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Tod in der Steillage von Burmeister, Jens (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.10.2015
  • Verlag: KSB Media GmbH
eBook (ePUB)
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Tod in der Steillage

Geocacher stoßen im Norden Kölns auf einen grausigen Fund: Eine Leiche mitten im Naturschutzgebiet, weggeworfen wie ein Stück Müll. Die Tote ist Estelle Nicolier, Parfümeurin aus dem französischen Grasse. Wohin ist sie nach dem Abendessen mit ihren Kölner Kollegen verschwunden? Steckt Jaspal Wöhler dahinter, oberster Aromaforscher der Rheinischen Aromafabriken und passionierter Riesling-Fan? Jaspal ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere, doch nicht nur der Mordverdacht erschüttert seine perfekte Welt ...

So beginnt ein spannender Genusskrimi um skurrile Charaktere, Winzer und Parfümeure, echte und falsche Rieslinge - am besten zu lesen mit einem guten Glas Wein in der Hand.

Ort der Handlung: Köln und das romantische Mittelrheintal

Jens Burmeister, geboren 1967 in Wilhelmshaven, hat Chemie studiert und darin auch promoviert. Er lebt und arbeitet in Leverkusen. Seit über zehn Jahren schreibt er mit Leidenschaft über das Weinanbaugebiet Mittelrhein. Dem Online-Weinführer (www.mittelrhein-weinfuehrer.de)
folgten die Bücher ?Weinromantik und Terroirkultur? sowie ?Mittelrheinwein - Ein dionysisches Porträt?. Mit ?Tod in der Steillage? legt er seinen ersten Genusskrimi vor.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 236
    Erscheinungsdatum: 06.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945195987
    Verlag: KSB Media GmbH
    Größe: 536kBytes
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Tod in der Steillage

2. Die Enthüllung

Die Boeing setzte so hart auf der Landebahn auf, dass der Stoß sich wie ein Pfeil durch sein Rückenmark bohrte. Die Schubumkehr drückte ihn fester gegen den Gurt, bis endlich das gemütliche Ausrollen des Flugzeuges begann. Das Beifallklatschen blieb aus, was er befriedigt zur Kenntnis nahm.

"Herzlich willkommen am Flughafen Köln-Bonn. Bitte bleiben Sie noch so lange angeschnallt sitzen, bis wir unsere endgültige Parkposition erreicht haben und die Anschnallzeichen über Ihren Sitzen erloschen sind. Unser Kapitän Werner Willken und seine Besatzung verabschieden sich nun von Ihnen und bedanken sich dafür ..." An dieser Stelle blendete er das verbale Dauerfeuer aus.

Jaspal Wöhler schaute auf die Uhr. Zwei Minuten Verspätung. Gleich würde ein typisches Ritual folgen, das er zu seinen absoluten Fliegerei-Favoriten zählte. Während das Flugzeug noch rollte, löste die Mehrzahl der Insassen bereits ihren Gurt. Exakt in dem Augenblick, in dem das Flugzeug zum Stehen kam, sprangen alle gleichzeitig auf, als säßen sie auf einem Schleudersitz. Sekunden später war der Gang bereits bis zum Bersten gefüllt. Zwischen die Fluggäste passte nun kein Blatt Papier mehr, es ging weder vor noch zurück. Besonders amüsierten Jaspal diejenigen Mitreisenden, die einen Mittel- oder Fensterplatz gebucht hatten. Sie verharrten in gebückter Haltung mit eingezogenem Kopf zwischen den Sitzen, während die Gangplatzinhaber bereits triumphierend mit Handgepäck im Mittelgang steckten. Zeitgleich begannen alle, wie besessen ihre Smartphones zu bearbeiten. Mit der diffusen Angst im Nacken, in den letzten anderthalb Stunden etwas Weltbewegendes verpasst zu haben.

Jaspal genoss es, am Fenster zu sitzen, auch wenn es taktisch cleverer gewesen wäre, seine ein Meter achtzig Körperlänge am Gang zu platzieren. Die Faszination des Fliegens hatte, trotz der unzähligen Stunden, die er in den Leichtmetallkäfigen bereits zugebracht hatte, für ihn nichts von ihrem Reiz verloren. Er war ein durch und durch von Fortschritt und Technik begeisterter Naturwissenschaftler.

Die Türen wurden geöffnet. Die gerade noch wie im ewigen Eis eingefroren wirkenden Fluggäste drängten sich hektisch zu den Ausgängen. Jaspal stand auf, nahm seinen Koffer aus dem Gepäckfach, quittierte das Servicelächeln der Stewardessen mit einem "Tschö" und trat heraus auf die Gangway.

Die Mailuft war mild und duftig. Jaspal nahm einen tiefen Zug und war froh, der klimatisierten Enge entkommen zu sein. Nun wartete der Bus, den er als einer der Letzten betrat und als einer der Ersten wieder verlassen würde. Er schaltete das iPhone ein. Die E-Mails waren typisch für einen Freitagabend. Peggy, seine Sekretärin, verabschiedete sich ins Wochenende. Newsletter sowie Urlaubsanträge füllten den Postkorb. Helmut von Roffhausen, sein Chef und Vorstandsvorsitzender der Rheinischen Aroma Fabriken, hatte für Montagmorgen um acht Uhr eine dreistündige Sondersitzung des Vorstandes anberaumt.

Jaspal seufzte und rieb sich die Augen. Da war doch schon wieder etwas im Busch. Die Geschäftszahlen waren seit Beginn des Jahres deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben und von Roffhausen geriet mehr und mehr unter Druck. Schließlich stand der Halbjahresabschluss vor der Tür. Wie oft hatte Jaspal in den letzten Monaten versucht, von Roffhausen zu einem Strategiewechsel zu überreden. Straffung des Portfolios. Alte Produkte abstoßen, mehr Geld in die Forschung stecken. Den Investoren vermitteln, dass jetzt eine Durststrecke käme, am Ende dieser Rosskur aber ein nachhaltig aufgestelltes Unternehmen stände. Aber von Roffhausen, dieser alte Betonkopf, versuchte weiterhin, die Firma durch radikale Sparprogramme, Verlagerung der Produktion ins Ausland und Personalabbau wieder flott zu machen. Er wollte den raschen Erfolg und pfiff auf das Geschäft von übermorgen.

"Sie als Forschungsleiter sind viel zu sehr auf Ihren k

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