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Tod um Mitternacht von Hunter, Catherine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.01.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Tod um Mitternacht

Winnipeg, im beschaulichen Stadtteil Wolseley. Ein Serienkiller, der nach einem bestimmten Muster vorgeht, treibt sein Unwesen: Seine Morde haben auffallende Ähnlichkeit mit der Handlung eines beliebten Krimibestsellers. Dieser Ansicht ist zumindest Sarah Petursson. Leider steht sie mit ihrer Theorie zunächst alleine da, und das macht die junge Frau immer nervöser - denn laut Buch ist sie das nächste Opfer auf der Liste des Killers ... 'Hunter schreibt, als ob ihr Mary Higgins Clark über die eine Schulter schaut und Joy Fielding über die andere - ein Thriller mit Gänsehaut-Garantie!' Jack Ellis

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 412
    Erscheinungsdatum: 31.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955303693
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 2515 kBytes
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Tod um Mitternacht

1

Vielleicht lag es nur an dem Buch, das sie gerade las, aber Sarah Petursson fühlte sich unwohl. Sie blätterte eine Seite um und versuchte das Gefühl zu ignorieren, dass sie beobachtet wurde. Normalerweise ließ sie sich von ihrer Fantasie nicht so mitreißen, aber manchmal waren die knarrenden Dielenbretter und die klappernden Fensterläden dieses hundertjährigen Hauses einfach zu viel für ihre Nerven, besonders wenn sie wie gerade jetzt in einen guten Thriller vertieft war. Heute Abend schien jedes irritierende Knacken und Knarzen irgendwie verstärkt. Und da war ein seltsames leises Kratzen von oben zu hören. Oder kam es von draußen? Was war das? Sarah seufzte. Zum ungefähr zehnten Mal erhob sie sich aus ihrem gemütlichen Sessel und spähte aus dem Fenster in die Dunkelheit des Gartens hinter dem Haus. Was waren das für Geräusche?

Da draußen war nichts Ungewöhnliches. Nur eine kühle Mainacht mit leichtem Südwind. Die weißen Blüten des Holzapfelbaums bewegten sich in der Brise, und die Bettlaken auf der Wäscheleine schwangen vor und zurück. Ansonsten war alles ruhig. Die Bettlaken erinnerten Sarah an die Unmengen schmutziger Wäsche, die noch im Keller auf sie warteten, aber sie war definitiv nicht in der Stimmung, sie heute Abend noch in Angriff zu nehmen.

Aus dem Augenwinkel nahm sie eine huschende Bewegung auf der schmalen Straße wahr und drehte schnell den Kopf, um zu sehen, was es war. Eine Katze. Es war nur eine Katze, die auf die Mülltonnen sprang, auf der Suche nach einem Mitternachtsimbiss. Sarah lächelte und kehrte zu ihrem Sessel zurück. Die Anwesenheit der Katze beruhigte sie. Es war natürlich die Katze gewesen, die jene beunruhigenden scharrenden, kratzenden Geräusche da draußen gemacht hatte. Vielleicht auch mehrere. Sie dachte kurz und voller Bedauern an ihren eigenen Kater Max, der in diesem Winter gestorben war. Max, der sie getröstet hatte, nachdem ihre Ehe im letzten Sommer in die Brüche gegangen war. Max, der das einzige weitere Lebewesen in diesem großen alten Haus gewesen war. Jetzt wanderte sie ganz allein darin herum, und jedes Geräusch machte sie nervös.

Sie kuschelte sich in den Sessel und suchte nach einer bequemen Sitzposition. Der eigentliche Sinn eines Urlaubs, ermahnte sie sich selbst, besteht darin zu entspannen. Sie schlug das Buch erneut auf. Wo war sie stehen geblieben? Ach ja. Der Held verfolgte seinen Verdächtigen durch einen verwaisten Vergnügungspark. Aber Sarah wusste bereits, dass es der falsche Mann war. Der Vergnügungspark musste eine Sackgasse sein. Konnte gar nicht anders sein. Der Roman ging noch hundert Seiten weiter, da durfte der Held das Rätsel ja unmöglich schon lösen.

Es war eine gruselige Geschichte über einen Serienmörder, der seinen weiblichen Opfern wochenlang nachstellte, ihnen per Post teure Geschenke schickte - Halsketten mit Smaragden, juwelenbesetzte Haarspangen und schließlich einen Diamantring. Der Ring war der letzte Hinweis auf ihr Todesurteil. Danach schlich er sich in ihre Häuser, wenn sie allein waren, schnitt mit einer Zickzackschere die Telefonleitung durch und schaltete die Sicherungen ab. Das versetzte die unglücklichen Frauen in höchste Panik. Dann spielte er mit ihnen im dunklen Haus Katz und Maus - bevor er sie brutal ermordete. Schlag Mitternacht. Noch dazu mit einem silbernen Brieföffner.

Sarah wusste, dass es eine psychologische Erklärung für all diese eigenartigen Details geben würde. Sie konnte es kaum erwarten, die Motive des Täters morgen Abend mit ihrer Cousine Morgan und den anderen Mitgliedern des Buchclubs zu analysieren. Aber bis jetzt hatte sie noch nicht herausbekommen, wer der Täter sein kö

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