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Tiefer denn die Hölle Kriminalroman von Gallert, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.04.2018
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Tiefer denn die Hölle

Der zweite Fall für den Polizeiseelsorger Martin Bauer, der eigene Wege geht und alles riskiert Polizeiseelsorger Martin Bauer ist auf alles vorbereitet, als er zu dem Einsatz in einem stillgelegten Bergwerk eilt. Dort wurde eine Leiche gefunden, übergossen mit Honig. Bei Ihrem Anblick ist Bauers Amtskollege, Polizeidekan Rüdiger Vaals, der die Beamten vor Ort betreuen sollte, mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen. Darauf war Bauer nicht gefasst. Hat der Tote im Bergwerk etwas mit Vaals' Vergangenheit zu tun? Bauers Suche nach der Wahrheit führt ihn zu einem sterbenden Mann und tausend Meter unter die Erde... 'Ein spannender Krimi, der lange nachwirkt – von mir eine klare Empfehlung! Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Fall für Martin Bauer.' Nele Neuhaus Peter Gallert wurde 1962 in Bonn geboren. Ein Germanistik- und Geschichtsstudium brach er erfolgreich ab. Seit den 90er Jahren Drehbuchautor für TV-Serien von Krimi bis Krankenhaus (in Zusammenarbeit mit Jörg Reiter). Er ist Karate-Kindertrainer, hat drei Töchter und lebt mit seiner Familie in Köln.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 06.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843717663
    Verlag: Ullstein
    Serie: Martin Bauer .2
    Größe: 3137 kBytes
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Tiefer denn die Hölle

20

Du warst eine Scheißmutter!

Heute ist dein 3 . Todestag und das ist mein letzter Brief an dich.

Du hast mich im Stich gelassen. Ich war dir egal. Ich hoffe, Oma hatte recht und du bist in der Hölle.

Ich hasse dich für immer!
21

Montag

Verena Dohr war erst um drei ins Bett gekommen. Sie hatte von Elmar geträumt. Und von Hauptkommissar Marantz. An Details konnte sie sich nicht erinnern, nur an die beklemmende Stimmung und einen bitteren Nachgeschmack. Nachdem sie sich dreieinhalb Stunden lang schweißnass herumgewälzt hatte, reichte es ihr. Sie stand auf und spülte die Nacht mit einer kalten Dusche und einem heißen Kaffee weg.

Um Viertel vor acht saß sie hinter ihrem Schreibtisch. Sie war froh, dass ihr auf dem Flur niemand begegnet war, mit dem sie hätte reden müssen.

Sie starrte auf das leere Blatt Papier vor ihr auf dem Schreibtisch. Was war in Slomkas Wohnung geschehen? Alles hatte nach einer überhasteten, fast panischen Flucht ausgesehen. Aber irgendetwas stimmte nicht. Seit der Tat war Slomka offensichtlich nicht mehr in seiner Wohnung gewesen. Dafür sprach die Post, die sich angesammelt hatte. Warum war er abgetaucht, obwohl er davon ausgehen konnte, dass man sein Opfer nicht so bald finden würde? Das heißt, falls er mit dem Rhythmus der Sicherheitsüberprüfungen unter Tage vertraut war. Das hatte sie angenommen, weil er sich in der Zeche so gut auskannte. Die außerplanmäßige Überprüfung hatte ihn aber anscheinend überrascht. Plötzlich stand die Honigleiche auf den ersten Seiten der Zeitungen. Ein ausgezeichneter Grund, um in Panik zu geraten und die Flucht zu ergreifen.

Aber wieso das Chaos in Slomkas Wohnung? Wann war es entstanden? Wohl kaum während sie sich nebenan mit den Studentinnen unterhalten hatten. Dann hätten sie etwas davon mitkriegen müssen. Aber wenn Slomka schon zu einem früheren Zeitpunkt alles auf den Kopf gestellt hatte, wieso dann jetzt diese Panik?

Etwas stimmte da nicht! Alles an der Tatausführung sprach für einen Täter, der kompetent und organisiert war. Vor allem das Verbringen der Leiche an den Fundort musste akribisch vorbereitet worden sein. Dazu benötigte er Kenntnisse der Örtlichkeiten, technisches Wissen, die Mittel, sich unbemerkt Zugang zu verschaffen, und er musste große Mengen Honig mit sich führen. Bis auf den zurückgelassenen Kassenbon war ihm kein Fehler unterlaufen. Das Chaos in der Wohnung passte einfach nicht dazu! Immerhin - wenn man diese Widersprüche außer Acht ließ, hatten sie einen Ermittlungsansatz und einen Verdächtigen, den sie nur noch finden mussten.

Sie begann, sich Notizen zu machen.

Sie mussten herausfinden, wo sich Slomka während der vergangenen zwei Monate aufgehalten hatte. Aast und Coenes würden sich die Wohnung noch mal vornehmen. Schwer vorstellbar, dass ein Mensch, der ständig schrieb, nicht irgendwo etwas über ein so 'spektakuläres' Vorhaben notiert hatte. Oder sollte sie Coenes mit Karman losschicken? Die Oberkommissarin war offensichtlich eine fähige Ermittlerin. Selbstständiges Denken, eine wache Beobachtungsgabe, eine gute Intuition und ein Schuss Kreativität. Viele männliche Kollegen würden sich bedroht fühlen. Karman sowieso. Auf jeden Fall würde sie das Gefüge des Ermittlungsteams verändern.

Sie fragte sich, wie sich das auf ihre eigene Position auswirken würde. Das hing davon ab, ob Coenes ihre Fähigkeiten an der Sache ausrichtete oder an ihrem Ehrgeiz. Wenn sie ihre neue Chefin als Konkurrentin betrachtete, würde es schwierig werden. Wollte sie Senta Coenes vielleicht deshalb von Karman fernhalten? Aus Angst, er könne sie auf seine Seite ziehen? Sie schob den Gedanken beiseite.

Sie notierte weitere Punkte, darunter den Oberbegriff 'Umfeld'. Sie mussten Slomkas Freunde und Verwandte, seine Auftraggeber, die Redaktionen, für die er arbeitete,

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