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Tickende Zeitbombe Ein Baccus-Borg-Krimi von Schwab, Elke (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.10.2017
  • Verlag: Solibro Verlag
eBook (ePUB)
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Tickende Zeitbombe

Während seiner Arbeit verunglückt der Hausmeister eines Saarbrücker Fitnesscenters tödlich. Als kurz darauf die dortige Putzfrau spurlos verschwindet, suchen die beiden Kommissare Lukas Baccus und Theo Borg das Studio auf und werden bei der Gelegenheit Mitglied. Doch kaum haben die zwei mit ihrem Training begonnen, geschieht etwas Unerwartetes: Alle Anwesenden, samt der Kommissare, werden als Geisel genommen. Die Forderungen sind nur schwer nachvollziehbar und noch schwerer zu erfüllen. Aber die Geiselnehmer bleiben hartnäckig. Als eine Geisel erschossen wird, droht die Situation zu eskalieren. Die Geiselnehmer scheinen der Polizei überlegen zu sein ... Im Nordosten von Frankreich in einem alten elsässischen Bauernhaus entstehen die spannenden Krimis der gebürtigen Saarländerin Elke Schwab. In der Nähe zur saarländischen Grenze schreibt und lebt sie zusammen mit Lebensgefährte samt Pferden, Esel und Katzen. Elke Schwab wurde 1964 in Saarbrücken geboren und ist im Saarland aufgewachsen. Nach dem Gymnasium in Saarlouis arbeitete sie über zwanzig Jahre im Saarländischen Sozialministerium, Abteilung Altenpolitik. Schon als Kind schrieb sie über Abenteuer, als Jugendliche natürlich über Romanzen. Später entschied sie sich für Kriminalromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 344
    Erscheinungsdatum: 02.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960790303
    Verlag: Solibro Verlag
    Serie: Subkutan 8
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Tickende Zeitbombe

Kapitel 1

Die Musik dröhnte laut durch das Studio. Sämtliche Lampen waren eingeschaltet, um das trübe Tageslicht auszusperren, das den Oktobertag beherrschte. Alle Geräte in der Ecke, die "Functional-Area" genannt wurde, waren besetzt. Die Teilnehmer warteten auf seinen Pfiff zum Start, um mit ihrer Übung beginnen zu können. Das Synrgie360-Trainingsprogramm gefiel Dierk von Westernhagen am besten. Dort konnte er mit wenig Aufwand seine Sportler in den Wahnsinn treiben. Egal wie einfach die Übungen aussahen - sobald er das Tempo vorgab, wurden sie höllisch anstrengend. "Synrgie" bedeutete ein "sich gegenseitiges Anspornen", was damit erzielt wurde, dass die unterschiedlichen Geräte dicht beieinanderstanden. Jeder konnte während seiner eigenen Übung dem Nebenmann oder der Nebenfrau dabei zusehen, was als Nächstes auf ihn zukam. Wie üblich wirkte dabei niemand wirklich angespornt, sondern viel mehr gequält. Eine Freude, diese müden Geister in Schwung zu bringen.

Dierk von Westernhagen hatte schon immer ein Ziel vor Augen gehabt. Er wollte den heutigen Opfern des Wohlstandes die Bequemlichkeit aus den Körpern treiben. Von wegen nach Feierabend auf dem Sofa liegen und der Faulheit frönen. Das konnte der Mensch noch früh genug tun, nämlich dann, wenn er auf den Tod wartete. Aber in jungen Jahren seine körperlichen Ressourcen zugunsten von Bier oder Chips oder Schokolade verschenken? Das war Frevel.

Also drillte er seine Gruppe, die aus Männern und Frauen im Alter zwischen 30 und 60 bestand, bis sie hochrote Köpfe bekam und um Gnade winselte.

Dierks zufriedenes Grinsen wurde jedoch von plötzlich eintretender Dunkelheit unterbrochen. Auch die laute Musik verstummte.

"Was ist jetzt schon wieder los?", rief er empört. Ich dachte, der Hausmeister hätte den Schaden repariert."

"Das hat er auch", kam die Antwort prompt.

Dierk schaute sich verwirrt um und entdeckte jemanden in einem Blaumann, der Arbeitskluft des Hausmeisters, im schwachen Schein der Notbeleuchtung.

"Und warum funktioniert es nicht?"

"Ich weiß es nicht. Muss erst mal nachschauen."

"Vielleicht sollte ich das mal machen", spottete Dierk. "Könnte sein, dass ich es besser hinkriege."

"Nee, lass mal lieber! Du würdest dort oben nichts finden. Ich habe den Beruf des Elektrikers nicht umsonst gelernt."

"Hoffentlich."

Hinter sich hörte Dierk seine Synrgie-Gruppe erleichtert verschnaufen. Sie alle hatten keine Sekunde gezögert und die Störung zu ihren Gunsten ausgenutzt. Erschöpft legten sie sich auf die Matten, die auf dem Boden verteilt waren und tuschelten.

Der Fitnesstrainer verließ zusammen mit dem Hausmeister die Functional-Area. Sie traten hinaus ins Treppenhaus, das ebenfalls nur durch Sicherheitsleuchten notdürftig erhellt wurde. Die Decke zierten quadratische Gipsplatten. Dierk reckte sich und versuchte, mit der Hand eine dieser Platten zu erreichen. Trotz seiner Größe von einsfünfundneunzig gelangte er nicht heran. Mit einem schiefen Grinsen sperrte der Hausmeister seine Kammer hinter einer verspiegelten Tür auf, entnahm eine Leiter und stellte sie auf. "Du bist vielleicht größer als ich", murmelte er, "aber so groß nun auch wieder nicht."

Dierk lachte nur über diese Anspielung.

Oben angekommen klappte der Mann im Blaumann eine der Gipsplatten nach unten. Vor ihm offenbarte sich ein Meer aus Kabeln, Drähten, Leitungen, Litzen, Schraubklemmen, Ösen und vielem mehr, was Dierk nicht durchblickte.

"Wenn ich das so sehe, muss ich dir recht geben. Von dem Chaos lasse ich lieber die Finger."

Vom Hausmeister war nur ein Murmeln zu hören, weil er in den Kabelsalat hineinsprach. Mit beiden A

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