehrmals auf den Sendersuchlauf, bis sie einen Song fand, der ihr gefiel. Musik und Text beruhigten sie, und sie atmete ein paarmal tief durch, bis sich ihre Nervosität etwas löste.

Seit anderthalb Jahren leitete Lindsay das Sanctuary. Ihr Arbeitstag war normalerweise voll mit Beratungsterminen und verwaltungstechnischen Meetings, und meist kam sie noch nicht einmal dazu, mittags etwas zu essen.

Heute hatte sie sogar noch mehr Termine als sonst. Verpasst hatte sie bislang die Gruppenbesprechung, die sie jeden Montag um sieben Uhr abhielt. Die Besprechung war für alle Hausbewohner bindend. Ebenfalls vorbei war die auf acht Uhr angesetzte Telefonkonferenz mit der Vorstandsvorsitzenden des Frauenhauses, Dana Miller, die auf den neuesten Stand gebracht werden wollte.

Dass sie die Telefonkonferenz verschlafen hatte, war nicht ganz unproblematisch, aber da würde sie sich herausreden können. Dass sie aber die Gruppenbesprechung verpasst hatte, war ganz und gar inakzeptabel. Die Frauen waren alle Opfer häuslicher Gewalt. Viele von ihnen hatten seit Jahren nicht mehr gearbeitet, und die meisten hatten jetzt mehr Angst vor dem Unbekannten, das vor ihnen lag, als vor der physischen Gewalt in ihrer Beziehung. Häufig hörte Lindsay bei den Gruppentreffen nur zu, verteilte Taschentücher und nahm die Frauen in den Arm. Das Entscheidende war, dass sie immer da war, um ihnen Mut zu machen. Immer .

Nur heute nicht. Heute hatte sie sie alle hängen lassen.

Lindsay klappte ihr Handy auf. Sie hatte das Haus heute früh so hektisch verlassen, dass sie ganz vergessen hatte, im Büro anzurufen. Aber das Display blieb dunkel - der Akku war leer. Hatte sie es nicht über Nacht aufgeladen? Doch dann fiel es ihr wieder ein: "Der Stromausfall. So ein Mist!"

Sie hielt an einer roten Ampel und warf das Handy auf den Beifahrersitz. Die Hitze des schwarzen Asphalts drang durch das Bodenblech, obwohl die Klimaanlage auf Hochtouren lief. Die Motorkühlung sprang an, und binnen Sekunden geriet der Motor ins Stottern und drohte abzusterben.

"Oh verdammt!", murmelte sie.

Seit Monaten nahm sie sich vor, den Wagen zur Inspektion zu bringen, hatte es aber immer wieder aufgeschoben. Nie war genug Zeit. Aber jetzt machten die hohen Temperaturen dem Motor zu schaffen. Sie schaltete die Klimaanlage ab und kurbelte das Fenster herunter. Schwere, heiße Juliluft drang ins Innere.

Ohne die Belastung der Klimaanlage lief der Motor wieder ruhiger, doch bald fing sie an zu schwitzen.

"Verdammt, ich hasse das."

Es war, als wollte die Hitze sie erdrücken, sie reizte ihre Nerven und ließ verdrängte Erinnerungen an die Oberfläche steigen.

"Mom", flüsterte sie und schloss die Augen.

Es war zwölf Jahre her, da war sie, gerade siebzehn, an einem heißen, stürmischen Nachmittag früher von ihrem Job als Poolaufsicht nach Hause gekommen. Normalerweise hatte sie immer bis zum Schluss gearbeitet, meist bis nach einundzwanzig Uhr. Doch dieser Tag war so gewittrig gewesen, d

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