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Tod im grünen Klee: Salzburg Krimi von Anders, Marie (eBook)

  • Verlag: Federfrei Verlag
eBook (ePUB)
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Tod im grünen Klee: Salzburg Krimi

Auch das noch! Der Tote am Salzachsee entpuppt sich als angesehener Großgrundbesitzer und Freund des Bürgermeisters. Die Ermittlungen laufen bereits auf Hochtouren, als auch noch der Sohn des Toten spurlos verschwindet und dessen Mutter vor Angst fast durchdreht. Hat er etwas mit dem Mord zu tun? Oder hat es hier jemand auf die Familie abgesehen, und wenn ja, warum? Inspektor Neuners dritter Fall. Marie Anders wurde 1967 in Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich geboren. Sie ist in einem internationalen Umfeld mehrsprachig aufgewachsen und hat unter anderem in Serbien, den Vereinigten Staaten, Russland und Frankreich gelebt, studiert und gearbeitet. Seit kurzem lebt und arbeitet sie wieder in ihrer Heimat, Oberösterreich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 250
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990740729
    Verlag: Federfrei Verlag
    Serie: Quentin Neuner 3
    Größe: 520 kBytes
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Tod im grünen Klee: Salzburg Krimi

5

Als der Anruf zu Inspektor Quentin Neuner durchgestellt wurde, waren er und seine Assistentin Charlie Renner gerade dabei, die liegen gebliebenen Schreibarbeiten zu ihren letzten Fällen zu erledigen.

"Neuner", brummte Quentin wie immer, wenn er bei der Arbeit gestört wurde, grummelig ins Telefon.

Er hörte etwas und dann nur noch ein Knacksen in der Leitung und sie brach ab. Es klang, als ob der Anrufer von einer Baustelle aus telefonierte. Erneut klingelte es, und dieses Mal vernahm Quentin eine kaum hörbare Männerstimme.

"Wer ist dran? Können Sie Ihren Namen wiederholen, ich höre Sie kaum", brüllte Quentin ungeduldig in den Hörer.

"Hier liegt ein Toter, ein Toter, hören Sie mich?", schrie der Anrufer hysterisch ins Telefon, ohne seinen Namen zu nennen.

"Alles der Reihe nach. Wer sind Sie?"

"Ich heiße Wer... Wer... Werner Simmer", stotterte der Mann ins Telefon.

"Gut, Herr Simmer, jetzt der Reihe nach. Wo sind Sie?"

"Bei den Salzachseen, wir haben hier eine Baustelle, an der wir seit heute früh um sieben Uhr dreißig arbeiten. Hier liegt, hier liegt ... ein Toter, hören Sie! Ein Toter! Eine Leiche!" Seine Stimme überschlug sich fast, als er diesen letzten Satz ins Telefon brüllte.

"Ganz ruhig jetzt, Herr Simmer. Wo genau sind Sie?"

Quentin hatte das Gespräch auf Lautsprecher gestellt, damit Charlie alles notieren konnte. Mit sanfter Stimme versuchte er, den Anrufer zu beruhigen.

"Beim größeren der Salzachseen im hinteren Bereich. Wir müssen hier den See entschlammen, und da haben wir einen Toten am Ufer entdeckt. Einen Toten! Bitte, kommen Sie! Schnell!", schrie der Mann immer noch.

"Haben Sie oder jemand anderer ihn angefasst?"

"Nein, haben wir nicht. Wir sind nur zu zweit. Mein Kollege ist davongelaufen und hat sich übergeben, und ich habe Sie angerufen." Die Stimme des Mannes wurde etwas leiser.

"Sehr gut, Herr Simmer. Bleiben Sie ganz ruhig und fassen Sie den Toten bitte unter keinen Umständen an. Der Auengürtel ist weitläufig. Wo genau finden wir Sie?"

"Am nördlichen Zipfel, im Wald, dort auf der Salzachseite. Wir sind mit dem Bagger erst über den Treppelweg und dann auf dem Wanderweg hierher gefahren. Den Treppelweg einfach immer geradeaus bis zum geschotterten Weg. Da fahren Sie dann am Lieferinger Fischteich entlang, bis der große See kommt. Folgen Sie einfach dem Weg, immer am Ufer entlang weiter, und am Ende bei der Biegung werden Sie unseren Sumpfbagger stehen sehen."

"Gut, wir sind gleich bei Ihnen, Herr Simmer, danke für den Anruf." Charlie, die alles notiert hatte, war aufgesprungen. Quentin griff nach seinem Aktenkoffer, der immer am Boden neben seinem Schreibtisch bereitstand, und schnappte sich seine Windjacke. "Auf zum Salzachsee, Charlie." Während die beiden zum Auto in die Tiefgarage liefen, rief Charlie Renner Fredrick Mann von der Spurensicherung und Quentin die Gerichtsmedizinerin Katarina von Weid an.

Vom Auto aus telefonierte der Inspektor dann auch noch mit dem Staatsanwalt Dr. Lukas Steiner, seinem besten Freund. Ohne ihn zu begrüßen, schoss er gleich los: "Lukas, wir haben einen Leichenfund."

"Dir auch einen schönen guten Morgen, Quentin. Und das auf nüchternen Magen. Wo genau?"

"Am Salzachsee. Nordöstliches Ufer. Kannst du kommen?"

"Ja, ich bin gleich da. Habt ihr die anderen schon informiert?"

"Sicher, es sind schon alle auf dem Weg."

"Gut, ich fahr auch gleich los."

"Danke, Lukas, bis gleich." Ohne abzuwarten, ob sein Freund ihn noch etwas fragen wollte, hatte Quentin aufgelegt.

Der Frühverkehr war um diese Uhrzeit dicht, aber mit Blaulicht kamen die Ermittler trotz des starken Verkehrsaufkommens gut voran.

"Ich hoffe, es ist keine Wasserleiche, die angespült worden ist", murmelte Charlie und konzentrierte sich darauf, den richtigen Weg einzuschlagen.

"Ich weiß, was du meinst

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