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Tod auf Gran Canaria Kriminalroman von Jungstedt, Mari (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.05.2017
  • Verlag: btb
eBook (ePUB)
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Tod auf Gran Canaria

Gran Canaria, die Insel mit den unendlich langen Stränden und der nie untergehenden Sonne, ein Urlaubsparadies! Doch eines Morgens wird die Leiche einer jungen Frau gefunden - einer Schwedin, die ihre Ferien in einem Yoga-Zentrum verbringen wollte. Ihr Körper ist drapiert wie auf Bottilcellis bekanntem Gemälde "Die Geburt der Venus". Kurz darauf gibt es eine weitere Tote. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Mörder und bekommt unerwartete Hilfe von der Journalistin der schwedischen Zeitung der Insel, Sara Moberg, und dem ehemaligen Polizisten Kristian Wede. Die Spuren führen quer über die Urlaubsinsel, zur Norwegischen Seemannskirche, in ein Massage-Zentrum und schließlich in das Yoga-Paradies in den Bergen. Doch bald stellt sich heraus: Diese Idylle ist eine Illusion ...

Mari Jungstedt wurde 1962 in Stockholm geboren und studierte an der dortigen Journalistenschule. Sie arbeitet als Radio- und TV-Journalistin und steht als Nachrichtensprecherin für das schwedische Fernsehen vor der Kamera. Mari Jungstedt ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 09.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641179304
    Verlag: btb
    Originaltitel: En mörkare himmel
    Größe: 806kBytes
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Tod auf Gran Canaria

7

Der Polizeifunk rauschte in dem stillen Zimmer. Zuerst klang es wie aus weiter Ferne an ihr Ohr, dann wurde es immer lauter. Das Radio stand auf dem Nachttisch. Als Redakteurin der skandinavischen Zeitung Dag & Natt hielt sie sich über alle Ereignisse auf dem Laufenden. Das gehörte zum Job dazu. Sara Moberg lag allein in dem großen Doppelbett. Lasse war mit dem gemeinsamen Sohn in Las Palmas. Sie hatten ein spätes Fußballspiel besucht und übernachteten im Hotel. Ihr Mann konnte das, ab und zu unternahm er etwas mit einem der Kinder, nur die beiden. Manchmal hatte sie ein schlechtes Gewissen, weil sie es nicht auch so machte.

In schlaftrunkenem Zustand nahm sie einzelne Fetzen der Nachricht wahr. Tote Frau unterhalb der norwegischen Seemannskirche in Arguineguín gefunden. Die Polizei ging von Mord aus. Sara warf einen Blick auf den Wecker, der zeigte halb acht an. Hellwach streckte sie die Hand nach ihrem Smartphone aus und wählte die Nummer von Kommissar Diego Quintana von der Guardia Civil in Las Palmas. Zugleich tastete sie nach ihrer Lesebrille und nach Papier und Stift, die sie immer in Reichweite hatte, wenn sie schlafen ging. In case of emergency. Oder falls ihr plötzlich, ehe sie einschlief, eine Idee für einen Artikel oder wenn sie mitten in der Nacht wach läge, was im Moment viel zu häufig vorkam. Vielleicht war es das Alter, oder es waren die herannahenden Wechseljahre oder einfach eine allgemeine Unruhe.

Sie wählte mehrfach Quintanas Nummer, musste etliche Versuche machen, ehe der Kommissar sich endlich meldete.

" Hola, hier ist Sara. Entschuldige den frühen Anruf, aber ich nehme mal an, du bist im Dienst."

"Zumindest auf dem Weg dorthin", knurrte Quintana.

"Ich habe eben etwas über einen Mord in Arguineguín gehört. Über eine Tote, die bei der norwegischen Seemannskirche gefunden worden ist ..."

"Mordverdacht", korrigierte Quintana. "Wir wissen noch nichts. Bin auch gerade erst informiert worden, verdammt noch mal."

"Okay. Wisst ihr, wer das Opfer ist?"

"Nein."

"Ist schon jemand verhaftet worden?"

"Nein."

"Kannst du mir etwas mehr sagen? Stimmt es, dass sie an Ort und Stelle umgekommen ist?"

"Jetzt hör aber auf, ich habe zu arbeiten. Adios ."

Sara Moberg sprang aus dem Bett und lief ins Badezimmer. Sie musste so schnell wie möglich nach Arguineguín. Eine ermordete Frau. Unwahrscheinlich, dass so etwas in dem kleinen friedlichen Ferienort passiert war. Viele ihrer Leser wohnten dort. Ein Großteil der lokalen Bevölkerung stammte aus Norwegen.

Sie ließ das Frühstück ausfallen, schnappte sich aber eine Banane, eine Flasche Wasser und ein Stück von dem Brot, das sie am Vortag gebacken hatte. Steckte den Kopf durch die Zimmertür ihrer Tochter und rief, dass sie los müsse.

"Ja, ja", klang Olivias Stimme gedämpft unter der Decke hervor. "Mach's gut, Mama."

"Sieh zu, dass du auf die Beine kommst", schob Sara noch hinterher, ehe sie sich eine Jacke überzog und die Füße in ein Paar robuster Laufschuhe steckte. Wenn sie draußen am Meer auf Felsen und im Sand herumkraxeln müsste, wäre es besser, entsprechend gekleidet zu sein.

Sobald sie die Haustür hinter sich geschlossen hatte, merkte sie, dass sie zu dick angezogen war. Die Luft war schon warm, obwohl die Sonne gerade erst am Himmel stand. Die Vögel zwitscherten hinten am Pool. Sara zog die Jacke aus und warf sie auf die Rückbank, legte eine CD von Ted Gärdestad ein, ehe sie aus der Garage fuhr und das eiserne Tor mit der Fernbedienung öffnete. Das Auto war erfüllt von "Der Himmel ist unschuldig blau" und Sara sang mit. Laut und falsch. Sie war schon als Teenager ein großer Fan von Ted Gärdestad gewesen und sie wurde seiner Musik niemals überdrüssig. Er war damals ihr Idol gewesen, war aber schon seit vielen Jahren tot. Sara würde ihn niemals vergessen. Sie hatte alle s

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