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Tod auf St Michael's Mount Ein Cornwall-Krimi von Richford, Angela (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.05.2019
  • Verlag: Midnight
eBook (ePUB)
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Tod auf St Michael's Mount

Der erste Fall für Detective Chief Inspector Fiona Sutherland in Cornwall! Detective Chief Inspector Fiona Sutherland ist erst vor kurzem in das malerische Örtchen Portreath an der Küste Cornwalls gezogen um ihre verkorkste Ehe endgültig hinter sich zu lassen. Bald schon merkt sie, hier auf dem Land ticken die Uhren anders. Und daran ändert auch die Leiche nichts, die in der Bucht vor der legendären Insel St. Michael's Mount angeschwemmt wird. Schnell haben Fiona und ihr neues Team die Identität des Toten festgestellt: Lionnel Kellow. Der allseits beliebte Unternehmer galt als vermisst, seit er vor einigen Monaten von einem Kajakausflug in der Bucht nicht zurückkam. Kellow war Diabetiker, doch das Notfallset in seinem Kajak war leer. Fiona ahnt, dass hier jemand nachgeholfen hat. Doch wer hatte ein Motiv? Angela Richford wurde 1961 geboren und arbeitet hauptberuflich als Ärztin. Seit 2014 schreibt sie nebenher Bücher, die vorzugsweise in ihrer malerischen Wahlheimat Cornwall spielen. Sie ist verheiratet und lebt in Penzance, Cornwall.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 06.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958192638
    Verlag: Midnight
    Größe: 2887 kBytes
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Tod auf St Michael's Mount

1. Kapitel

Endlos spannte sich der wolkenlose Himmel über die traumhaft schöne Mount's Bay. Die Luft war klar und kühl, kaum ein Lüftchen bewegte das Meer. Geschützt wie eine Perle in ihrer schimmernden Hülle lag die Insel St. Michael's Mount, umspült vom ewigen Wechsel der Gezeiten, in der malerischen Bucht, der sie ihren Namen gegeben hatte. Das englische Pendant zu der Gezeiteninsel Mont-Saint-Michel in Frankreich wurde genau wie diese von einem mittelalterlichen Kloster mit ausgedehnten Festungsanlagen gekrönt. Gemächlich verblassendes Tageslicht verlieh dem Ganzen etwas erhaben Mystisches, erweckte Erinnerungen an alte Sagen und eine dunkle Vergangenheit.

Seit gut einer halben Stunde war der Scheitelpunkt der Flut überschritten und das nun abfließende Meerwasser würde in wenigen Stunden den uralten Pflastersteinpfad freigeben, auf dem man bei Ebbe das kegelförmige Eiland zu Fuß erreichen konnte. Die letzten Inseltouristen waren längst mit den kleinen Fährbooten zurück nach Marazion gefahren; bei Flut war dies die einzige Möglichkeit, die Insel trockenen Fußes zu verlassen. Außer natürlich, man besaß ein eigenes Boot.

Schmatzende kleine Wellen leckten am Blau des Kajaks, das im stetig abnehmenden Licht sanft im Rhythmus der ruhigen See schaukelte.

Lionel Kellow fühlte sich nicht wohl. Sein Paddel hatte er quer vor sich auf die Spritzdecke gelegt, er konnte nicht mehr, er musste eine Pause machen. Schwer atmend spürte er sein viel zu schnell schlagendes Herz, selbst in seinen Ohren pumpte der Pulsschlag. Schweiß stand ihm auf der Stirn, und das nicht vor Anstrengung. Er schaute auf seine Hände: Sie zitterten.

"Oh nein! Bloß nicht jetzt!" Aufstöhnend verfluchte er die Zuckerkrankheit, auf die er sein Unwohlsein sofort zurückführte. Über zwanzig Jahre hatte er Erfahrung mit den Unwägbarkeiten dieser Anflüge. Lionel wusste, dass sein Körper längst Alarm schlug und dass er schnell handeln musste. Meistens war er unterzuckert, wofür auch die Symptome sprachen. Um wirklich sicher sein zu können, musste er allerdings zuerst den Bluttest machen!

Seit fast einer Stunde war er auf dem Wasser und hatte sich beim Paddeln herrlich ausgepowert, was seinen Blutzuckerspiegel erwartungsgemäß abgesenkt hatte. Aber Sport trieb er regelmäßig, und da er vorher gut gegessen und extra wenig Insulin gespritzt hatte, war er wie immer davon ausgegangen, dass alles in bester Ordnung war. Selbst die von seiner Frau liebevoll zu den Mahlzeiten bereitgelegten Nahrungsergänzungsmittel in allen möglichen Farben und Formen hatte er wie immer brav geschluckt. Irgendetwas musste schiefgelaufen sein, sonst würde er sich jetzt nicht so miserabel fühlen.

Instinktiv hatte er abgeschätzt, dass er zu weit draußen war, um in seinem Zustand noch schnell genug ans Ufer zurückpaddeln zu können. Sowohl das Festland mit den kleinen Buchten als auch St. Michael's Mount mit seiner Felsenküste und dem Hafen waren eindeutig zu weit entfernt. Bis er da angelangt wäre, könnte er längst ein Zuckerkoma oder einen Unterzuckerungsschock erlitten haben. Also musste er wohl oder übel hier draußen den Zuckertest machen und eventuell die Traubenzuckertabletten einnehmen, die er, wie die meisten Diabetiker, stets bei sich hatte.

Jedes Mal, wenn er sein Sportzeug zusammenpackte kontrollierte er, dass auch wirklich alles in seinem Notfallset vorhanden war. Und genau das hatte er auch an diesem Morgen getan. Selbst sein Kajak hatte er schon auf dem Dach seines BMW X5 festgezurrt, damit er nach der Arbeit und dem Abendessen mit seiner Frau keine Zeit verlieren würde. Immerhin waren die Tage, auch wenn es schon Mitte März war, noch kurz.

Die Dämmerung hatte bereits eingesetzt, und in weniger als einer halben Stunde würde ihn niemand mehr so weit draußen in der Bucht von St. Michael's Mount sehen. Fieberhaft zog er seinen roten, wasserdichten Beutel mit dem Notfallset aus dem Fußraum.

Wie immer trug e

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