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Tod im Tee Kriminalroman von Ebbert, Birgit (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.07.2016
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (PDF)
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Tod im Tee

Die Hagener Krimibuchhändlerin Anja Henke hat sich wie rund 100 weitere Gäste auf einen gemütlichen Abend im Theater an der Volme gefreut. Doch statt des Stückes "Die mörderische Teerunde" nach Agatha Christie erleben die Besucher einen echten Tod auf offener Bühne. Unversehens findet sich die Hobbydetektivin in einer Mordermittlung wieder und gerät dabei selbst ins Visier des Täters. Nachdem ein zweiter Toter gefunden wird, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Birgit Ebbert, geboren 1962 in Borken/Westfalen, studierte in Bonn und Münster Erziehungswissenschaften, Psychologie und Soziologie. Nach Stationen in Stuttgart und Bochum und langjähriger Tätigkeit im Bildungsbereich lebt sie heute als freie Autorin in Hagen. Sie kann auf eine Vielzahl an Veröffentlichungen im Bereich Jugendbuch, Ratgeber und Lernhilfen zurückblicken. "Tod im Tee" ist ihr zweiter Roman mit der Krimibuchhändlerin Anja Henke als Ermittlerin.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 289
    Erscheinungsdatum: 06.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839251492
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 2572 kBytes
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Tod im Tee

Kapitel 5

Bärenklau von der Wiese lindert Atembeschwerden und fördert den Juckreiz.

"Kannst du mir einen Gefallen tun?" Fast hätte Anja verpasst, dass Gerd sie meinte, so vertieft war sie darin, das letzte Foto auf dem Display der Kamera zu vergrößern, um die Schärfe zu kontrollieren. Irgendetwas war ihr schon beim Fotografieren aufgefallen, das wollte sie überprüfen.

"Ich höre gerade, dass unser Fotograf bei einem anderen Tatort ist und erst später kommen kann, ich will aber die Tote abtransportieren lassen. Hier sind mir einfach zu viele Menschen."

Anja seufzte. Dass Männer immer so lange ausholen mussten, ehe sie zur Sache kamen. "Und jetzt willst du, dass ich ein paar Tatortfotos mache. Sag das doch gleich!"

"Genau! Wir brauchen die gesamte Szene, alles, was du siehst, und am besten noch ein bisschen mehr. Die Spurensicherung macht auch Fotos, aber mir ist es lieber, wenn ich noch welche von einer unabhängigen Person habe." Gerd lachte. "Die Spusi hat doch nur ihre Spuren im Blick. Aber vielleicht liegt das Geheimnis ganz woanders."

Anja dachte an das Durcheinander mit den Sitzplätzen und den Tassen. Möglicherweise lag darin die Lösung des Falles.

"Wenn einer weiß, dass der äußere Schein häufig trügt, dann bin das wohl ich." Nach diesen Worten ließ Gerd Anja stehen und ging den Gang hoch zum Ausgang.

Nachdenklich schaute Anja ihm nach. Da war es wieder, dieses Geheimnis, das Gerd Neubert umgab und das sie seit ihrer ersten Begegnung zu entschlüsseln suchte. Auch jetzt war keine Gelegenheit, die Zuschauer wurden unruhig und fragten den Kommissar klagend, wie lange sie noch warten müssten und wann sie endlich gehen dürften.

Also stieg Anja die drei Stufen zur Bühne hinauf und ging durch die Tür in den Bereich hinter den Kulissen, der sonst nur Theaterangehörigen vorbehalten war. Sie wusste, dass von dort aus eine Treppe ins Obergeschoss führte und darunter eine Art Garderobe war, in der die Schauspieler sich manchmal umzogen.

Anja fotografierte die weit geöffnete Tür zur Bühne, die jemand mit einem Holzkeil gestoppt hatte, damit die Beamten freien Zugang hatten. Auch den Aufstieg ins Obergeschoss, wo sich die Küche befand, lichtete Anja gewissenhaft ab und wollte schon wieder die Bühne betreten, als ihr etwas einfiel. In den Regalen neben dem Treppenaufgang standen weitere Requisiten, darunter einige Tassen, wie sie in dem Stück zum Einsatz gekommen waren. Ob bereits jemand den Tisch abgeräumt hatte? Sie konnte sich nicht daran erinnern und entschied, sicherheitshalber Fotos von den Tassen zu machen.

"Was gibt es denn da zu fotografieren?", ertönte die heisere Stimme eines Mannes hinter ihr. Da stand der Schauspieler, der den Mann mit den verschiedenfarbigen Pantoffeln spielte. Selbst wenn sie ihn ohne die Koteletten nicht erkannt hätte, ein Blick auf die Füße verriet ihn.

"Oh, stehe ich Ihnen im Weg?" Anja ging zur Seite, weil sie dachte, der Mann wolle sich umziehen. "Ich bin auch schon verschwunden."

Der Mann lachte. "Lassen Sie nur. Ich muss bloß die Schuhe wechseln." Er stockte. "Nachdem Annegret uns auch noch die Premiere versaut hat."

"Wenn Sie das so nennen wollen!", sagte Anja, weil ihr keine andere Entgegnung einfiel. Die Formulierung des Mannes fand sie angesichts des Todesfalls befremdlich.

"Ich weiß. De mortuis nil nisi bene. Nichts Schlechtes über Tote! Aber diese Frau war eine Nervensäge erster Güte, es gab keine Probe, bei der sie nicht versucht hat, ihren Kopf durchzusetzen." Er schnaufte verächtlich. "Und die Regisseurin hat sich das gefallen lassen."

Anja rief sich ihre Begegnungen mit Annegret Bäumler in Erinnerung. Mehrere Situationen kamen ihr in den Sinn, in denen sie ihre Mitarbeiterin hatte ablösen und bremsen müssen, weil Annegret Bäumler Sonderwünsche äußerte oder sich gar über die Geschenkverpackung beschwerte. Und das, obwohl Britta sich für die Queen d

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