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Tod über der Elbe: Ein Fall für Brock: Hamburg-Krimi von Raben, Hans-Jürgen (eBook)

  • Verlag: Uksak E-Books
eBook (ePUB)
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Tod über der Elbe: Ein Fall für Brock: Hamburg-Krimi

Die Wasserschutzpolizei wird durch einen unbekannten Beobachter auf eine Gestalt aufmerksam gemacht, die im großen Fenster der Elbphilharmonie zu schweben scheint. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass es sich um den ermordeten Markus Holler, den Erben einer kleinen Reederei, handelt, der von seinen Peinigern gefoltert und an dieser Stelle so drapiert wurde, als blicke er auf eine ganz bestimmte Stelle auf der Elbe, wo sich vor einem Jahr ein tödliches Unglück ereignet hatte. Hauptkommissar Cornelius Brock geht schnell von Rache aus, da Holler damals jenes Boot gesteuert hat, welches den Unfall verursacht hatte. Einige Zeit später taucht eine zweite Leiche auf, die in Verbindung zum Mord an Holler steht. Wie passt dieses zweite Opfer in die Gleichung der Rache? Keine leichte Aufgabe für Brock, Licht ins Dunkel der Ermittlungen zu bringen, denn je mehr er und sein Team herausfinden, desto verworrener scheint der ganze Fall zu werden und bringt die Ermittler am Ende selbst in Lebensgefahr ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 160
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738935165
    Verlag: Uksak E-Books
    Größe: 961 kBytes
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Tod über der Elbe: Ein Fall für Brock: Hamburg-Krimi

1. Kapitel

Es klingelte.

Hauptkommissar Cornelius Brock tastete schlaftrunken nach dem Wecker, ohne die Augen zu öffnen. Missmutig drückte er auf die Oberseite des Störenfrieds, um ihn auszustellen.

Es klingelte weiter.

Er verdrängte die letzten Traumfetzen aus seinen Gedanken und bemühte sich, die Augen aufzukriegen. Er hasste es, früh aufstehen zu müssen, besonders am Sonntag.

Sonntag?

Da sollte der Wecker überhaupt nicht klingeln!

Brock stemmte sich hoch und blickte zum Nachttisch. Das Telefon klingelte. Das konnte um diese Zeit nur eines bedeuten: Er wurde gebraucht. Und das wiederum hieß, dass es sich um etwas sehr Unerfreuliches handelte.

Er nahm den Hörer auf und meldete sich.

Eine hektische Stimme erklang am anderen Ende. "Hauptkommissar! Sie werden dringend in der Elbphilharmonie erwartet."

"In der Elbphilharmonie?", blaffte Brock. "Da wollte ich zwar immer schon mal hin, aber nicht am Sonntagmorgen. Was gibt es denn?"

"Das müssen Sie selber gesehen haben", antwortete Horst Spengler, Brocks Assistent im Dienstrang eines Kommissaranwärters. "Ich habe Ihnen einen Streifenwagen geschickt. Der müsste in Kürze bei Ihnen sein."

Brock wohnte in einem Mehrfamilienhaus in der Alsterdorfer Straße. Eine helle und freundliche Dreizimmerwohnung in der ersten Etage mit einem Balkon. Das ältere Ehepaar, dem das Haus gehörte, wohnte im Erdgeschoss. Ihr Mieter durfte den Garten mitbenutzen, eine Möglichkeit, die Brock noch nie wahrgenommen hatte. Eine Garage gab es nicht, nur einen Stellplatz auf dem Grundstück. Von Brocks Wohnung war es nicht weit bis zu seinem Arbeitsplatz bei der Mordkommission im Polizeipräsidium.

Er warf einen Blick auf die andere Seite des Bettes. Doch dort war niemand. Sie hatten am Vorabend den Geburtstag eines Kollegen gefeiert, und Brock war sich nicht sicher, wie das Ganze geendet hatte. Glücklicherweise nicht mit einem unerwarteten Besucher in seinem Bett. Er dachte kurz darüber nach, wann ein solches Ereignis zum letzten Mal stattgefunden hatte.

Ist lange her , schoss es ihm durch den Kopf.

"Ich komme", krächzte er in den Hörer und schwang die Füße auf den Boden. Ein leichter Schwindel erfasste ihn, und er überlegte, ob das bei seinem Alter von vierzig Jahren normal war.

Er brauchte zehn Minuten im Bad und warf sich anschließend in seine Freizeitklamotten. Zuletzt steckte er die Brieftasche mit seinem Ausweis ein. Erst kurz vor der Tür bemerkte er, dass er die Schuhe vergessen hatte.

Eigentlich hatte er sich darauf gefreut, nach dem Frühstück zu joggen und anschließend eine Jazz-Aufnahme aus seiner umfangreichen Sammlung von Vinyl-Platten auf den Plattenteller zu legen und entspannt die Musik zu genießen.

Als er aus der Haustür trat, wartete der Streifenwagen schon. Er durchquerte die paar Meter durch den Vorgarten und warf sich wortlos auf den Rücksitz. Die uniformierten Kollegen waren so rücksichtsvoll, ihn während der Fahrt nicht zu behelligen, und Brock verlor sich wieder in seinem so abrupt unterbrochenen Traum, in dem es wie so oft um seine geschiedene Frau ging.

Sie hatten die hübsche Wohnung in der Alsterdorfer Straße vor vier Jahren zusammen angemietet. Es dauerte nur zwei Jahre, bis sie feststellten, dass sie nicht zueinander passten. Das heißt, seine Frau hatte das festgestellt. Sie hatten sich freundschaftlich voneinander getrennt und sahen sich immer noch gelegentlich. Nach dem Auszug seiner Frau hatte Brock die Wohnung behalten. Er empfand sie eine Zeit lang kalt und leer, doch inzwischen fühlte er sich dort wieder wohl. Die Wohnung war zu seinem Rückzugsort geworden, und auch die Vermieter im Erdgeschoss waren so rücksichtsvoll, ihn nicht zu belästigen.

Dennoch empfand er einen gewissen Schmerz, wenn er an die gemeinsame Zeit dachte, und er fragte sich, ob es jemals wieder so werden könnt

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